Montag, 20. Oktober

Wieso gönnen wir uns den Genuss nicht sofort? Wie oft wird die Freude durch Vorbereitungen verdorben, durch törichte Vorbereitungen! Jane Austen

Das waren gestern 11 Stunden Fahrt für 2 Krabbenbrötchen, kann man zusammenfassend sagen. Dass Husum hoch im Norden liegt, war mir schon klar, aber kurz vor Flensburg – das ist schon Nordfriesland. Es gibt aber auch immer schöne Gespräche dabei, so hat mir eine auch alleinfahrende Frau aus Waren erzählt, was sie – mit 86! – noch so alles macht. Da hab ich gedacht, da fühl ich mich als Greisin. Und man erfährt in dem Zug – Bus – auch von Schicksalen. Sie hat aber nicht neben mir gesessen, den Platz hatte ich für mich alleine, was mir auch recht war. Ich kann auch gut nur aus dem Fenster gucken.

Sonnabend, 18. Oktober

Lass dich gut beraten, bevor du beginnst – dann aber handle sofort. Sallust

Ich hab mich von meinem Gewissen beraten lassen – die Tage werden kürzer und kälter – und vormittags einen mittleren Herbsteinsatz auf der Terrasse gestartet. Den Nachmittag hab ich mit und bei Christa verbracht. Nach einer Marktrunde über den letzten Kunsthandwerkermarkt this year haben wir bei ihr Kaffee getrunken und dann hab ich mich nach oben verabschiedet, weil ich noch in die Wanne wollte. Ist heute auch nicht mein Konversationstag. Morgen ist Abfahrt Klock 6 am Bus Terminal …

Freitag, 17. Oktober

Die Kraft liegt nicht im Keuchen viel und Schwitzen, sondern dass man etwas treibt zum Ziel. Carl Spitteler

Das erklär ich gleich zu meinem Lebensmotto …

Das war eine turbulente Woche. Montag hab ich mein Auto verkauft, Dienstag hab ich mit Birgit und ihrem Buch eine große Tour gemacht, Mittwoch war ich erst beim Sport und danach mit Aniko bei Sigi und Wolfgang und anschließend hab ich mich noch mit Carmen getroffen und gestern mit Sabine, beide nach langer Zeit. Heute und morgen ist es mal ruhiger und Sonntag ist meine monatliche Busfahrt – diesmal zu den Krabbentagen nach Husum mit Kunsthandwerkermarkt. Das wird zwar eine lange Fahrt mit fast 5 Stunden, trotzdem freu ich mich drauf …

Mittwoch, 15. Oktober

Ruhig und doch schnelltätig, fröhlich und doch gesetzt – so ist der Mensch, welcher der Vernunft folgt. Mark Aurel

Ruhig ist heute nicht – der Merkur ist schnelltätig heute am Mittwoch, dem Kommunikationstag, erst Sport, dann mit Aniko zu Sigi und Wolfgang zum Mittagessen, dann Anruf von Sabine Sonnig, wir treffen uns morgen und gleich anschließend Anruf von Carmen Sternchen, da treffen wir uns gleich zum Kaffee bei Jannys Eis unten …

Montag, 13. Oktober

Niemand kann dir die Brücke bauen, auf der gerade du über den Fluss des Lebens schreiten musst, niemand außer dir allein. Friedrich Nietzsche

Heute bin ich am goldensten Oktobertag, den man sich vorstellen kann, um die Feisnek gefahren. Die See-Umrundung ist zwar kein Radweg, aber egal, man kann ja auch schieben zwischendurch. Und ich glaub, in diesem Jahr war ich da noch gar nicht, obwohl es ja zu Waren gehört. Dabei konnte ich gut über die Lebensbrücke nachdenken. Es ändert sich ja grad einiges – zum Beispiel: ich hab kein Auto mehr, dafür hab ich gleich in die Durchsicht vom Fahrrad bei Zweirad-Karberg investiert. Fast 200 Eus – ganz schön teuer, meinte Aniko. Die Autoreparatur wär bedeutend teurer geworden, hab ich nur gesagt. Und alleine durch Wegfall von Steuer, Versicherung und ADAC-Mitgleidschaft ist es schon ein Plus von über 300 Euro. Und kein Tanken mehr, kein TÜV/AU, keine Durchsicht, keine Reparaturen … muss ja nicht für immer sein, bis auf weiteres. Oder es bleibt so.

Die beiden Brücken bzw. Stege an der Feisnek sind abgebaut, da baufällig. Da gucken nur noch die Pfähle aus dem Wasser. Das war immer schön, sich da hinzusetzen und von da aus den Blick auf den See zu genießen. Das passt zur Großbaustelle Brücken-Neubau Schweriner Damm, das ist die Hauptverkehrsader durch Waren. Vorgesehene Bauzeit: 2024 – 20208

Freitag, 10. Oktober

Alles ist richtig, was wir von jetzt ab tun, sofern wir nur vertrauen. Christian Morgenstern

Heute war ich wieder mit Birgit und ihrem Rulum-Buch unterwegs – zur Buchhandlung in Teterow. Da sind wir gleich im schönen Dünninghaus-Gartencenter zum Mittags-Imbiss eingekehrt. Die sammeln da auch Kaffeekannen und stellen sie als Deko aus – alles voll damit. Deshalb hatte ich zwei mitgenommen – die eine hatte ich damals von Danas und Tinos Polterabend gerettet, weil sie so schön war, die andere stammt noch aus Guti-Gutshaus. Lang, lang ist’s her … Brauch ich beide nicht mehr und hab sie auch gar nicht gebraucht. Dafür haben wir einen Kaffee und einen Tee spendiert bekommen, und sie haben sich sehr gefreut. Das war wieder ein schöner Ausflug über Land, ohne dass es zu weit weg ist mit 30 Kilometern Entfernung. Teterow – das ist die Mecklenburgische Schweiz.