Sonnabend, 23. Juli

Warten gibt Stärke; Warten bringt die jungen Trauben zur Reife und wandelt, was nur sprossender Keim war, zu kraftvoller Saat. Ovid

Wenn man was anders haben will, muss man was anders machen. Ich hab festgestellt, hab ich gestern zu Fritzi gesagt, im Grunde meiner Seele bin ich lieber Gast als Bedienung. Vor allem jetzt, in reiferen Tagen. Der Zwiespalt dabei ist der zwischen finanziellen Erwägungen – Zweitwohnung in Bandelstorf für Jonte und mich – und der Stimme meines Herzens zu folgen, die sagt: Sorge gut für dich! Gastronomie ist anstrengend – sogar für die weitaus jüngeren Kollegen – und Gastronomie im Sommer ist mega anstrengend. Das läuft auf Kündigung hinaus, und zwar von meiner Seite.

Freitag, 22. Juli

Die Herrschaft über den Augenblick ist die Herrschaft über das Leben. Marie von Ebner-Eschenbach

Heute war das einzige Ziel, die Spätschicht überstehen. Das ist jetzt erreicht – 23 Uhr zu Hause. Morgen ist das einzige Ziel – dasselbe. So geht das schon eine ganze Weile. Das trägt zur Festigung meines Entschlusses bei. Nach 5 Jahren reicht es.

Donnerstag, 21. Juli

Besser eine Hand voll Ruhe als beide Fäuste voll Mühe und Jagen. Aus dem Buch der Prediger (Bibel)

Die einzige und wichtigste Tätigkeit heute – den Weißwein für abends kühlen. Und ein Dauer-Dankesgebet, dass ich heute noch von Guti-Gutshaus verschont bleibe. Mittags ein Gang durch die Stadt mit Pizza zum Mitnehmen und Verzehr unter dem Lindenkreis am Alten Markt. Noch ein schöner langer Baumwoll-Wickelrock vom Esoterik-Laden Einklang, gegenüber vom Italiener, und nachmittags Siesta. So lässt es sich aushalten.

Mittwoch, 20. Juli

Alles ist aus dem Wasser entsprungen! Alles wird durch das Wasser erhalten! Ozean, gönn uns dein ewiges Walten! Johann Wolfgang von Goethe

Nachdem ich mich heute in meiner Souterrain-Wohnung bei Heidi so weit runtergekühlt hatte, dass ich in der Lage war, Auto zu fahren, war ich um 18:18 Uhr wieder am Kirchturm. Ich hoffe auf eine gute Nacht mit der Aussicht auf paar Grad weniger morgen …

Montag, 18. Juli

Sei, was du bist, immer ganz und immer derselbe! Adolf Freiherr von Knigge

Das Sommerfest war so schön, wie man sich ein Sommerfest vorstellt. Nicole und ich haben ein Paar aus Leipzig kennengelernt, das mit uns auf einer Wellenlänge schwamm. Gute Unterhaltung, sogar getanzt, und Wunsch-Feuer unter Mond und Sternen. Ich war erst um Eins zu Hause.

Nun wollte ich eigentlich schon in Rostock sein. Nachdem ich gestern vegane Blumenkohl-Wings mit Dip zubereitet hatte – die erste Rezeptkarte aus meiner veganen Kochbox von Rossmann – hat mir Michael am Telefon gesagt, dass Tamina krank ist, positiv getestet. Eigentlich wollte sie Jonte von ihren Eltern in Schwerin abholen, wo er schon seit vorigen Sonntag ist, und wir wollten Baden fahren. Das wird nun nix, und Jonte abholen wird auch nix, denn er soll noch dableiben, um sich nicht anzustecken. Der liebe Kleine, er war vorige Woche von Freitag bis Sonntag bei mir und hatte schon Heimweh nach Mama und Papa. Das war dann nur kurz, sie haben ihn abgeholt und er ist noch am gleichen Abend mit der anderen Oma nach Schwerin gefahren, wo er nun festsitzt.

Als ich das Michael angedeutet habe, hat er gesagt: Aber er hat ja Spaß da, sie waren schon zum dritten Mal im Feuerwehrmuseum!

Nun fahr ich heute los und morgen zu Martina und einem späten Frühstück im Garten. Es sollen ja heiße Tage werden – vielleicht fahr ich mit Heidi und Karl, der ja Ferien hat, in die Tessiner Südsee, einem Naturbadeparadies in der Nähe.

Sonnabend, 16. Juli

Leben ist das, was wir daraus machen. Henry Miller

Heute mach ich ein Sommerfest daraus – bei Beate auf dem Dorf. Es ist die Geburtstagsfeier ihres Mannes, aber sie will auch ein paar Hexen dabei haben, hat sie gesagt, und meine frühere Kollegin Nicole, ihre Schwester und mich eingeladen. Auch zwei gute Kundinnen von ihr, die sich auch bei ihr behandeln lassen – die werden euch gefallen! – und weitere aus ihrem Kreis, wie Heilpraktiker und sonstige mit spirituellem Hintergrund. Das Wetter ist noch regnerisch früh, aber das wird schon noch …

Donnerstag, 14. Juli

Für keinen ist es zu früh oder zu spät, für die Gesundheit der Seele zu sorgen. Epikur

Der Sommer – und vor allem der Juli – ist für mich immer ganz besonders magisch. Ich hab mir bei Earth Eleven Tarot auf YT mal das Monatshoroskop Krebs für Juli angesehen mit dem Titel: Hier endet das „bad karma“ – und auch noch das für das zweite Halbjahr: Das Beste liegt noch vor dir.

Das hat Beate auch gesagt bei der energetischen Massage Kopf bis Fuß spezial am 7. Juli: Das Beste kommt erst noch! So fühl ich es jetzt auch und eine neue Leichtigkeit. Vorher ging es nicht, zu viele Berge – zu hoch, zu steil, zu lange. Das ist vorbei.

Mittwoch, 13. Juli

Die Ruhe der Seele ist ein herrliches Ding und die Freude an sich selbst. Johann Wolfgang von Goethe

Heute ist Super-Vollmond, er ist der Erde am nächsten und wirkt größer und heller, als alle, die wir erlebt haben.

Größer und heller auch als alle, die ich erlebt habe. Ein neues Lebensjahr seit einer Woche und der nächste 7er-Rhythmus an Jahren. Es ist mal wieder ein Update zum Thema hier fällig: Ich hab immer daran geglaubt und ich hab es immer gewusst. Und ich weiß es auch heute noch.

In den Karten lagen lange immer nur Schlange, Berg und Fuchs – falsches Spiel, Blockaden, Lug und Trug. Dessen bin ich mehr als überdrüssig. Ich hab sie einfach verbannt.