Dienstag, 21. November

Plane das Schwierige da, wo es noch leicht ist! Tue das Große da, wo es noch klein ist! Alles Schwere auf Erden beginnt stets als Leichtes. Alles Große auf Erden beginnt stets als Kleines. Aus dem Zen-Buddhismus

Gestern Abend waren Birgit und Tine hier und wir hatten mit Essen von Dat Asia Wok – ist gegenüber auf dem Markt – ein schönes Schwesterntreffen. Nimmst du auch Nudeln mit Hähnchen?, hat mich Tine vorher gefragt. Ja. Kurz danach hatte ich ein Bild vor Augen – da guckt mich so ein elend aussehendes Huhn aus tierquälerischer Haltung an. Okay, ich bestell um, hab ich ihm gesagt, ich nehm vegetarisch.

Heute fang ich mein jährliches Aussortieren zum Jahresende an – Bücher, CDs, DVDs, Sachen, Geschirr, Klimbim, alles was weg kann …

Montag, 20. November

Ohne die Kälte und Trostlosigkeit des Winters gäbe es die Wärme und die Pracht des Frühlings nicht. Laotse

Mondmagie der Mondkraft heute: Es gibt Zeiten, in denen einfach nichts klappt und man kann tun, was man will, die Lage bessert sich nicht. Aber auch wenn alles dunkel erscheint und wir uns wie begraben fühlen, dann werden wir vielleicht gerade wie eine Blume neu gepflanzt. Haben wir also Geduld, wir werden wieder aufblühen!

Sonntag, 19. November

Der Geist ist alles; was du denkst, das wirst du. Siddhartha Gautama Buddha

Das war eine schöne letzte Runde gestern. Das Thema war der innere Mann, die innere Frau, Seelenpartnerschaft. Licht und Schatten reichen sich die Hand. Da wir auch immer Karten ziehen, geb ich mal meine Botschaft von dem Starseed-Oracle wider, weil sie so schön stimmig ist.

Die Leere – Halt! Umarme den Winter. Großer kosmischer Schoß

Alles und nichts existiert in der Leere. Dort beginnt und endet alles Leben. Sie ist der Winter und der Mutterleib. Die fruchtbare Dunkelheit, in der alle Dinge entstehen und alle Samen keimen. Tröstlich und erschütternd. Befreiend und beängstigend. Das Ganze kann sich sowohl überwältigend winzig als auch riesig anfühlen. Die Leere ist der Ort, an dem der Glaube lebt. Die Botschaft der Leere besteht darin, sich dem Unbekannten hinzugeben. Erlaube der fruchtbaren Dunkelheit des Nichts, die neuen Samen zu nähren, die in dir wachsen – unabhängig davon, ob du weißt, was daraus eines Tages werden wird.

Du bist aufgerufen, dich dem Mysterium dessen hinzugeben, was als Nächstes geschehen will. Dich auszuruhen und den Winter die Arbeit für dich tun zu lassen. Deine Kontrolle abzugeben und darauf zu vertrauen, dass sich die Dinge optimal entwickeln – auch wenn du nicht sehen kannst, was unter der Oberfläche passiert. Die wichtigsten Schicksalsfäden werden miteinander verwoben, wenn wir lernen, uns hinzugeben und darauf zu vertrauen, dass unser Leben für uns perfekt gestaltet wird. Direkt unter der Oberfläche. Auf bekannte und unerklärliche Weise. Jetzt ist es an der Zeit, unseren Glauben zu kultivieren und tiefe, tiefe Ruhe einkehren zu lassen.

Die Leere taucht oft am Ende eines Abschnitts oder einer Lebensphase auf. Wenn wir aufgerufen sind, alles loszulassen, was wir kennen und mit dem wir uns identifizieren. Es kann sich beängstigend anfühlen, wenn du dich im Zustand der Leere befindest – so, als ob du unbedingt etwas tun solltest. Wenn diese Karte jedoch erscheint, ist dies ein sicheres Zeichen dafür, dass es am produktivsten ist, die Kontrolle abzugeben und dich dem sich stets im Wandel befindlichen Mysterium des Lebens hinzugeben.

Den Zustand erleb ich gerade und auch, wenn es sich seltsam leer anfühlt, hab ich doch das Gefühl – es gibt nichts zu tun. Nur den Winter zu umarmen … Stefanie hat mir zum Abschluss gesagt: Ich hoffe, wir sehen uns bald wieder. Wenn ich dich ansehe, denk ich, die Sonne geht auf – es ist, als ob eine Sonne durch die Gegend läuft. So ein schönes Kompliment!

Und noch ein kleines Wunder dazu: Als wir auf dem Weg zum Bäcker waren, lag vor mir auf dem Gehweg ein kleines Pappschild. Ich hab es aufgehoben – ein weißes M auf schwarzem Untergrund – und mitgenommen.