Donnerstag, 24. Juli

Wer sich um das Morgen am wenigsten kümmert, geht ihm mit der größten Lust entgegen. Epikur

Donnerstag heißt wieder Salzgrotte und Essen im Fischkaufhaus – die Manufaktur der Müritz-Fischer. Das ist jetzt schon zu einer schönen, beständigen Einrichtung geworden für Nicole, Annett, Bruni, Christa und mich. Morgen geht es dann früh los mit der Bus-Tagestour in den Spreewald – 6:30 Uhr Abfahrt …

Eigentlich wollte ich heute um 17 Uhr zum Vortrag im Museum im Rathaus gehen: Vom Rittergut zum Gutshof. Das hatte ich in Wir sind Müritzer gelesen. Gut, dass ich nochmal online geguckt hab – der war schon vorigen Mittwoch. Da war ich mit Birgit unterwegs zum Arzt und Krankenhaus, das wär sowieso nicht gegangen. Irgendwie hatte ich ihn heute auf dem Schirm.

Mittwoch, 23. Juli

Wer ständig glücklich sein möchte, muss sich oft verändern. Konfuzius

Heute hab ich erst für Birgit eingekauft und bin dann wieder zu ihr gefahren und hab Essen gekocht und das Nötigste gemacht. Ihre Nachbarin Karin hilft ihr ja auch. Ganz langsam wird es besser, Gott sei Dank! Jetzt läuft die Waschmaschine bei mir, denn Nehlo, das schwarze Katertier, hat auf meinem Rucksack gepisst oder wollte es, Birgit konnte seine Entleerung noch verhindern. Trotzdem hab ich den Geruch von Katzenpisse in der Nase, paar Tropfen waren das bestimmt – gleich ab in die Waschmaschine damit.

Montag, 21. Juli

Ein fester Vorsatz ist das wichtigste Instrument für Erfolg. Lord Chesterfield

Heute Nachmittag war wieder der monatliche Energiekreis. Das konnte ich auch gut gebrauchen nach dem Wochenende. Ich war Sonnabend und Sonntag bei Birgit und hab sie versorgt, mit Essen, mit Hilfe, mit Beistand und Trost. So schlimm wie jetzt war es noch nie. Sie kann alleine gar nicht laufen, nur mit Krücken und auch das nur grad so. Sie schläft ganz viel und hat überhaupt keine Kraft. Ich glaub in der Nacht von Sonnabend zu Sonntag – das war die crisis. Möge es jetzt aufwärts gehen, wenn auch langsam, Hauptsache überhaupt.

Donnerstag, 17. Juli

Wer morgens dreimal schmunzelt, mittags nicht die Stirne runzelt, abends lacht, dass alles schallt, wird 120 Jahre alt. Deutsches Sprichwort

Das ist der von gestern. Da war ich den ganzen Tag mit Birgit unterwegs. Sie hat sich jetzt doch entschieden, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Kannst du das bitte organisieren? Da hab ich das letzte Mal Sport vor der Sommerpause ausfallen lassen, hab früh um 8 gleich bei meinem Doktor angerufen – sie hat ja keinen – und zum Glück konnten wir gleich kommen. Gleich heißt, dass ich nach Bocksee gefahren bin, ihr beim Anziehen geholfen habe, die Katzen mit Futter versorgt habe und sie dann irgendwie ins Auto gehievt habe – Sitz ganz nach hinten und trotzdem war es schwierig, weil sie ihr Knie nicht beugen konnte. Dann ab zum Doktor – alles in Zeitlupe, rein und raus aus dem Auto – danach weiter zum Krankenhaus, wo Röntgenaufnahmen und ein Blutbild gemacht wurden. Da hab ich sie im Krankenhausrollstuhl zu den Untersuchungen gefahren. Dann wieder zurück zum Auto und nach Bocksee. Abends um 5 war ich wieder zuhause und so k.o., dass ich erstmal 3 Stunden gebraucht habe, bis ich wieder einigermaßen klar war.

Drei Dinge helfen, die Mühseligkeiten des Lebens zu tragen: die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen. Immanuel Kant

Das ist der von heute. Das brauch ich jetzt alles 3 Tage lang …

Dienstag, 15. Juli

Ein angenehmes Laster ist einer langweiligen Tugend bei Weitem vorzuziehen. Molière

Birgit hat mir ihren Einkaufszettel durchgegeben und ich bring ihr die Sachen per Lieferdienst von mir, da sie wieder nicht laufen kann. Vorher geh ich im Busreisebüro die Fahrt zur Insel Mön am 29.8. bezahlen, von 12 – 12:30 Uhr ist wieder Orgel-Klangbaden in der Georgenkirche, danach ist die Waschmaschine durch, Aufhängen, dann den Einkauf und zu Birgit nach Bocksee. Das Programm reicht mir für heute auch.

Montag, 14. Juli

Freude ist das Leben durch einen Sonnenstrahl hindurch gesehen. Carmen Sylva

Das war gestern – da war ich mit Birgit zu einer tollen, fantastischen, faszinierenden Aufführung vom Moortheater Malchin zum 10. Jubiläum: Der blinde Passagier – das war multidimensional, insgesamt über 3 Stunden mit einer Schiffsfahrt durch das Moor zum Moorbauern, wo es früher auch ein gastronomisches Angebot gab. Jetzt finden dort einmal im Jahr an zwei Tagen jeweils zwei Aufführungen des Moortheaters statt. Das hat alle Sinne berührt, ich bin immer noch ganz begeistert … http://www.moortheater.de

Wenn Tag und Nacht so sind, dass du sie mit Freuden begrüßt, und das Leben einen Duft ausströmt wie Blumen und wohlriechende Kräuter – das ist dein Erfolg. Henry David Thoreau

Der wundervolle Tag gestern, das passt ja auch vollkommen dazu!