Dienstag, 19. Dezember

Ruhe finden, Ankommen, an welchem Ort auch immer. Angenommen werden, so wie man ist, von anderen und von sich selbst. Nicht mehr getrieben sein von Wünschen, Vorstellungen und Zielen. Nichts mehr müssen, sondern dürfen. Schmerzen und Leid werden abgenommen. Alles ist leicht, nichts ist schwer. Das ist nach Hause kommen.

Sagt Danas Adventskalender … Als sie gestern mit Vivi von Rostock nach Hause gekommen ist, wo sie wieder einige Termine hatte, auch in der Onkologie, war ihr Weihnachtsbaum, den sie Sonntag liebevoll geschmückt hatten, umgestürzt und die ganze Pracht und Herrlichkeit lag zerscheppert auf dem Boden verteilt.

Montag, 18. Dezember

Die hohen Tannen atmen heiser im Winterschnee, und bauschiger schmiegt sich sein Glanz um alle Reiser. Die weißen Wege werden leiser, die trauten Stuben lauschiger. Da singt die Uhr, die Kinder zittern; im grünen Ofen kracht ein Scheit und stürzt in lichten Lohgewittern, – und draußen wächst im Flockenflittern der weiße Tag zu Ewigkeit. Rainer Maria Rilke

Mein Weihnachtsgeschenk sind die 4 Tage, die Jonte hier gewesen ist. Soviel Freude, soviel Liebe, soviel Glück. Da leuchtet das Herz. Auf dem Rückweg von Schwerin haben wir in Klink bei Kell’s Bauernmarkt angehalten. Einen neuen Fußabtreter für mich haben wir da nicht gefunden, doch dafür ein schönes Herbarium von Expedition Natur. Das wird unser Sommerprojekt – Blätter und Blüten sammeln.

Sonnabend, 16. Dezember

Der Dichter Ein Einsamer ist er, unscheinbar gekleidet, der von der Schönheit lebt; im Schoße der Natur lernt er von der Schöpfung; in der Stille der Nacht wacht er und wartet auf die Eingebung des Geistes. Er ist ein Sämann, der die Samen seines Herzens aussät in Gärten der Gefühle, wo sie reiche Früchte tragen. Khalil Gibran

Tag 3 Weihnachtsmarkt mit Jonte – Nachmittags treffen wir uns mit Carmen und Fritzi …

Montag, 11. Dezember

Der Abend ist mein Buch, ihm prangen die Deckel purpurn in Damast; ich löse seine goldnen Spangen mit kühlen Händen, ohne Hast. Und lese seine erste Seite, beglückt durch den vertrauten Ton – und lese leiser seine zweite, und seine dritte träum ich schon. Rainer Maria Rilke

Ich sehn mich jetzt schon nach dem Frühling, das fing sonst erst Mitte, Ende Januar an. In meinem Kirchturm-WhatsApp-Adventskalender hab ich heute kein aktuelles Tagesfoto, mal im Nebel, mal im Regen, mal im Schnee, sondern eins vom Sommer mit blühenden Blumen auf der Dachterrasse mit Blick zum Kirchturm hin. Antje hat mir gestern geschrieben: Ich freu mich jeden Tag über deinen genialen Kalender! Gestern hatte ich eins von Jonte im Dunkeln mit der Laterne auf dem Spielplatz und dem beleuchteten Kirchturm im Hintergrund ausgesucht. Er steht da wie ein kleiner Lichtträger …