Montag, 18. September

Die Nacht ist so schwarz und so schwer, doch Liebe erleuchtet das Dunkel. Aus Indien

Kommen und Gehen … im Moment wieder mehr Gehen. Am Sonnabend hatte ich große Lust – da nicht hinzufahren, zum Seminar, vom Bauchgefühl her. Als ich um 9 ankam, war nur unsere Dozentin Bianka da, im Gespräch mit der Schulleiterin Manuela. Ihre kleine süße Tochter Jolie, 5 Jahre alt, hat an die Tafel gemalt und dann mit mir erzählt. Fast 15 Minuten später kam Gerlind und dann keiner mehr. Wir sind nur 5 im Kurs. Eine hat sich nicht gemeldet, warum sie nicht kommt, und die anderen beiden hatten der Schulleitung mitgeteilt, dass sie nicht weiter teilnehmen. Eine davon ist Anja, die auch seit fast einem Jahr in unserem Schamanenkurs ist, den sie auch gleich hingeschmissen hat und beim vorigen Mal schon nicht mehr dabei war und die restlichen 2 Wochenenden auch nicht mehr kommt. Der Grund soll sein, dass sie mit der Seminargestaltung und den Methoden nicht einverstanden sind. Das geht hauptsächlich von einer aus dem Kurs spirituelle Lebensberatung aus, die die anderen aufgewiegelt hat und von Anfang an an allem was auszusetzen hatte. Es ist eine, die einen Kurs nach dem anderen besucht, bei Paracelsus und sonstwo, und dann nur vergleicht. Ich mein, es steht ihr nicht zu, eine erfahrene und langjährige Praktikerin zu beurteilen und zu kritisieren. Dann soll sie sich selbst als Dozentin anmelden und ihre Inhalte lehren oder leeren.

Gestern Nachmittag haben wir im Gewölbekeller der ehemaligen Shisha-Bar im Nachbarhaus Anikos 40. Geburtstag gefeiert. Das war schön. Die anderen sind natürlich noch länger geblieben, nur die Abordnung aus unserem Haus, nämlich Sigi, Wolfgang und ich, waren nur zum Kaffee da. Christa konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht mitkommen, schade. Das strengt sie noch zu sehr an. Und als ich dann oben ankam, nachdem ich ihr noch einen Teller Kuchen mitgebracht hatte, hab ich gesehen, dass im Status meiner lieben und langjährigen Kollegin Christiane alles schwarz war. Sie hat 5 Tage nach mir Geburtstag und ist 2 Jahre jünger als ich. Am 12. Juli, ihrem Geburtstag, hab ich noch mit ihr telefoniert und sie hat mir erzählt, dass sie auf dem Weg zur Bestrahlung ist und auch mit Chemo behandelt wird. Gehirntumor. Vor 3 Jahren schon mal Krebs, da haben wir uns noch hier auf dem Markt mit ihr und ihrem Mann Hansi zum Kaffee getroffen, weil sie hier zur Reha war.

Vor ein paar Tagen war ein Bild im Status – ein blaues Vögelchen mit dem Text: So, Federn richten und hinlegen, es ist Zeit, Gute Nacht. Das war um 3 nachmittags – unbewusst hab ich schon mitbekommen, dass das einen andern Hintergrund hat, hab aber nicht reagiert. So achtet man auf die Details. Vor ein paar Tagen hab ich ihr noch geschrieben: Ich wünsch dir voller Hoffnung, Kraft und aus ganzem Herzen, dass du wieder gesund wirst, Mausi. Da hatte sie ein Bild von sich im Status, nur die Augen und den Kopf – da gab es keine Federn mehr zu richten.

Liebe erleuchtet das Dunkel

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