Sonnabend, 25. Mai

Zündet man eine Kerze an, erhält man Licht. Vertieft man sich in Bücher, wird einem Weisheit zutil. Die Kerze erhellt die Stube, das Buch erleuchtet das Herz. Aus China

Birgit kommt zum Grünen Markt, aber ihre Frage nach einem gemeinsamen Mittagessen und ob ich Lust hätte, was schönes zu kochen, hab ich mit nein beantwortet. Weder hab ich Lust auf Kochen, noch auf Essen und schon gar nicht auf Abwasch. Muss sie sich was vom Asia-Wok holen. Andermal gerne wieder, zum Beispiel ein schönes Spargelessen. Ist ja noch Saison bis 24. Juni. Kein Appetit ist eine der Nebenwirkungen der ganzen Tabletten, da mach ich mal eine Fastenkur, die ist bestimmt ganz förderlich.

Donnerstag, 23. Mai

Klopfe an den Himmel und horche auf den Klang. Zen-Weisheit

Donnerstag ist im Achtsamkeitskalender immer der Tag für inspirierende Zitate und der heute bekommt von mir die Blog-Zulassung: Wer nicht zufrieden ist mit dem, was er hat, der wäre auch nicht zufrieden mit dem, was er haben möchte. Berthold Auerbach

Auf meiner Gesundheitsliste steht noch Gefäßchirurgie und Neurologie, um mal alles abzuchecken. Zum ersten hab ich jetzt mal hier im MEDICLIN Müritz-Klinikum angerufen für einen Termin in der Gefäß-Sprechstunde: 22.8.24, 09:00 Uhr, mit viel Wartezeit. Außer Zeit sind ein aktueller Einweisungsschein mitzubringen, Überweisung reicht nicht, und ein Medikamentenplan, falls zutreffend.

Mittwoch, 22. Mai

Eine Stunde kann entscheidend sein für den Ruhm von tausend Jahren. Aus Japan

Pfingsten war durchwachsen – von Starkregen über Sonne bis zu Gewitter war alles dabei. So wie der Sonntag am Muttertag schon ein schönes Zusammensein mit Tamina, Jonte und Michael zur Müritz-Sail hier war, war es der Pfingstsonntag im Sommerladen in Minzow mit dem lauschigen Garten mit Birgit, Tine und Anna Sophia. Montag war es mit Martina eine schöne und vertraute Nähe. Gestern Abend hab ich lange und ausführlich mit Carmen Sternchen telefoniert. Das tat mal not und gut. Um mein Auto wollte ich mich heute kümmern, das war nun aber gestern schon mit erledigt. Dafür ist Aniko von 11 – 13 Uhr hier gewesen. Sie hat heute frei bei Obi. Sie ist auch schon länger nicht mehr hier gewesen und das war mal wieder schön. Sie hat mir noch ein Olivenbäumchen mit passendem Tischchen mitgebracht, das sich jetzt bei mir auf der Terrasse wohlfühlt. Obwohl nichts anliegt und geplant ist, ergibt sich doch spontan immer wieder irgend etwas …

Dienstag, 21. Mai

Ein böses Wort ist wie ein Stein, der in einen Brunnen geworfen wird. Die Wogen mögen sich glätten, der Stein aber bleibt auf dem Grund. Konfuzius

Na, das hat mal geklappt heute! Auf dem Weg zu Aldi, wo ich Pflanztöpfe kaufen wollte, bin ich bei der Auto-Werkstatt rangefahren: Ich hab ein Problem, ich bin mit dem Fahrrad hier, weil mein Auto nicht anspringt … Zum Glück hatte er – als hätte er auf mein Erscheinen gewartet – eine neue, aufgeladene Batterie da. Die hab ich gleich samt Einbau bezahlt und in der Mittagspause kam der Kollege zu mir auf den Hof, ist ins Blumenbeet gestiegen, um an die Motorhaube zu kommen, und hat sie mir eingebaut. Das gibt ein Scheinchen extra für die Kaffeekasse.Toller Service! Das erspart mir die Mühe mit dem ADAC – anrufen, warten, Starthilfe, zur Werkstatt fahren, zurücklaufen und am nächsten Tag umgekehrt zum Abholen. Da freu ich mich.

