Heute ist Mittwoch, der 25. Juni

Schleichende Tage. Nicht von Sonne durchglüht. Was hat das Schicksal mit uns vor, frage ich mich. Das hat mit Geduld nichts mehr zu tun. Für jeden Tag deiner klärenden Abwesenheit male ich mit Lippenstift einen Strich an den Spiegel. Wenn vier Tage um sind, einen Querstrich, wie auf dem Bierdeckel. Bei vierzig höre ich auf. Größer ist der Spiegel nicht und der Lippenstift ist auch am Ende. Die ganze verdammte Corona von roten Strichen hält sich dezent im Hintergrund auf dem Schuhregal unter der Treppe. Aber ich weiß, dass sie da sind …

Zeitlos – denk daran, es ist zeitlos, Liebes, sage ich, wenn das irdische Stundenglas Chronos vor meinen Augen die temporäre Schallmauer in Zeitlupe durchbricht. Mit Liebes meine ich mich. Wahlweise liebkose ich mich auch mit meine liebe Kleine, meine Süße, mein Zuckerpüppchen. Von mir aus – soll es sich tot laufen. Wie ein Aal im Sand. Bei Aal muss ich zwar wieder an deinen Schwanz denken, aber das ist mir egal. Du hast dich zu lange bitten lassen! – Das ist heute die emotionale Tages-Qualität.

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