Donnerstag, 6. Juli

Das Glück erkennt man nicht mit dem Kopf, sondern mit dem Herzen. Aus Norwegen

Schon 66 Tage! Die Luft ist rein. Nichtrauchende Freunde und Bekannte können Ihre Wohnung inzwischen ohne Schutzmaßnahmen betreten. Ging vorher auch, da ich nur draußen, nicht in der Wohnung, nicht im Auto, geraucht habe.

Kurz vor 7 und Jonte schläft noch, wir haben gestern auch noch lange erzählt im Bett. Wie hast du ausgesehen, als du klein warst?, hat er mich gefragt, und was hast Du mit deiner Mutter gemacht? Da hab ich ihm von unserer Kindheit auf dem Land erzählt … Heute wollen wir nun zum Wisentgehege auf dem Damerower Werder fahren, verschoben auf dieses Wochenende.

Mittwoch, 5. Juli

Langsam kommendes Glück pflegt auch am längsten zu bleiben. Saadi

Schon 65 Tage! Ihre Quoten steigen Tag für Tag, weiter so!

Seit heute Abend ist Jonte hier bis Sonntag. Michael und Tamina waren mit ihm um 17 Uhr hier, sie sind von Schwerin gekommen, wo sie sich eine Kita für ihn und mit ihm angesehen haben. Dann waren wir im arabischen Bistro am Hafen essen und nach 18 Uhr sind sie dann zurückgefahren. So sehr ich mich über Jonte freue, so sehr ärgere ich mich darüber, dass sie ihm wieder nicht die Sandalen mitgegeben haben, die ich ihm gekauft habe. Von Freitag bis Sonntag ist wieder heiß angesagt, das war es vor 2 Wochen, als er hier war, auch schon – und nur Turnschuhe mit Socken an. Wozu kauf ich ihm gute Sandalen, womit höherpreisig gemeint ist, für eine gesunde Entwicklung der Füße, wenn sie ihm die nicht anziehen. Das regt mich dermaßen auf, weil es schon zum zweiten Mal ist, dass ich gar nicht einschlafen kann. Dann hätte ich sie auch hierbehalten können und er hätte sie wenigstens hier angezogen.

Dienstag, 4. Juli

Glück liegt nicht darin, dass man tut, was man mag, sondern dass man mag, was man tut. Sir James Matthew Barrie

Das ist der Peter Pan-Autor …

Schon 64 Tage! Endlich vorbei: Die Zeiten, in denen man bei Wind und Wetter raus musste, um den dringend benötigten Stoff zu besorgen.

Das war die Ruhephase beziehungsweise ist sie es noch bis zur räumlichen Veränderung. Mir schwebt auch vor, die Wohnung zu behalten – als Ferienwohnung oder Praxis, je nachdem, was kommt. Immer rankommen lassen …

Montag, 3. Juli

Man muss das Glück unterwegs suchen, nicht am Ziel, da ist die Reise zu Ende. Deutsches Sprichwort

Schon 63 Tage! Dass man in der Anfangsphase des Entzugs zu Überreaktionen neigt, ist verständlich. Inzwischen sollte sich das gelegt haben.

Da das Wetter unbeständig und zwischendurch regnerisch und stürmisch war, waren nur wenige Besucher beim Flohmarkt und wir haben kurz nach Mittag abgebrochen. Danach haben wir aber in schöner Freundesrunde im Garten zusammengesessen, als es wieder schöner wurde. Wenn man jetzt nur die Einnahmen sehen würde, war es nicht so doll, doch insgesamt war es so doch noch ein sehr schöner Tag. Verkauft hab ich einen Grill, eine Handtasche, eine Bluse, eine Fahrradklingel und eine Laptop-Cam und bin so mit 30 Eus mehr zurück- als hingefahren – plus den Spaß dazu. Martina hatte alles sehr gut organisiert und Kuchen gebacken und einen leckeren Nudelsalat gezaubert. Dankeschön!