Montag, 20. Mai

Pflegst du vertrauten Umgang mit einem guten Menschen, so wirst du unmerklich selber gut. Dōgen Zenji

Nachdem wir gestern einen sehr schönen Nachmittag zusammen im Garten und im Sommerladen in Minzow hatten, kommt heute Martina und wir freuen uns schon. Ich hol sie um halb 11 vom Bahnhof ab … In dem Laden gestern gab es tolle Mode in allen Farben und Größen aus Naturmaterialien. Ich bin mit der Intuition hingefahren – da finde ich einen schönen Sommerrock. Dann sind es noch zwei Teile mehr geworden. Der Rock war Vorsehung, hab ich beim Bezahlen gesagt, das andere ist Beigabe. Wir haben alle was schönes da gefunden und danach im wundervollen Garten unterm Pavillon das Einkaufserlebnis mit selbstgebackener Blaubeer-Quarktorte und Kaffee abgerundet. Da hat es dann zwar in Strömen gegossen, das konnte aber unsere Stimmung nicht mehr trüben. Das hat viel Spaß gemacht zu viert, vor allem auch, weil die Inhaberin mit Herz und Seele Verkäuferin und Schneiderin ist.

Pfingstsonntag, 19. Mai

Der Schlüssel zum Erfolg ist Geduld. Aus China

Gestern war ich bei Christa zum Kaffee unten. Das wollten wir bei mir auf der Terrasse, aber um 3 hat sich der Himmel zugezogen. Heute Vormittag kommt Manuel mit Nick, die sind über Pfingsten in Waren. Nachmittags bin ich mit Birgit und Tine und Anna Sophia, Birgits 16jähriger Enkelin, zu Kunst Offen, erst im Sommerladen in Minzow bei Röbel und dann fahren wir noch nach Vipperow an der Müritz in ein schönes Café. Insgesamt gibt es 125 Angebote in ganz Mecklenburg-Vorpommern, da findet jeder was, der möchte.

Manuel und Nick wollten um 10 kommen, haben aber schon um halb 10 geklingelt. Da war ich gerade angezogen und aus der Wanne. Nebenbei hat Manuel mir erzählt, dass Gregor, das ist der zweite Sohn von Maik, die Physiotherapeuten-Prüfung verrasselt hat. Zuviel Weiber im Kopp gehabt, hab ich gesagt. Das wollte ich gar nicht, das kam so aus mir raus. Ich weiß ja auch gar nicht, ob es stimmt. Was er mir sonst noch von Maik erzählt hat, ist nicht erwähnenswert und nichts neues. Das kann ich auch grad nicht gebrauchen, ich hab mit mir und meiner Hüfte zu tun. Dieses Jahr der Krankheit mach ich zum Gesundheitsjahr, hab ich zu Manuel gesagt.

Sonnabend, 18. Mai

Der kürzeste Weg zwischen zwei Menschen ist ein Lächeln. Aus China

Auf Freundlichkeit wird freundlich reagiert, ist mir aufgefallen. Beim Bäcker, in der Apotheke, in der Arztpraxis, an der Kasse, ein Lächeln wird wie im Spiegel erwidert.

Das ist auch eine Erfahrung, sich damit auseinanderzusetzen, dass man älter wird, dass man krank werden kann und dass irgendwann das Licht ausgeht. Das weiß man auch mit 20, 30, 40, 50 – nur da denkt noch keiner daran. Sie sind noch jung, hat die Ärztin gestern bei der Auswertung vom Check-up zu mir gesagt. Sie hat mich gut und ausführlich beraten, Vorschläge aus medizinischer Sicht gemacht und Empfehlungen gegeben, ohne mir was überzuholzen, und auch Patienten-Verfügung und Vorsorge-Vollmacht angesprochen. Zur Hüfte hat sie gesagt, das müsste in 4 Wochen gut sein. Das ist dann zwar keine Spontanheilung, aber eine Aussage mit Lichtblick.