Sonntag, 21. Juli

Hoffnung ist wie Zucker im Tee: zwar klein, aber sie versüßt alles. Konfuzius

Heute bin ich davon wach geworden, dass der Doktor zu mir gesagt hat: Wir therapieren weiter … Bei ihm bin ich morgen um 11. Das ist sein erster Tag nach 2 Wochen Urlaub. Ich werd ihm mal eine Flasche Wein mitnehmen. Er hat mir noch keine Rechnung gestellt, und das seit März.

Die Männer mit einer liebenden Frau im Hintergrund gedeihen prächtig. Die Frauen weniger, sie opfern sich auf, bis auf’s Blut. Morgen ist Befundauswertung zur Blutuntersuchuchung.

Den Wein geb ich der Schwester: Der sollte für den Doktor sein, aber den können Sie auch trinken, für das, was Sie für ihn machen. Als ich am 9. Juli zur Blutabnahme da war, war er schon im Urlaub. Sie hat sich Gedanken gemacht, ob die Handwerker den Wasserschaden in der Praxis in der Zeit beheben können. Bestimmt, hab ich gesagt. Aber ich hab gemerkt, dass es weit darüber hinaus ging.

Er hat viele Frauen, ist öfter mal nicht da – dann tröstet ihn, was die Frauen nicht vermögen – und als die Schwester mir Blut abgezapft hat und ich ihren Schmerz gefühlt hab, nicht meinen, hab ich gedacht: Mach das mal, folge deinem Herzen.

Und zur Hüfte: Ich hab was gesucht, worauf ich mich ausruhen kann – und das hab ich jetzt. Es ist so, dass ich damit leben kann, aber bei mehr kann ich sagen, geht nicht. Psychosomatik.

Hinterlasse einen Kommentar