Heute ist Donnerstag, der 14. Dezember

Petrus dreht stundenweise den Haupthahn ab. Das reicht grade mal, um Luft zu holen. Es geht an die Grenze des Erträglichen. Manche Tage fühle ich meinen Körper nur als Schmerz. Ich brauch Sonne und klare Luft. Der Weihnachtsmarkt unter meinem Fenster nimmt Gestalt an. An diesem 3. Advents-Wochenende kann ich ihn 3 Tage genießen. Länger geht er nämlich nicht. Damit ist er was Besonderes, auch wenn ich wohl die Einzige auf dem ganzen Markt bin, die ihn entzückend findet …

Mein Kalender, der ja eigentlich Martinas ist, hat mich so manchen Tag mit seiner Weisheit inspiriert, wenn ich sonst nichts gewusst hätte zu schreiben. Es sind aber auch Sprüche drin, die ich nicht als Aufhänger für geeignet halte. Zum Beispiel: „Wenn du schon kein Stern am Himmel sein kannst, sei eine Lampe im Haus!“ Nichts da – Ich bin ein Stern am Himmel. Ich bin keine Lampe. Ich bin ein Feuer! Manchmal gedimmt, in weniger guten Zeiten – ich kann Schlappen hinnehmen – doch dann strahle ich wieder mit voller Leuchtkraft.

Nochmal zur Beerdigung: Zum Abschluss der Trauerfeier erklang von der Empore das Harmonium mit Ave Maria. Da kamen mir endlich die Tränen. Immer wenn ich Das höre. Ich brauch nur daran zu denken … Unter Vergeistigung der Triebkräfte konnte ich mir nie richtig was vorstellen. Jetzt weiß ich, was das heißt.  Ave Maria ist Körper und Geist vereint …

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