Mittwoch, 16. April

Sache der Seele aber ist es, die innere Heiterkeit so lange und immer in dem Grade zu erhalten, als es möglich ist. Wilhelm Freiherr von Humboldt

Ostern sind 4 freie Tage. Das macht bei 2 Kindern 8 Tage. Mal sehen, wer kommt. Jonte, Tamina und Michael hab ich für Sonnabend eingeladen, da ist hier auf dem Markt das größte Osternest in MV aus Stroh mit Osterüberraschungen zum Suchen für die Kinder. Das wär noch was für Jonte. Michael – schauen wir mal. Andrea hat gesagt, dass sie lieber weiter an ihrer Doktorarbeit schreiben will, es läuft grad gut und sie denkt, das könnte auch noch wieder anders kommen. Außerdem kommen Steffi und Max aus Berlin 2 Tage, Tines große Tochter mit Mann. Ja, und Pauls Eltern haben sich auch angemeldet. Das seh ich zwar auf eine Art ein, finde es aber traurig, wenn alles andere wichtiger ist. Da kam mir der Zufall zuhilfe. Andrea war Sonntag im Fitnessstudio und da war auch ein Kollege von ihr. Er hat gefragt, wie sie Ostern verbringen. Und dann hat sie mir erzählt, dass er gesagt hat: Deine Schwiegereltern kommen, deine Cousine mit Mann, und da wäre es doch doof, wenn deine Mutter hinten runterkippt. Und wieviele Gelegenheiten werdet ihr noch haben, euch zu sehen? Mutti, und er ist 8 Jahre jünger als ich und sagt mir das! Jetzt nimmt sie morgen einen Tag Urlaub und kommt her und wir machen uns einen schönen Mutter-Tochter-Tag. Dank an den Engel-Kollegen!

Montag,14. April

Freundschaft, das ist wie Heimat. Kurt Tucholsky

Heute war ich mit Birgit als Rulum Waldschrat in unserer Heimat unterwegs – erst in der Bibliothek in Malchin, wo wir sehr offen und freundlich empfangen wurden und das Natur-Erlebnisbuch gleich gut aufgenommen wurde, mit vielen guten Ideen für Lesungen und folgende Walderkundungen. Danach waren wir noch im Forstamt Stavenhagen, das ist der Hüter unserer 1000jährigen Ivenacker Eichen, und hatten da auch mit der neuen Forstamtsleiterin ein anregendes Gespräch zur Umsetzung der Idee des Buches – den Herzschlag der Menschen mit dem der Natur wieder in Einklang zu bringen. Es wird …

Sonntag, 13. April

Ein Glücksgefühl erhebt sich aus dem Zustand inneren Friedens, nicht des Tumults. Ann Radcliffe

Birgit schreibt gerade in Reimen in unserer Schwesterngruppe, bzw. sie gibt was vor und Tine und ich sollen das vollenden. Tine ist genervt und sagt, sie hat auch noch was anderes zu tun. Ich hab geschrieben: Ein Schnäppchen auf dem Flohmarkt fein, ich glaub, da wird sich Jonte freun. Ich hab da nämlich ein paar tolle Kilimanjaro Wander-Schuhe gefunden, also bequem geschnitten und wie neu. Ich bin schon mit dem Vorsatz da hingegangen: Da finde ich bestimmt was für Jonte. Ich hab ihm doch sonst immer Schuhe gekauft, und siehe da … Aniko war auch mit und wir haben uns beide gefreut.

Nachdem ich schon paarmal gedacht hab, ich hab Lars lange nicht gesehen, war er heute beim Terrasse fegen und seine getrockneten Tomaten entsorgen. Das lief auf ein längeres Gespräch hinaus, bis ich gesagt hab, jetzt geh ich aber los zum Flohmarkt. Nachmittags ist Puschencafé in Klein D, bei dem Wetter sicher im Garten. Birgit kommt auch hin und es sind ja auch noch andere Leute da. Der Frühling lockt nach draußen, da sind WhatsApps und e-mails erstmal außen – vor.

Sonnabend, 12. April

Der effektivste Weg, etwas zu tun, ist, es zu tun. Amelia Earhart

Wenn das kein Spruch ist! Der passt auch heute zu meinem Müritz-Morning-Erlebnis. Müritz-Morning, weil es am Hafen war, als ich von einem jungen Mann, eher Jugendlicher, angesprochen wurde – mit einer CDU-Wahl-Papiertüte in der Hand. Werbung für den Landratswahlkandidaten hier – Taten statt Worte!