Heute zum Vollmond hab ich nach langer Zeit mal wieder eine Räucherung gemacht und mir gleich den Besen hingestellt, um den Rauchmelder auszudrücken. Das ist der erste Super-Vollmond in diesem Jahr, dem noch 3 weitere folgen. Das heißt, er ist besonders groß, leuchtend und wirksam. Besonders heute hatte ich das Gefühl, ich muss hier weg, ich muss hier weg, ich muss hier weg – nach 2 Monaten unerklärlicher Übelkeit. Beim Räuchern hab ich um Klarheit gebeten und die Antwort kam umgehend. Schluss – ich zieh nochmal um. Nicht morgen und nicht übermorgen – das kann noch 2 Jahre dauern – doch mit beruhigender Gewissheit. Im Oktober bin ich 12 Jahre hier. Das war hier meine Ruhephase zwischen dem, was war, und dem, was kommt.

Sonntag, 2. Juli

Denn dem Glück geliebt zu werden, gleicht kein ander Glück auf Erden. Johann Gottfried von Herder

Schon 62 Tage! Mit dem jetzigen Abstand wird schon erkennbar, welche Marionette der eigenen Sucht man war. Ja, und was Sucht bedeutet beziehungsweise Entzug erfährt Christa unter mir grade am eigenen Leib. Zwar nicht mit Nikotin, obwohl sie früher stark geraucht hat, sondern schlimmer noch – ihre Morphiumdosis, die während ihres doppelten Beckenbruchs ziemlich hoch gegeben wurde, wird jetzt reduziert. Sie hat mir grad auf WhatsApp gesprochen, hat aber immer noch eine gehörige Portion Humor dabei. Ich hab gesagt, Mensch Christa, dass du auf deine alten Tage noch’n Entzug durchmachen musst!

So, und nun geht’s gleich los nach Rostock zum Hof-Flohmarkt bei Martina und Manuel im Garten. Ich hab gestern noch mit Fritzi Koch von Guti-Gutshaus geschrieben und vom 21. – 23. August 2 Übernachtungen für Jonte und mich bei ihm auf dem airbnb-Bauernhof gebucht, bevor sie nach Schwerin ziehen im September. Die Einnahmen heute sind dann für einen guten Zweck!

Heute ist Sonnabend, der 1. Juli

Schöner als der vollste Besitz ist die Erwartung des Glücks. Emanuel Geibel

Schon 61 Tage! Jetzt sollte man langsam Überlegungen anstellen, womit man Silvester eigentlich die Raketen zünden will.

Das Buch haben wir gestern fertiggeschrieben. Ich hab dabei als schamanische Beraterin mitgewirkt und das Happy End noch mit einer prächtigen Wiedersehensfeier im Wald ausgeschmückt. Das war mir vorher zu farblos und nüchtern – Das ist alles? – und Birgit hat es aufgenommen. Aus sie feierten 3 Tage lang wurde so sie feierten 3 Tage und Nächte lang mit Beschreibung eines rauschenden Festes aus meiner emotionalen Farbpalette.

Gestern noch ein ausgelassenes Fest im Wald, wo ich Birgit schon angeregt habe, den Wildschweinschinken gegen Wachtel-Eier-Salat auszutauschen – warum soll das Wildschwein als Schinken mitfeiern! – da schickt mir die Mutter meiner ehemaligen Nachbarin Christine heute Bilder von einem mongolischen Buffet mit dem Zusatz Fröschlein verspeist. Oh Gott, da triffste mich ja grade richtig, Kerstin, mit Fröschlein verspeist – lieber nicht solche Bilder zu mir und Minchen muss es auch komisch sein dabei. Ihre Tochter Yasemin ist Vegetarierin.

Ich bin auf Visionssuche – den Namen für meine schamanische Begleitung. Ich lass mir alles durch den Kopf klickern, was reinfällt – Spiritreise, Spritpreise … Wenn da mal nicht ARAL seine neurochemischen Finger im Spiel hat seit dem Pfingsttreffen in Teterow.

Freitag, 30. Juni

Mit dem Glück verhält es sich wie mit den Uhren: Die einfachen gehen am besten. Nicolas Chamfort

Gestern war auch schon ein Glückstag. Nachmittags hab ich mit Andrea telefoniert und ihr gesagt, dass ich am nächsten Sonntag Jonte zurückbringe und dann meinen Geburtstag feiern möchte und dass es schön wäre, wenn wir uns treffen können in … Klein Kussewitz?, ist sie mir zuvorgekommen. Ich wollte eigentlich sagen in Reutershagen bei Michael und Tamina. Ja, bei euch, das wär auch schön. Abends hab ich Michael und Tamina gefragt und sie haben auch gleich zugesagt und sich sehr gefreut. Sie haben sich auch schon lange nicht gesehen. Nun sind wir Sonntag, am 9. Juli, bei Andrea und Paul auf dem Dorf und feiern da.

