Achte auf deine Gedanken! Sie sind der Anfang deiner Taten. Aus China
Montag, 1. April
Ruhe und Glück umfangen den, der auf eine gute Tat zurückblickt. Aus Japan
Gestern hatten wir zu dritt einen schönen Ostersonntag-Schwestern-Nachmittag bei mir. Wenn ich hätte laufen – und Auto fahren – können, hätten wir uns bei Birgit getroffen. Aber wenigstens konnten wir auf der Terrasse die Frühlingssonne genießen.
Ulla hat gemeint, ich sollte mal meine Hüfte untersuchen lassen – vielleicht brauchst du eine neue? Ich hab ihr geschrieben, das ist schon in Arbeit mit dem Termin zum Röntgen. Was ich nicht geschrieben habe: Wenn es neue Hüften geben würde, würde ich das vielleicht machen – es gibt aber nur künstliche, das ist ein Unterschied. Ulla kann mit ihrem neuen Knie zum Beispiel nicht mehr Radfahren. Ich weiß noch, sie hatte damit richtig zu tun und egal wie aggressiv sie mit Physiotherapie dagegen an gegangen ist, war es eine lange und schmerzhafte Prozedur mit unbefriedigendem Ergebnis. Außerdem hab ich eine andere Einstellung zu Krankheit und Gesundheit als sie, die aus einer Ärztefamilie kommt, mit einem Vater, der Professor war. Ich bin der Auffassung, der Mensch ist keine Maschine, bei der ein defektes Teil einfach durch ein Ersatzteil ausgewechselt werden kann. Und der Organismus ist so konzipiert – das sollte, dürfte, müsste alles schon für eine Inkarnation halten. Na müsste nicht, müssen muss gar nix …
Für unser Schamanentreffen Anfang Mai haben wir jetzt die Unterkunft bei Schwerin storniert, weil das bei mir noch gar nicht absehbar ist, ob ich bis dahin wieder gängig bin. Vom 26. bis 30. April haben wir mit Martina ja ein Hotel mit 4 x Ü/HP in Dresden gebucht und auch schon die Fahrkarte. Ich hoffe, das wird was bis dahin!
Sonntag, 31. März
Schöne Tage – nicht weinen, dass sie vergangen, sondern lächeln, dass sie gewesen. Rabindranath Tagore
Ich hab die Gedanken nicht beisammen. Gestern war ich auf dem Grünen Markt, dann hab ich es bis zu Anika geschafft und mir ein paar Schuhe gekauft, in denen ich laufen kann, so gut es geht und bin dann mit meinen Einkäufen zu Edeka gegangen. Als ich den Wagen in die Reihe zurückgeschoben hab, hab ich grad noch gemerkt, dass da noch meine Schuhtüte dranhing. Als ich zuhause ausgepackt hab, hatte ich die Eier und den Eierlikör vom Markt und hab dann gedacht – wo ist meine Mettwurst? Die hatte ich am Stand vergessen. Dann hab ich Monika aus Deven angerufen, von der ich mir die Nummer aus dem Telefonbuch rausgesucht hab. Du hast deine Wurst vergessen, hat sie gesagt, die bring ich dir in 14 Tagen mit.
Gestern hatte ich mit Lars den ersten schönen Sonnennachmittag auf der Terrasse. Er hat frei und geht erst Montag in die Frühschicht. Heute kommen Birgit und Tine …
Sonnabend, 30. März
Wolken ziehen auf, von Zeit zu Zeit – sie bringen die Chance, ein wenig auszuruhen von der Betrachtung des Mondes. Matsuo Bashō
Das ist grad bei mir so … Ich seh hier oben so viel in den Himmel, die Schmerzen bringen mich wieder auf die Erde.
Freitag, 29. März
Eine Freude vertreibt hundert Sorgen. Aus Japan
Wenn man mit Ärzten erstmal anfängt, ist man beschäftigt. Ich mach jetzt gleich einen Rundum-Check-up. Wenn Schmerzen auftreten, geht dem schon lange was voraus. Auf der körperlichen Ebene zeigt sich dann, was seelisch nicht im Gleichgewicht ist. Das bezieh ich mit ein, nicht nur die Symptome beseitigen, sondern an die Ursachen gehen.
Frisör ist auch Psychotherapie. Gestern war ich beim Müritzer Haarwerk, mit dem hier zwei Frauen aus dem Nachbarsalon, der wegen Geschäftsaufgabe geschlossen hat, den Schritt in die Selbständigkeit gegangen sind. Das ist ein schönes Ambiente da im gut besuchten Salon und beim Haareschneiden haben wir auch darüber gesprochen, über die Herausforderungen, Pläne und auch Zweifel und Hindernisse dabei. Mich hat sie gefragt, ob ich noch einen Mann habe oder alleine lebe. Da haben sie hier keine Hemmschwelle, der Marktplatz ist ein offenes Forum. Mein eine Handbreit kann ab hat sie sehr großzügig ausgelegt und die Haare gleich auf die Hälfte gekürzt. Cut – das find ich jetzt auch gut und denk, das zieht bestimmt noch andere Veränderungen nach sich … Ich kann gerne immer mal auf einen Kaffee reinkommen, hat sie noch gesagt.
