Sonntag, 24. März

Große Weisheit hat keine äußere Form. Wertvolle Dinge können nicht rasch vollendet werden. Edle Töne erklingen nur selten. Lü Bu We

Gestern Nachmittag war ich mit Anne und Willi in Klink, erst im Bauernmarkt-Café und dann wollten wir einen kleinen Spaziergang anschließen, der war aber wirklich sehr kurz bei Aprilwetter, eisiger Kälte, Wind und Regenschauern – nur das Stück bis zur Müritz und zurück. Das hat aber auch gereicht, weil ich kaum laufen konnte. Wenn es nicht besser wird, muss ich mir was einfallen lassen und überlegen, zu welchem Arzt ich gehe. Das ist doch merkwürdig, da hab ich mich auf Annes Inserat für aktive Freizeitgestaltung gemeldet und dann kann ich mich nicht bewegen. Ich hab schon gedacht, ob es daran liegt, dass ihr Mann am Rollator geht und sich das auf mich überträgt.

Freitag, 22. März

Schönheit vergeht, aber gute Taten bleiben bestehen. Aus Thailand

Ja, und gestern hab ich mir gleich die Fahrkarte geholt am Schalter im Bahnhof, der nennt sich Bahnhofs-Kontor. In Waren kauft man nicht einfach was und geht wieder – es gibt immer, meistens jedenfalls, ein gutes Gespräch dazu, so wie gestern, da hat mir die freundliche Frau gleich alles Mögliche über Dresden erzählt. Nach einer Viertelstunde bin ich mit der ausgedruckten Fahrkarte und nützlichen Informationen dazu am Tiefwarensee entlang wieder nach Hause spaziert.

Heute will ich mich mal bei Anne melden, ob wir uns am Wochenende treffen und was unternehmen wollen …

Donnerstag, 21. März

Nicht außerhalb nur in sich selbst soll man den Frieden suchen. Wer die innere Stille gefunden hat, der greift nach nichts und er verwirft auch nichts. Siddharta Gautama Buddha

Das war belebend gestern mit Martina. Wir haben schön erzählt, ausgiebig gefrühstückt, unsere Weihnachtstüten ausgetauscht und uns jetzt eine Zugverbindung nach Dresden für 5 Tage Ende April rausgesucht …

Montag, 18. März

Sei dir deiner Kräfte, Bedürfnisse und Möglichkeiten bewusst, dann wirst du auf dem Weg den du beschreitest, immer einen Gefährten haben. Aus Tibet

Das war ein schöner Nachmittag gestern mit Birgit, Michael und Jonte, aber doch ein kurzer Besuch. Jonte wollte unbedingt wieder mit nach Hause fahren, es war nichts zu machen. Geplant war, dass er bis morgen hier bleibt und ich ihn dann zurückbringe. Man merkt bei ihm, dass die Mama fehlt, jetzt klammert er sich an Papa und ist am liebsten Zuhause. Zu der anderen Oma in Schwerin will er zur Zeit auch nicht, hat Michael gesagt. Mir tat besonders Michael leid, das wären 2 Tage Entlastung für ihn gewesen, denn es bleibt jetzt ja alles an ihm hängen – Home Office und 2 mal in der Woche nach Rostock zur Arbeit fahren, Haushalt, Kinderbetreuung und dann noch die Gedanken um Tamina. Es ist grad nicht so einfach alles und für Jonte natürlich erst recht nicht. Für mich war es nur schade, ich hatte mich natürlich auch darauf gefreut. Da ich aber momentan beweglich schmerzhaft eingeschränkt bin mit Knie und Hüfte von der langen nassen Kälte über Winter, war es vielleicht ganz gut so.

Sonntag, 17. März

Wer einen guten Freund hat, braucht keinen Spiegel. Aus Indien

Nach unserem Wald-Parcours gestern hab ich mich mit Anne und ihrem Mann getroffen. Das heißt, erst mit Anne hier auf dem ersten Grünen Markt des Jahres und dann sind wir ins Altstadt-Center gegangen, wo sie ihren Mann mit Cappuccino beim Imbiss von Fleischer Rauf „geparkt“ hatte. Er kann nicht so gut laufen, nur mit Rollator, und im Regen hatte er keine Lust mit zum Markt zu kommen. Bei Rauf haben wir dann eine hausgemachte Soljanka gegessen, noch einen Kaffee getrunken und erzählt. Wir nähern uns an – ihr Mann ist auch sympathisch, ein feiner Mensch.

Heute kommt Michael und bringt Jonte. Wir wollen dann mit Birgit zusammen zum Campingplatz nach Klockow fahren und in der Gaststätte da das Catering zu meinem Geburtstag bestellen. Ich hatte vorher schon am Telefon gesagt: Da sind auch vegetarische dabei – Kein Problem, das kriegen wir hin. Hier in Waren hat mir alles nicht so zugesagt. Wir essen dann heute auch gleich Mittag da und haben schon mal einen Eindruck von ihrer Kochkunst.

Freitag, 15. März

Wir leben nur für den Augenblick, in dem wir die Pracht der Kirschblüten bewundern. Aus Japan

Sigi und Wolfgang unten gehen jetzt morgens auf den Nesselberg zum Wald-Fitness-Pfad vom Kurpark. Da war Aniko auch mal und hatte Fotos davon im Status. Das wär auch mal was, wo ich mit Jonte hingehen könnte, hab ich gedacht. Gestern haben die beiden gefragt, ob ich mitkommen will – Start um 7 Uhr. Nee, ist mir zu früh, hab ich gesagt. Dann war ich aber heute um halb 7 wach und hab gedacht, dann kann ich da auch mitgehen. Auf in’s Frühjahrsprogramm … Obwohl es nur moderate Bewegung war, kam ich ganz schön ins Transpirieren, tat dann aber gut und man ist gleich munter.

Nebenan steht jetzt ein neuer Name an der Tür – nach Stehler und Fiedler ist nicht wunschgemäß ein Radler eingezogen oder eine Radlerin, sondern ein Schweizer – beziehungsweise eine Schweizerin, eine junge Frau in den Zwanzigern. Schweizer als Familienname, nicht als Nationalität.