Sonntag, 29. Januar

Tu es aus Liebe – nicht für Liebe. Kühlschrank-Karte bei Christine

Da war ich gestern Nachmittag, nachdem ich mir eine Stunde for peace die Füße kaltgestanden hatte …

Dazu hätte ich einen längeren Blog-Beitrag schreiben können, was das Gesprächsthema war von 9 Frauen, die am Küchentisch versammelt waren, um Christines Geburtstag nachzufeiern, als ich ankam. Eine blonde junge Frau, links neben mir, hat sich nicht daran beteiligt und nur genickt auf die Frage Noch Sekt? Mit der rechts von mir hatte ich einen sehr guten Draht. Es ging um Schulprobleme der Kinder und Eltern. Dabei waren einige auf der Arche-Evangelischen-Schule mit Schulgeld, wie Christines Sohn Bjarne auch, und es ging um die mehr als mangelhafte Umsetzung des pädagogisch-innovativen Konzepts. Die Klassenlehrerin hat eine Rot-Grün-Ampel, wie auf der Post, wenn ich was abschicken will. Das muss man sich mal vorstellen … Bjarne sollte was abgeben, konnte es aber nicht. Christine hat erzählt, ich hab sie angerufen und gesagt – und da musste ich selber lachen – das ging nicht, Ihre Ampel war auf Rot. Die Lehrerin konnte nicht darüber lachen. Die Tochter der Mutter, die meine rechte Nachbarin war, geht auf die staatliche Schule auf dem Papenberg, was hier als sozial bemindertes Viertel gilt. Das hörte sich viel entspannter an.

War aber den ganzen Tag kein Internet, um näher darauf einzugehen. Spielzeug war auch ein Thema, dazu vielleicht andermal mehr. Ich hab nur gedacht, schön dass ich nur Gast und nicht auch Betroffene bin. Bjarne hat mir schon öfter sein Leid geklagt, wenn ich ihn mal von der Schule abgeholt hab. Dann haben wir Eierkuchen gemacht, statt Hausaufgaben …

Das war kein Hausfrauen-Verein, alles akademisch-intellektuelle Frauen von heute – nur kaum ein Stück weiter, als die Frauen meiner Generation. Die Hauptlast – Kinder, Job und Familie – bleibt an ihnen hängen. Genaugenommen, gar kein Fortschritt – bis auf das Smartphone, das logistisch einiges einfacher macht. Von den Männern fiel gar kein Wort. Sie bleiben im Hintergrund, im Untergrund, auf Tauchstation. Wann wollt ihr mal die Rolle einnehmen, die euch zusteht, wann in eure männliche Kraft kommen?

Wahrscheinlich, wenn die Frauen in ihre weibliche Kraft kommen und Kinder und Karriere nicht mehr alleine wuppen und sagen: Ich brauche dich – du bist wichtig für mich. Als Mann.

Christine war eine Woche mit schlimmen Schmerzen und Rücken krankgeschrieben und Bjarne war krank in der Schule, weil er ja kein Fieber hatte und sie sich nicht um ihn kümmern konnte. Ihre Freundin Franzi, 9jährige Zwillinge, die ich noch als kleine Kinder, Arthur und Charlotte, in Erinnerung hab, als wir noch Nachbarinnen waren, und eine große Tochter in der Pubertät, hatte ich mit dem Auto vom Zug abgeholt, weil sie nach Fuß-OP vor 5 Wochen nicht laufen konnte. Frauen Mitte Dreißig – Arthrose und Bandscheibenvorfall – muten sich mehr zu, als sie ver-tragen können. Weil die Männer schwach sind? Nein, weil ihre weibliche Seite unterentwickelt und die männliche zu stark ausgeprägt ist. Lasst euch mal fallen – und auffangen.

Ich fühl manchmal Hände auf meinen Schultern, die heilen, wenn sie weh tun – wenn es nicht mein Mann ist, ist es mein Glaube, was wohl eins ist.

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