Montag, 25. Dezember

Angenehm ist am Gegenwärtigen die Tätigkeit, am Künftigen die Hoffnung und am Vergangenen die Erinnerung. Aristoteles

Während ich vorhin gerade an vorigen Sonntag gedacht hab, als Jonte noch hier war, hat er mir eine Sprachnachricht geschickt: He Oma Nita, heute will ich zu dir, denn ich vermisse dich … dann Taminas Stimme: wenn vielleicht nicht heute, dann demnächst? Denn morgen wollen wir ja nach Rostock zu Oma und Opa. – Jonte: Hm, dann übermorgen!

Dann hat Tamina gefragt, ob wir vielleicht zusammen in das Landwirtschaftsmuseum gehen können, wenn da geöffnet ist. Ja, im Vorbeifahren beim Agroneum Alt-Schwerin, als ich Jonte von Schwerin geholt hab, hab ich gesehen: Lichterfest am 30.12. – und noch gesagt, schade, da bist du schon wieder zuhause. Das passt ja toll, jetzt kommen sie am Sonnabend und wir fahren zusammen da hin. Schöne Überraschung zum Jahresende! Alt-Schwerin ist hier in der Nähe und ist kein Stadteil von Schwerin.

Dienstag, 19. Dezember

Ruhe finden, Ankommen, an welchem Ort auch immer. Angenommen werden, so wie man ist, von anderen und von sich selbst. Nicht mehr getrieben sein von Wünschen, Vorstellungen und Zielen. Nichts mehr müssen, sondern dürfen. Schmerzen und Leid werden abgenommen. Alles ist leicht, nichts ist schwer. Das ist nach Hause kommen.

Sagt Danas Adventskalender … Als sie gestern mit Vivi von Rostock nach Hause gekommen ist, wo sie wieder einige Termine hatte, auch in der Onkologie, war ihr Weihnachtsbaum, den sie Sonntag liebevoll geschmückt hatten, umgestürzt und die ganze Pracht und Herrlichkeit lag zerscheppert auf dem Boden verteilt.

Montag, 18. Dezember

Die hohen Tannen atmen heiser im Winterschnee, und bauschiger schmiegt sich sein Glanz um alle Reiser. Die weißen Wege werden leiser, die trauten Stuben lauschiger. Da singt die Uhr, die Kinder zittern; im grünen Ofen kracht ein Scheit und stürzt in lichten Lohgewittern, – und draußen wächst im Flockenflittern der weiße Tag zu Ewigkeit. Rainer Maria Rilke

Mein Weihnachtsgeschenk sind die 4 Tage, die Jonte hier gewesen ist. Soviel Freude, soviel Liebe, soviel Glück. Da leuchtet das Herz. Auf dem Rückweg von Schwerin haben wir in Klink bei Kell’s Bauernmarkt angehalten. Einen neuen Fußabtreter für mich haben wir da nicht gefunden, doch dafür ein schönes Herbarium von Expedition Natur. Das wird unser Sommerprojekt – Blätter und Blüten sammeln.

Sonnabend, 16. Dezember

Der Dichter Ein Einsamer ist er, unscheinbar gekleidet, der von der Schönheit lebt; im Schoße der Natur lernt er von der Schöpfung; in der Stille der Nacht wacht er und wartet auf die Eingebung des Geistes. Er ist ein Sämann, der die Samen seines Herzens aussät in Gärten der Gefühle, wo sie reiche Früchte tragen. Khalil Gibran

Tag 3 Weihnachtsmarkt mit Jonte – Nachmittags treffen wir uns mit Carmen und Fritzi …