Donnerstag, 6. März

Nie stille steht die Zeit, der Augenblick entschwebt, und den du nicht benutzt, den hast du nicht gelebt. Friedrich Rückert

Gestern im Hospiz waren von 10 Betten nur noch 6 belegt – innerhalb einer Woche vier Abschiede. Damit kann man rechnen im Hospiz, doch fast die Hälfte … Heute kommen neue Gäste auf Zeit. Es gibt mehr Nachfragen, als Plätze vorhanden sind. Gestern war ich bei einer 84jährigen Frau im Zimmer. Wir haben uns gesehen und gleich gut verstanden. Erst haben wir geredet und sie hat mir aus ihrem Leben und von ihrer Familie erzählt und dann haben wir zusammen Bares für Rares geguckt. Ich bin am Montag wieder da.

Mittwoch, 5. März

Nimm dir Zeit zu lachen. Es ist die Musik der Seele. Irischer Segenswunsch

Diese Woche ist der Hospiz-Nachmittag am Mittwoch – das heißt, nach dem Sport. Auch wenn unser Übungsleiter Kay heute nicht da war, weil er beim Check up war, wir waren trotzdem da und hatten freies Training und sind Ergometer gefahren mit schönem Blick auf den Tiefwarensee. Jetzt nicht wer weiß wie viel, 6 Kilometer haben gereicht. Ich bin ja auch schon mit dem Fahrrad hingefahren zum Mühlenberg und jetzt nochmal in die Thomas-Mann-Straße, auch mit Rad. Das ist heute mal die Ausnahme, weil ich auch die anderen ehrenamtlichen Helfer da kennenlernen soll. Ansonsten trenn ich Sport davon, danach ist mir ein freier Nachmittag lieber, denn da hab ich schon genug gemacht.

Dienstag, 4. März

Die Hoffnung ist Träumen mit offenen Augen. Aristoteles

Jetzt trink ich meinen Kaffee morgens auf der Dachterrasse. Ab heute ist dienstags und donnerstags auch wieder Markt unten auf dem Markt mit den Händlerständen und jeden zweiten Sonnabend der Grüne Markt. Es wird wieder belebter, heller und freundlicher …

Tagesmotto der Mondkraft heute: Gehen wir mit einem offenen Herzen durch diesen Tag und vertrauen auf die Kraft der Liebe!

Montag, 3.3.

Der Kopf begreift manches, was dem Herzen unverständlich bleibt, und umgekehrt. Marianne von Willemer

Bis halb 11 hab ich die Sonne – heute scheint sie wieder – Anfang März auf der Terrasse. Dann zieht sie weiter hinters Dach, bis sie dann nach und nach immer höher steigt, bis Lars und ich hier oben den ganzen Sommer mit Sonne, so sie scheint, gesegnet sind.

Sonntag, 2. März

Für die Gefühle, die über uns kommen, sind wir nicht verantwortlich, wohl aber für die Folgen, die wir aus ihnen entstehen lassen. Ida Boy-Ed

So schön, wie der März-Auftakt gestern war, hat er sich heute nicht fortgesetzt. Die Sonne hat sich wohl gleich so verausgabt, dass es für den Sonn-tag heute nicht mehr reicht. Ich hab anderthalb Stunden mit Andrea telefoniert. Mein Krümel, meine Tochter … wird morgen noch weitere 2 Wochen krankgeschrieben. Termin beim Orthopäden, nochmal Spritzen am Dienstag und Termin beim Schmerztherapeuten nach Liebscher-Bracht. Als ich an die schrecklichen Spritzen gedacht hab, die sie schon mal im Südstadt-Krankenhaus bekommen hat, wurde mir gleich anders. Nein, Mutti – diesmal bin ich entspannter, hat sie gesagt. Das war damals in der akuten Schmerzphase. Das geht einer Mutter doch zu Herzen. Sie ist aber so vernünftig, dass sie sich Zeit lässt für die Heilung und die Zeit, die diese braucht. Das tat uns gut, miteinander zu reden.

Freitag, 28. Februar

Die Freude ist nicht in den Dingen; sie ist in uns. Benjamin Franklin

Den letzten Februartag in diesem Jahr beenden Birgit und ich nochmal mit einer letzten Fahrt nach Friedland zu STEFFEN MEDIA, wo ihr wundervolles Buch entstanden ist: Wie Rulum, der Waldschrat, seine Freu(n)de wiederfand. In dem Fall ist die Freude auch in dem Buch – und dadurch auch in uns natürlich!

Donnerstag, 27. Februar

Gönne dich dir selbst. Ich sage nicht: Tu das immer. Ich sage nicht: Tu das oft. Aber ich sage: Tu es immer wieder einmal. Bernhard von Clairvaux

Dienstag im Hospiz – hier sind die Spiele, Bücher, Rätsel und Reime. Die bespaßen sie da. Mir würde das sowas von auf den Kranz gehen, wenn ich auf der Abreise wäre. Wollen die einfach auch nur ihre Ruhe haben? Das geht mir ja schon so, ohne dass ich Gast im Hospiz bin. Die Bezeichnung finde ich auch ziemlich daneben, klingt wie Hotelgast. Ich bin Gast da, einmal die Woche für 3 Stunden am Nachmittag. Erstmal auf Probe 3 Wochen – und ich glaube, dass ich bleibe. Den Animateur-Zirkus mach ich nicht mit, dafür back ich nächste Woche da meinen Familien-Klassiker-Buttermilch-Kuchen. Einfach ist am besten.

Mittwoch, 26. Februar

Sie möchten gerne lachen – aber tun Sie es doch! Die Welt ist durchaus nicht zu ernst dazu. Sie ist weder ernst noch lächerlich, sondern in jedem Kopf und in jeder Sekunde anders, anders, anders. Christian Morgenstern

365 irische Segenswünsche: Die weißen Wolken am Himmel sollen deine versunkenen Träume wieder neu aufsteigen lassen, dass deine wiedererweckten Sehnsüchte dich in den Tag begleiten.

Gestern war ich zum 2. Mal im Müritz-Hospiz. Vor einer Woche war ich schon mal da zum Vorstellungsgespräch für ehrenamtliche Tätigkeit. Das hat gut gepasst, von beiden Seiten. Wir haben vereinbart, dass ich 3 Wochen lang je einen Nachmittag da bin und dann gucken wir, ob es unseren Vorstellungen entspricht. Die Hospiz-Grundausbildung hab ich ja 2011 schon in Rostock absolviert. Durch meinen Umzug nach Waren bin ich dann wieder davon abgekommen. Da hab ich mich dann für die Mitwirkung als Laien-Schauspieler bei der Müritz-Saga mehr interessiert und hab da 5 Sommer mitgespielt. Jetzt bin ich 13 Jahre älter und hab einen anderen Blick darauf.