Montag, 26. Februar

Nur die Gegensätze lehren einen die Welt kennen: Wer nicht ums Dunkel weiß, kann das Licht nicht erkennen. Aus Japan

WhatsApp 10:26 Uhr: Schönen guten Morgen, Christa. Ich hoffe, du hast gut geschlafen. Hab grad gefrühstückt und ansonsten gilt heute die alte Büro-Weisheit Montag ist Schontag. Liebe Grüße von Oben und einen sonnigen Vorfrühlingstag für uns. 7 Blümchen aus dem Emoji-Abteil Tiere und Pflanzen

Sonntag, 25. Februar

Wenn du den dunkelsten Wald erst einmal zur Hälfte durchquert hast, dann bist du schon dabei, auf der anderen Seite herauszukommen. Aus China

Achtsamkeitskalender – Motivierende Worte am Sonntag: Es ist, wie es ist, aber es wird, was du daraus machst.

Gestern ist der Nachbar ausgezogen – die stöhnende Wohnung. Dabei haben sie laut gelacht und viel Spaß gehabt – alles junge Männer – als wenn es eine Party wäre. Nachdem erst einer mit Namen Stehler da gewohnt hat und jetzt Fiedler, wär es schön, wenn mal ein Radler kommt, oder eine Radlerin. Also nicht jemand, der gerne Radler trinkt, sondern Freude an Radtouren hat. Wo ich gerade am See gedacht hab, es wird noch was Schönes kommen, kann ich mir das gut vorstellen.

Sonnabend, 24. Februar

Selbst das Stolpern über einen Stein ist der Anfang einer Verbindung. Aus Japan

Gestern war mir nach häuslicher Ruhe in der Vollmondphase. Birgit hatte gefragt, ob ich Lust hab, zu ihr zu kommen. Da war zum zweiten Mal mediatives Mandala-Malen. Mir war aber nicht nach Leuten und nach Malen auch nicht. Geh raus – die Sonne, die Luft und die Bewegung werden dir guttun, hab ich mir gesagt und mich am Nachmittag zu einem Spaziergang aufgerafft. Die Seen haben Hochwasser nach dem vielen Regen im Winter und den Jahren mit Niedrigwasserstand durch Trockenheit. An der Müritz und am Tiefwarensee schwappt einem das Wasser fast bis an die Füße, wenn man auf einer Bank am Ufer sitzt. Es wird noch was Schönes kommen, denk ich, wenn ich aufs Wasser gucke …

Donnerstag, 22. Februar

Der zum Glück bestimmte Mensch braucht sich nicht zu beeilen. Aus China

Gestern Abend hat Andrea unverhofft angerufen. Sie war auf dem Weg von der Arbeit nach Hause und hat gefragt, ob wir am Wochenende mal telefonieren wollen. Der Anlass war, einer Kollegin von ihr geht es nicht so gut, und als sie nachgefragt hat, hat sie gesagt, ihre Mutter liegt auf der Intensivstation und wird künstlich beatmet. Meine Kollegin ist 4 Jahre jünger als ich – die Zeit ist endlich, Mutti. Das ist ihr da wohl bewusst geworden. Da hab ich ihr auch erzählt, dass meine Freundin und Kollegin, die sie auch von früher kennt, mit 62 an Krebs gestorben ist. Als sie gehört hat, was bei Michael los ist und dass Tamina für 6 Wochen in der Psychosomatischen Klinik ist, hat sie gefragt: Warum sagt mir sowas keiner? Nun wollen wir am Wochenende mal reden. Muss es immer erst einen Auslöser dafür geben? Ich hab noch gesagt, ich hätte mich schon gemeldet, aber hier passiert nicht viel und es gibt wenig zu erzählen. Wenig Gutes, mein ich. Du kannst auch so mit mir reden, hat sie gesagt, ich hab dich lieb, Mutti.

Dienstag, 20. Februar

Sei gegenwärtig in allem, was du tust, die einzige Wirklichkeit ist jetzt. Solange du Vergangenem nachhängst oder Zukünftigem nachstellst, bist du nicht wirklich hier, am Leben. Aus dem Zen-Buddhismus

Zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang liegen jetzt 10 Stunden und 10 Minuten. Das heißt nicht 10 Stunden Sonne, sondern immer noch überwiegend Regen. Ruhe – Wärme – Geborgenheit ist mein Mantra.

Sonnabend, 17. Februar

Wer nur an Sonnentagen wandert, kommt nie ans Ziel. Aus China

Ich bin ja ein Gut-Wetter-Rausgeher, hab ich neulich zu Manuel gesagt, als wir telefoniert haben. Ich auch, hat er gesagt, als wir uns darüber ausgelassen haben, wie das dauerhaft schlechte Wetter aufs Gemüt geht.

Gestern war es sonnig mit frühlingshaften 14 Grad und wir waren fast den ganzen Tag draußen bei Birgit. Nach dem Spielplatz waren wir bei der Frau im Dorf, die für die Vermietung der Räume der Gemeinde für Feierlichkeiten zuständig ist. Da hab ich den kleineren hübschen Raum zu meinem Geburtstag gebucht. Das war keine Minute zu früh. Der 6.7. war schon vergeben, da hatte ich noch Glück mit meinem 7.7. am Sonntag. Auf welchen Namen geht das?, hat sie gefragt. Auf Stoffregen – und Herbst, hat Jonte gesagt und sich zu mir gestellt. Ja, genau, auf Stoffregen und Herbst.