Er kommt auf mich zu und beginnt: Darf ich Ihnen … Wir kommen ins Gespräch. Ich: Haben die Alt-Parteien schon was geleistet für … hier? Deutschland wollte ich sagen, aber so deutsch bin ich nicht. Was meinen Sie mit Altparteien, CDU, SPD? Das hat er richtig erkannt. Gibt es was, was Ihnen hier nicht gefällt, auf dem Land?, fragt er weiter. – Es gibt vieles, was mir sehr gut gefällt, und was noch nicht so gut ist, ist in Arbeit, denk ich. – Ja, unser Kandidat setzt sich für vieles ein – Ehrenamtsförderung, Förderung der Wirtschaft … Umgekehrt, sag ich, erst Förderung der Wirtschaft, viele Ehrenamtstätigkeiten sind eigentlich Arbeitsplätze und damit bezahlte Tätigkeiten . Da hat er mir zugestimmt. Seid ihr vom Gymnasium hier?, hab ich gefragt. Wir sind von der CDU/Junge Union und ich bin vom Gymnasium in Malchow. – Ich finde es lobenswert, dass sich hier auch mal junge Leute engagieren und in Erscheinung treten. Ja, das macht Spaß, hat er gesagt. – Ich nehm ihn mal mit (den Kandidaten in der Tüte). Inhalt: personalisierte Werbung für den Landratskandidaten – ein Mini-Lindt-Goldhase, Notizblock, Bleistift, Kulli (schwarz), CDU-Einkaufs-Chip, Feuerzeug und Gummibärchen. Alles, was man gebrauchen kann.

Als ich dann zum Stand von Monika auf dem Grünen Markt kam, an dem es mir, als ich losgegangen bin, zu voll war, war der Eierlikör alle. Das heißt, es gab ihn noch in 0,7 Liter-Flaschen, 0,5 war alle. Die große Pulle war mir zuviel, dann warte ich bis nach Ostern.

Donnerstag, 10. April

Das weitaus schönste Glück ist das plötzliche. Sophokles

Die geplanten Glücksmomente haben aber auch ihre Schönheit – heute wieder Salzgrotte und anschließend fahren wir zum neueröffneten Yvis Diner in Sietow in der ehemaligen Alten Stellmacherei. Unsere Salz-Fan-Gemeinde wächst. Bis jetzt waren wir zu viert mit Christa und zweimal Nicole, beide aus Malchow. Sigi, die ja jetzt nicht mehr bei uns im Haus wohnt, hat neulich gesagt, nach Ostern würde sie auch gerne mal mitkommen, das würde ihr bestimmt auch guttun. In der Woche nach Ostern bin ich Donnerstag aber auf der Kirschblütenfahrt nach Werder mit HWP Bustouristik. Ab Mai kann sie dann mal eine Schnupperstunde nehmen.

Dienstag, 8. April

Immer die kleinen Freuden aufpicken, bis das große Glück kommt. Und wenn es nicht kommt, dann hat man wenigstens die kleinen Glücke gehabt. Theodor Fontane

Der Kosmos hat sich beruhigt, vielleicht waren es Sonnenstürme, die Schumann-Frequenz … Heute dafür das Gegenteil, müde und schlapp. Nicole, die Donnerstag immer mit zur Salzgrotte kommt, hatte vormittags angerufen und gefragt, ob es mir genauso geht. Hab ich bestätigt, aber nur kurz, weil ich noch zur Post wollte, ein Päckchen für Andrea abschicken, Wir hatten Sonntag telefoniert und da hat sie sich schon nicht gut gefühlt, war aber noch im Fitness-Studio und in der angeschlossenen Sauna. Gestern fühlte sie sich matschig. Mit ihrer Doktorarbeit geht es grad gut voran, sagt sie. Nun arbeitet sie ja wieder und es geht jetzt auch ohne Schmerztabletten. Sie soll sich bloß nicht übernehmen, meine gerade erst genesene Tochter. Ich hab ihr ein schönes Päckchen mit Lindt-Pralinen Alles Liebe, 100 Gramm Warener Thermalsalz zum Inhalieren und Heiße Zitrone und Limette geschickt, dazu eine schöne Karte und noch eine Engelkarte mit dem Engel für Beständigkeit und Veränderung mit reingelegt. Seinen Namen hab ich grad vergessen …

Montag, 7. April

Wer vor seiner Vergangenheit flieht, verliert fast immer das Rennen. George Eliot

Ich bin extrem gereizt und genervt, ich könnte ausrasten. Frühling, Hormone, kosmische Vibes – wer weiß. Von Edeka hab ich mir beim Einkauf eine Flasche Rotkäppchen trocken – Normalgröße, nicht Piccolo – mitgebracht, die liegt jetzt draußen im Regenwasser in der Kühlung. Das ist sonst nicht meine Art, schon am Vormittag Sekt zu trinken, aber erstens haben die Mittagsglocken schon geläutet und zweitens ist das heute das gefühlt richtige Mittel der Wahl …