Sonnabend, 9. September

Gesundheit bekommt man nicht im Handel, sondern durch den Lebenswandel. Sebastian Kneipp

90 Grad an drei Tagen … Trotzdem bin ich vormittags erst Schwimmen gefahren – die Müritz hat noch 21,1 Grad – und dann mit dem Fahrrad weiter zum Landschaftspflegehof Müritzhof im Nationalpark, wo es auch einen Ausschank mit hausgemachten Speisen und Getränken gibt. Beim frischen Pfifferlingsrahm auf Nudeln mit Parmesan hätte das Nudelwasser etwas mehr Salz vertragen können – oder überhaupt Salz. Ich bin die 20 Kilometer, zusammen hin und zurück, durch den Wald gefahren, schattig und etwas kühler als um die andere Seite des Warnker Sees. Da kommt man nur mit dem Fahrrad oder zu Fuß hin.

Ich hab das mit einem kleinen Pils, 0,33 l, vom Faß nachgewürzt.

Donnerstag, 7. September

Gesundheit ist die Summe aller Krankheiten, die man nicht hat. Gerhard Uhlenbruck

Gestern Nachmittag war Birgit hier. Ich hab mich nur drinnen aufgehalten oder mal auf der Terrasse im schattigen Teil und hab gelesen. Shalimar – einen Roman über Indien, wo noch ganz andere Temperaturen herrschen als hier. Heute wollte ich zu Dana fahren, das verschieb ich auch auf nächste Woche. Ab Mittwoch wird es kühler mit 23 Grad statt 30. Lars, der jetzt Urlaub hat, hat sich auch nur kurz draußen sehen lassen und war dann wieder verschwunden, nach einer Bemerkung, dass es ihm auch zu heiß ist.

Dienstag, 5. September

Das Gegenteil von Krankheit ist nicht Gesundheit, sondern Unsterblichkeit. Peter Kleimeier

Mal sehen, was heute das Anliegen des Tages ist … zum Meldeamt fahren, weil mein Ausweis abgelaufen ist, bzw. heute abläuft. 29 Grad reicht noch gar nicht, Freitag sind sogar 30 angekündigt. Im September kann es auch noch warm werden, hab ich neulich zu Martina gesagt, aber nicht mehr so heiß wie im August. Denkste!

Montag, 4. September

Deine Nahrungsmittel seien deine Heilmittel. Hippokrates

September ist Pilz-Zeit. 28 Grad, sogar 29, und Sonne die ganze Woche sind gut, damit meine grünen Tomaten auf der Terrasse noch reif werden. Damit die Pilze sprießen, wär Regen nötig … Eine Radtour zur Pension Fledermaus mit schöner Gastronomie ist heute nicht zustande gekommen, weil ich vorher im Internet nach den Öffnungszeiten geguckt habe und keine gefunden habe. Ein Anruf hat die Auskunft ergeben, dass die Pächterin das nur eine Saison gemacht hat – die vorige – und nicht verlängert hat. Es ist jetzt nur noch Pension. Schade, das war ein schönes Fleckchen, um da einzukehren. Dafür bin ich um den Tiefwarensee gefahren, das ist aber kein tagesfüllendes Programm. Selbst wenn man sich Zeit lässt, ist man da schnell rum.

Sonntag, 3. September

Der Mensch hat die Pflicht, gesund zu sein. Nur so kann er den anderen helfen und wird ihnen nicht zur Last fallen. Tomáš Garrigue Masaryk

Gestern hatte mich Dana mit ihrer Tochter Vivi eingeladen und wir hatten einen schönen Abend am Hafen in Venezia zusammen. Um 22 Uhr 30 haben wir uns verabschiedet, mit dem Mond neben dem Kirchturm. Solche Momente sind Balsam und stärken die Lebenskraft, besonders für sie! Die Bedrohung für ihre Gesundheit war nicht anwesend gestern – wir haben das Leben gefeiert.

Heute wollte ich zu Birgit fahren, da verlegt aber ein Bekannter ihren Fußbodenbelag. Das ist nicht das richtige Sonntags-Ambiente, hab ich gedacht, und mich meinen Pflanzen auf der Terrasse gewidmet und die Geburtstagskarte für Michael am 12. September geschrieben: Die magische Zahl ist in 3 Luftballons versteckt …

Sonnabend, 2. September

Reich ist, wer keine Schulden hat, glücklich, wer ohne Krankheit lebt. Sprichwort

Der September fängt mit Veränderungen an. Birgit zieht in ihre neue Wohnung ein und Tamina, Michael und Jonte sind auch an ihrem neuen Wohnort in Schwerin, der Landeshauptstadt, angekommen und damit sind sie zurück in Taminas Heimatstadt, wo ihre ganze Familie lebt. Martina fährt paar Tage nach Usedom, von Sonntag bis Freitag, auch ein Ortswechsel. Bei mir scheint alles gleich zu bleiben – zwischen Markt und Kirchturm, Müritz und Tiefwarensee. Von zwei Seiten Kirchen, von zwei Seiten Wasser … Meine Familie rückt weiter weg, worauf ich mich erst einstellen und neu ausrichten muss. Auch auf die Auflösung von Birgits TAO-Schule hier, die sie Auszeit nennt, was aber einem Ruhestand gleichkommt. Das war immer ein Anlaufpunkt, wo man Leute treffen und reden konnte, Geselligkeit.