Donnerstag, 28. März
Umwege erhöhen die Ortskenntnis. Aus Vietnam
Um 8 war ich gestern in der Praxis zur Akut-Sprechstunde – um dreiviertel 9 wieder draußen. Mit Rezept für Schmerztabletten, Verordnung für Manuelle Therapie, Überweisungsschein für Röntgen und zum Internisten. Und dann wieder einen Termin bei ihm – dann sehen wir weiter. Er meint, es ist die Hüfte.
Damit ist Ostern geklärt – ich fahr nirgendwo hin und es kommt keiner her. Gut, dass alles nur um die Ecke ist hier. Die paar Schritte bis zum Frisör heute und zu Edeka gingen grad noch so …
Mittwoch, 27. März
Ein Ziel ist nicht immer zum Erreichen da, oft dient es nur zum richtigen Zielen. Aus China
Carmen schickt mir tolle Bilder aus der Sonne – nach Vietnam und Kambodscha ist sie jetzt bei der dritten Etappe ihrer Reise – Thailand. Ich freu mich und bin durch ihre Fotos auch mit dabei und teile ihre Eindrücke.
Mein Thailand-Besuch ist der bei Tam zur Massage. Da hol ich mir für nächste Woche einen Termin zur Ganzkörperbehandlung und dann den April über jede Woche einen für kleinere Teilmassagen wie Fußreflexzonen, Kopf und Gesicht, Rücken und Nacken. Dann hoff ich, ist alles wieder im Fluss und es reicht eine monatliche Behandlung. Das mach ich als Ergänzung zu dem, was sich heute beim Doktor ergibt.
Dienstag, 26. März
Nichts auf der Welt ist so weich und nachgiebig wie das Wasser. Und doch bezwingt es das Harte und Starke. Laotse
Jetzt hab ich mich schmerzbedingt doch zu einem Arztbesuch entschlossen – kein Termin vor Ostern, nur Akutsprechstunde. Überhaupt werden keine „Besucher empfangen“, auch keine neuen Patienten angenommen. Nach 2 Arztpraxen war ich erfolglos wieder zurück. Nach einem Anruf in der Praxis von Dr. med. univ. Fettweis, der ist neu in Waren, fahr ich da morgen hin. Akutsprechstunde für orthopädische Beschwerden ist täglich von 8 – 9 Uhr. Er ist Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin, Manuelle Medizin, Osteopathie, Sozialmedizin, ebenso für Ästhetik-Behandlungen – Botox, Hyaluron. Breites Feld also …
„medicinae universae“ (lateinisch Dr. med. univ.), also als „Doktor der gesamten Heilkunde„. Dies ist geschichtlich auf eine kaiserliche Entschließung zurückzuführen, nach welcher das praxisnahe chirurgische und das theoretische medizinische Studium zu einem vereint wurden.“ Ich wusste mit Dr. med. univ. nichts anzufangen und hab mal bei Google geguckt. Da ich über Jahre keinen Hausarzt hatte und nicht brauchte, hoffe ich da auf gute Behandlung. Die Allgemeinmediziner machen nur das Allgemeine, mit allgemeinen Methoden. Bei einer hätte ich einen Termin haben können, da war ich vor Jahren schon mal. Das käme nur im äußersten Notfall in Frage.
Montag, 25. März
Gutes ist am besten gleich getan. Aus Japan
Mit dem Frühlingsanfang hat mein Körper sich für Frühjahrsputz entschieden. Nicht nur das Laufen ist beschwerlich, jede Bewegung, dazu schwitzen, schlecht und schwindlig. Alles tut weh – alle paar Jahre wiederholt sich das, da ist Läuterung – Reinigung und Klärung … Schlafen, Schwitzen, Wassertrinken.
Sonntag, 24. März
Große Weisheit hat keine äußere Form. Wertvolle Dinge können nicht rasch vollendet werden. Edle Töne erklingen nur selten. Lü Bu We
Gestern Nachmittag war ich mit Anne und Willi in Klink, erst im Bauernmarkt-Café und dann wollten wir einen kleinen Spaziergang anschließen, der war aber wirklich sehr kurz bei Aprilwetter, eisiger Kälte, Wind und Regenschauern – nur das Stück bis zur Müritz und zurück. Das hat aber auch gereicht, weil ich kaum laufen konnte. Wenn es nicht besser wird, muss ich mir was einfallen lassen und überlegen, zu welchem Arzt ich gehe. Das ist doch merkwürdig, da hab ich mich auf Annes Inserat für aktive Freizeitgestaltung gemeldet und dann kann ich mich nicht bewegen. Ich hab schon gedacht, ob es daran liegt, dass ihr Mann am Rollator geht und sich das auf mich überträgt.