Schon 60 Tage! Na super! Gerade jetzt, da etwas gegen brennende Augen durch Zigarettenqualm erfunden wurde, hören Sie mit dem Rauchen auf. Na, 2 Monate ist schon eine Zeit – da hab ich schon ein gutes Stück geschafft.

Und noch was schönes zu Glück: Nachher kommt Birgit – sie hat vor einiger Zeit angefangen, Waldbilder zu malen zu jedem Monat und dann einen Text dazu geschrieben. Daraus ist die Idee, Inspiration, entstanden, das als Buch herauszugeben. Wie der Waldschrat Rulum seine Freu(n)de wiederfand. Als ich Dienstag bei ihr auf dem Dorf war, haben wir die erste Hälfte Korrektur gelesen, heute kommt die zweite ran. Also wir machen das Lektorat. Ein Satz lautete: Verdammt, wieder sind meine Freunde nicht Zuhause … Verflixt! Keine Verdammnis im Kinderbuch, hab ich mein Veto eingelegt.

Donnerstag, 29. Juni

Ich kann auch gleich mit Glück anfangen:

Ein Glück, dass es Dich gibt.

Schon 59 Tage! Wenn Sie in der Hypnose Hilfe suchen wollen, achten Sie unbedingt auf Professionalität. Ja, unsere leitende Schamanin bietet auch Hypnose zur Entwöhnung an, aber das schaff ich ja wohl auch alleine.

Nachdem ich gestern den halben Tag verschlafen hab – ich hör von allen Seiten müde, müde, müde – hab ich weiter Sachen für den Hof-Flohmarkt am Sonntag bei Martina im Garten zusammengesucht. Ein Blutdruckmessgerät in Apotheken-Qualität, kaum benutzt, ein Tom-Tom-Navi, eine Keramik-Armbanduhr, Sachen, Bücher und, und und … Manuel und Nick machen auch mit, Sandra und Susanne, Peter und noch andere. Das wird bestimmt ein Spaß!

Mittwoch, 28. Juni

Du glaubst nicht, wie schön es hier im Walde ist … Betty Paoli

Ja, und damit geht mein Kalender Uralte Weisheiten der Bäume seinem letzten Blatt entgegen. Da alles Erneuerung ist, schenke ich ihn meiner Cousine Angelika zum Geburtstag am 4. Juli und der Reigen der Baumweisheiten geht weiter … Sie hat für mich einen magischen Wolfs-Traumfänger gestaltet und sich dafür mit mir verbunden, hat sie gesagt. Zwei Kreise mit Wölfen darin, das dritte Bild fehlt noch, doch da kam ihr die Erleuchtung. Noch nicht verraten, Angelika – das wird dann noch eine Überraschung – auch zu meinem Geburtstag, 3 Tage später.

Im Walde ist es schön und kühl – und auf dem Dorf bei Birgit auch. Entweder sind wir an ihrem Wohnwagen Pilgrim oder bei Hendrik, der ihr sein schönes Holzhaus in Teilzeit überlassen hat, wenn er arbeitet und sie sich um die Hunde Tula und Merle kümmert und um die 3 Laufenten. Ich war gestern auch den ganzen Tag da – wundervoll entspannend war das, auch für die Augen mit dem Grün der Bäume, die dörfliche Ruhe überhaupt. Birgit hatte gestern die Idee, dass der Traumfänger auf meine Visitenkarte für die Schamanische Begleitung kommt. Ja, da war ich gleich begeistert – nur der Name fehlt noch und so denk ich, es hat noch Zeit damit … zur richtigen Zeit wird er schon kommen.

Schon 58 Tage! Der Entzug fällt um ein Vielfaches leichter, bewegt man sich in einem Umfeld, das ungezügeltes Rauchen eh nicht zulässt. Genau, hab ich ja.

Für morgen und übermorgen gibt es einen Überbrückungsspruch und weil der Juli für Angelika und mich Geburtstagsmonat ist – gibt es den ganzen Monat Glückssprüche!