Freitag, 14. Februar

Verstehen kann man das Leben nur rückwärts. Leben muss man es vorwärts. Søren Kierkegaard

Wenn es einen Bedarf an schlechten Nachrichten geben würde, wäre er gestern gedeckt gewesen. Hätte ich gewusst, welche Tortur Andrea gestern durchmachen musste, mit den Spritzen, die sie bekommen hat, wäre ich nach Rostock zu ihr ins Krankenhaus gefahren, statt zur Salzgrotte und ins Fischkaufhaus. Das war abartig, hat sie geschrieben.

Dana, die gestern auch nach Rostock zur Voruntersuchung für die 14. OP in die Uni-Klinik fahren wollte, liegt mit Bronchitis und Lungenentzündung und fürchterlichen Schmerzen im Bett.

Meine Hüfte hat sich wohl aus Solidarität gleich dazugeschaltet. Es reicht, es reicht, es reicht.

Tagesmotto der Mondkraft heute: Gehen wir mit einem offenen Herzen durch den Valentinstag!

Mittwoch, 12. Februar

So ist das Leben und so muss man es nehmen, tapfer, unverzagt und lächelnd – trotz alledem. Rosa Luxemburg

Ich hab heute anderthalb Stunden mit Andrea telefoniert. Sie hat mir gestern geschrieben – ich bin nach 44 Jahren ins Südstadtkrankenhaus zurückgekehrt. Mein Krümel, da ist sie geboren in Rostock. Jetzt Schmerztherapie wegen Bandscheibenvorfall. Was das für Schmerzen sind, weiß ich auch noch. Bei mir war das damals auch so akut schlimm, als ich in ihrem Alter war. Jetzt wird nochmal ein MRT gemacht und sie sagt, sie äußern auch Bedenken gegenüber einer OP. Zum Glück! Sie kann jetzt nach einer Woche wieder schlafen – weil nichts angeschlagen hat – was schon mal eine Erlösung ist.

Dienstag, 11. Februar

Das Universum ist Veränderung; unser Leben ist, was wir daraus machen. Marc Aurel

365 irische Segenswünsche: Mögest du Ruhe finden, wenn der Tag sich neigt und deine Gedanken noch einmal die Orte aufsuchen, an denen du heute Gutes erfahren hast.

Überall, wo ich hinkomme, wird mir mit Freundlichkeit begegnet, wenn ich sie auch ausstrahle. Beim Gespräch mit der Verkäuferin vom Fischstand auf dem Markt, gestern bei der Sparkasse … Da hat sich der Filialleiter die Zeit genommen, weil beim Kontenwechsel ein Abbuchungsverfahren nicht geklappt hat und die Summe von der alten Bank zurückgewiesen wurde – wofür sie 1,51 € Rückläuferkosten von mir haben wollten. Er hat die Geduld für den Telefon-Navigator aufgebracht, die ich nicht hatte, und nach einer halben Stunde, zum großen Teil in der Warteschleife, war das erledigt.

Das war die DBV, wo ich gezwungenermaßen zu 30 % privat krankenversichert bin. Von der Sparkasse wurde allen Abbuchern schriftlich die neue Bankverbindung mitgeteilt. Wenn einer den Kontowechsel nicht checkt – dann die!, hab ich gedacht. Damit hat die Prophezeiung sich selbst erfüllt.

Auch für dich, DBV, einen irischen Segen: Mögest du Hände haben, die nicht lange zögern zu helfen und gut zu sein.

Montag, 10. Februar

Verbringe nicht die Zeit mit der Suche nach einem Hindernis, vielleicht ist keines da. Franz Kafka

Als wir gestern mit Birgit von der Rulum-Runde vom Hafen zum Markt zurückgegangen sind, wurde sie noch angesprochen in ihrem Waldschrat-Aufzug. Ich bin schon weitergegangen, weil ich ziemlich durchgefroren war, da lag beim Ratskeller wieder ein Glückskeks-Spruch vor mir auf dem Gehweg: Glück ist Ordnung in der Seele.

Einen hatte ich schon zum Jahresanfang an der Bushaltestelle gefunden mit dem Inhalt, dass es nicht genügt, an den Fluss zu gehen, mit dem Wunsch Fische zu fangen – man muss auch ein Netz mitbringen.

Aller guten Dinge sind drei, heißt es ja. Mal sehen, ob ich noch eine dritte Botschaft vom Universum erhalte und was mir die sagen will.

Sonnabend, 8. Februar

Der Mensch kann Wunder nur erleben, wenn er bereit ist, sein Herz und seine Augen dafür zu öffnen. Aurelius Augustinus

Carmen Sternchen fährt nächsten Sonnabend noch eine Woche in Winterurlaub und so war das heute noch ein schönes Frühstückstreffen bei JUNGE mit anschließendem kleinen Waldspaziergang. Morgen will Birgit kommen und, als Waldschrat verkleidet, wieder mit mir zusammen ihr Rulum-Buch in Umlauf bringen – am Hafen und auf dem Markt …

Freitag, 7. Februar

Verpasste Gelegenheiten kommen nicht wieder, aber sie lehren uns, neue wahrzunehmen. Henriette Hanke

365 irische Segenswünsche: Mögest du in deinem Herzen dankbar bewahren die kostbaren Erinnerungen der guten Dinge in deinem Leben.

Davon gibt es viele … Am Wochenende hat Carmen Sternchen Zeit und wir wollen uns treffen. Das hat sie in der Nacht halb 2 nach Feierabend geschrieben: Guten Abend, gute Nacht, guten Morgen … Das freut mich sehr. Ich hab noch nichts geplant und wir werden was Schönes daraus machen.