Bereits die Einstellung, sich weniger Sorgen zu machen, kann für mehr Freude im Leben sorgen. Ernst Ferstl
Das war eine ganz besondere Fahrt gestern. Nicht nur, dass der Botanische Garten Christiansberg zu den schönsten im Land MV gehört mit seinen schönen schattigen Plätzchen überall und einer beeindruckenden Artenvielfalt von zum Beispiel 500 Sorten Pfingstrosen – auch hat sich im Gespräch herausgestellt, dass meine Sitznachbarin zu einer Gruppe von Kräuterhexen gehört, die es schon 24 Jahre gibt, und die das als ihre Jahresfahrt gebucht hatten. Da hab ich gleich von meiner Hexenschule erzählt. Außerdem: Als sie gesagt hat, ihre Tochter ist Waldpädagogin und ich Birgit und ihr Rulum-Buch erwähnt habe, als wir durch Friedland gefahren sind, wo wir es haben drucken lassen, stellte sich raus, dass ihre Tochter Antje ist, die auch in Schwerin, Raben-Steinfeld, Forstwirtschaft studiert hat, und sie und Birgit sich natürlich kennen. Antje und Andreas?, hab ich gefragt. Ja. Der geschiedene Mann von Antje, Andreas, ist mit Birgit zur Schule gegangen.
Auf der Rückfahrt kamen wir auf das Thema Endlichkeit und Vorsorge fürs Alter und den Tod zu sprechen – sie ist 88 und sah höchstens aus wie 77 – meinte sie, dass sich ihre Enkelin um sie kümmert: Ömi, ich mach das für dich. Als ich abends noch mit Tine Schwesterchen telefoniert hatte, hab ich ihr das erzählt und den Familiennamen genannt, den ich aus dem Gespräch kannte – da sagt Tine: Ja, Anne – das ist die dritte Freundin im A-Team von Anja, Tines jüngster Tochter – Anja, Anne und Aline. Aline ist vor einigen Jahren mit Anfang 30 an Krebs gestorben und hat eine kleine Tochter und ihren Mann zurückgelassen und das A-Team bestand dann nur noch aus Anne und Anja.Ich hab mir gleich die Telefonnummer von Erika, so heißt meine zufällige Reisebegleitung, rausgesucht und rufe sie nächste Woche mal an … Erika, ich muss dir unbedingt noch was erzählen! Das war so eine schöne Fahrt zusammen, wir waren gleich auf einer Wellenlänge!