Manche Menschen muss man rütteln und schütteln wie die Bäume, wenn man von ihren Früchten essen will. Julie Eyth
Heute ist es trüb-bedeckt und wir sind ziemlich müde. Noch haben wir keinen richtigen Plan … am Nachmittag zum Wisentgehege mit Fütterung. Wir wollten was mit Birgit zusammen machen, sie hat sich auch noch nicht gemeldet, geht auch nicht ans Telefon. Ist ein bisschen undefiniert heute …
Nach unserem Koma-Mittagsschlaf war die Wisent-Fütterung vorbei und wir sind zum Hafen gegangen. Vorher hatten wir ein Boot gekauft für den Schiffsschrauben-Springbrunnen. Die Wasser-Propeller werden hier bei MMG seit vielen Jahren – schon vor der Wende Ost West – hergestellt – beim Mecklenburger Metallgußwerk – und gehen in alle Welt. Immer in doppelter Ausführung, falls einer ausfällt. Bei den Transporten zum Rostocker Überseehafen ist mit Verzögerungen zu rechnen.
Die Frau mit den XXL-Seifenblasen war am Hafen, wir mit unserem „Booti“ und dieser wundervollle Nachmittag in den Abend hinein hat uns, alle Warener und Urlauber, verzaubert und ein Mann – der mit seinem Sohn da war und mich gefragt hat, ob ich von hier bin und wo man hier gut essen gehen kann – Schweinemedaillons – im Ratskeller – hat gesagt: Die einfachen Dinge sind die besten!
Danach ist mir was eingefallen, woran ich noch nie gedacht hab: Mary Moon heißt – Mein Mann im Mond. Zeit, dass er auf die Erde kommt. Bei dem Mann mit dem Sohn hab ich die Vibrationen von ihm und seinem Sohn gefühlt – ich wünsche ihnen eine gute Frau und Mutter. Auch bei der Sommersonnenwende war ein einzelner Mann dabei – sehr selten. Micha, wie mein Sohn. Alles zeigt mir nur – Wie soll denn einer kommen, wenn du schon einen hast?