Sonntagsglockenläuten um 18 Uhr. Martina sonnt sich auf der Dachterrasse und ich hab mich mit ihrem Smartphone und Fotos aufnehmen und mit Whats app verschicken vertraut gemacht. Ich glaub, das könnte mir doch gefallen. Ey, sagt sie, das ist ja eine tolle Perspektive – ich dachte, mit dem Kirchturm im Hintergrund – aber sie meint: Da hab ich ja endlos lange Beine, wie ein Modell. Ich guck: Ja, Barbie-Beine – und Schuhe. Das liegt natürlich an meinem fotografischen Können, sag ich – Na danke, sagt sie …
Nach unserem späten Frühstück sind wir um die Feisneck geradelt – sie wieder mit ihrem „Leihrad“ vom Hof – dann zum Softeis-Stand in der Wasserstraße und – um den Vergleich zu haben – zum Eisvogel in der Friedensstraße. Mir hat Wasserstraße gereicht – sie als Eis-, Kuchen-. und Schokoladen-Fetischistin schafft mehr. Danach hab ich ihr noch das Volksbad gezeigt. Dann ist sie noch zum Buchverkauf – Alles 1 € – von Kram & Kunst, während ich mir „Feuer Schütze Vollmond Mai 2018“ von Zwillingsflamme 1111 einverleibt habe. Unser Abendmenü, das sich gleich anschließt, besteht aus Basilikum-Halloumi, Tomatensalat und Le Flamand Rosé. Ihr ist nichts von Erschöpfung anzumerken, während ich ganz schön mit durch bin. Ich schieb die körperlichen Symptome auf den Transformations-Prozess – ebenso das Ruhebedürfnis.
Meiner Tochter werd ich mitteilen, dass ich mich freue, ihr Smartphone als Geschenk anzunehmen und so tun, als wenn gar keine andere Antwort auf ihr Angebot möglich war …