Dienstag, 26. März

Nichts auf der Welt ist so weich und nachgiebig wie das Wasser. Und doch bezwingt es das Harte und Starke. Laotse

Jetzt hab ich mich schmerzbedingt doch zu einem Arztbesuch entschlossen – kein Termin vor Ostern, nur Akutsprechstunde. Überhaupt werden keine „Besucher empfangen“, auch keine neuen Patienten angenommen. Nach 2 Arztpraxen war ich erfolglos wieder zurück. Nach einem Anruf in der Praxis von Dr. med. univ. Fettweis, der ist neu in Waren, fahr ich da morgen hin. Akutsprechstunde für orthopädische Beschwerden ist täglich von 8 – 9 Uhr. Er ist Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin, Manuelle Medizin, Osteopathie, Sozialmedizin, ebenso für Ästhetik-Behandlungen – Botox, Hyaluron. Breites Feld also …

„medicinae universae“ (lateinisch Dr. med. univ.), also als „Doktor der gesamten Heilkunde„. Dies ist geschichtlich auf eine kaiserliche Entschließung zurückzuführen, nach welcher das praxisnahe chirurgische und das theoretische medizinische Studium zu einem vereint wurden.“ Ich wusste mit Dr. med. univ. nichts anzufangen und hab mal bei Google geguckt. Da ich über Jahre keinen Hausarzt hatte und nicht brauchte, hoffe ich da auf gute Behandlung. Die Allgemeinmediziner machen nur das Allgemeine, mit allgemeinen Methoden. Bei einer hätte ich einen Termin haben können, da war ich vor Jahren schon mal. Das käme nur im äußersten Notfall in Frage.

Montag, 25. März

Gutes ist am besten gleich getan. Aus Japan

Mit dem Frühlingsanfang hat mein Körper sich für Frühjahrsputz entschieden. Nicht nur das Laufen ist beschwerlich, jede Bewegung, dazu schwitzen, schlecht und schwindlig. Alles tut weh – alle paar Jahre wiederholt sich das, da ist Läuterung – Reinigung und Klärung … Schlafen, Schwitzen, Wassertrinken.

Sonntag, 24. März

Große Weisheit hat keine äußere Form. Wertvolle Dinge können nicht rasch vollendet werden. Edle Töne erklingen nur selten. Lü Bu We

Gestern Nachmittag war ich mit Anne und Willi in Klink, erst im Bauernmarkt-Café und dann wollten wir einen kleinen Spaziergang anschließen, der war aber wirklich sehr kurz bei Aprilwetter, eisiger Kälte, Wind und Regenschauern – nur das Stück bis zur Müritz und zurück. Das hat aber auch gereicht, weil ich kaum laufen konnte. Wenn es nicht besser wird, muss ich mir was einfallen lassen und überlegen, zu welchem Arzt ich gehe. Das ist doch merkwürdig, da hab ich mich auf Annes Inserat für aktive Freizeitgestaltung gemeldet und dann kann ich mich nicht bewegen. Ich hab schon gedacht, ob es daran liegt, dass ihr Mann am Rollator geht und sich das auf mich überträgt.

Freitag, 22. März

Schönheit vergeht, aber gute Taten bleiben bestehen. Aus Thailand

Ja, und gestern hab ich mir gleich die Fahrkarte geholt am Schalter im Bahnhof, der nennt sich Bahnhofs-Kontor. In Waren kauft man nicht einfach was und geht wieder – es gibt immer, meistens jedenfalls, ein gutes Gespräch dazu, so wie gestern, da hat mir die freundliche Frau gleich alles Mögliche über Dresden erzählt. Nach einer Viertelstunde bin ich mit der ausgedruckten Fahrkarte und nützlichen Informationen dazu am Tiefwarensee entlang wieder nach Hause spaziert.

Heute will ich mich mal bei Anne melden, ob wir uns am Wochenende treffen und was unternehmen wollen …

Donnerstag, 21. März

Nicht außerhalb nur in sich selbst soll man den Frieden suchen. Wer die innere Stille gefunden hat, der greift nach nichts und er verwirft auch nichts. Siddharta Gautama Buddha

Das war belebend gestern mit Martina. Wir haben schön erzählt, ausgiebig gefrühstückt, unsere Weihnachtstüten ausgetauscht und uns jetzt eine Zugverbindung nach Dresden für 5 Tage Ende April rausgesucht …

Montag, 18. März

Sei dir deiner Kräfte, Bedürfnisse und Möglichkeiten bewusst, dann wirst du auf dem Weg den du beschreitest, immer einen Gefährten haben. Aus Tibet

Das war ein schöner Nachmittag gestern mit Birgit, Michael und Jonte, aber doch ein kurzer Besuch. Jonte wollte unbedingt wieder mit nach Hause fahren, es war nichts zu machen. Geplant war, dass er bis morgen hier bleibt und ich ihn dann zurückbringe. Man merkt bei ihm, dass die Mama fehlt, jetzt klammert er sich an Papa und ist am liebsten Zuhause. Zu der anderen Oma in Schwerin will er zur Zeit auch nicht, hat Michael gesagt. Mir tat besonders Michael leid, das wären 2 Tage Entlastung für ihn gewesen, denn es bleibt jetzt ja alles an ihm hängen – Home Office und 2 mal in der Woche nach Rostock zur Arbeit fahren, Haushalt, Kinderbetreuung und dann noch die Gedanken um Tamina. Es ist grad nicht so einfach alles und für Jonte natürlich erst recht nicht. Für mich war es nur schade, ich hatte mich natürlich auch darauf gefreut. Da ich aber momentan beweglich schmerzhaft eingeschränkt bin mit Knie und Hüfte von der langen nassen Kälte über Winter, war es vielleicht ganz gut so.

Sonntag, 17. März

Wer einen guten Freund hat, braucht keinen Spiegel. Aus Indien

Nach unserem Wald-Parcours gestern hab ich mich mit Anne und ihrem Mann getroffen. Das heißt, erst mit Anne hier auf dem ersten Grünen Markt des Jahres und dann sind wir ins Altstadt-Center gegangen, wo sie ihren Mann mit Cappuccino beim Imbiss von Fleischer Rauf „geparkt“ hatte. Er kann nicht so gut laufen, nur mit Rollator, und im Regen hatte er keine Lust mit zum Markt zu kommen. Bei Rauf haben wir dann eine hausgemachte Soljanka gegessen, noch einen Kaffee getrunken und erzählt. Wir nähern uns an – ihr Mann ist auch sympathisch, ein feiner Mensch.

Heute kommt Michael und bringt Jonte. Wir wollen dann mit Birgit zusammen zum Campingplatz nach Klockow fahren und in der Gaststätte da das Catering zu meinem Geburtstag bestellen. Ich hatte vorher schon am Telefon gesagt: Da sind auch vegetarische dabei – Kein Problem, das kriegen wir hin. Hier in Waren hat mir alles nicht so zugesagt. Wir essen dann heute auch gleich Mittag da und haben schon mal einen Eindruck von ihrer Kochkunst.