Freitag, 26. April

Die tiefe Ruhe ist die Bewegung in sich selbst. Laotse

Martina und Peter sitzen schon im Zug nach Dresden. Um 9:00 Uhr würde ich in Waren dazusteigen. Bei Martina hat sich gestern ihr rechter Fuß mit Schmerzen bemerkbar gemacht. Und überall, wo man auch hinguckt, sind „Widrigkeiten“, sagt sie. Bei Sandra, bei Manuel und Carmen Sternchen hat mir gestern ein Foto geschickt. Sie hat sich einen Zeh gebrochen und liegt mit Schwedenkräuter-Umschlag im Bett. Ich hab gestern nach der manuellen Therapie mit Ultraschall abends noch Rotlicht auf die Hüfte geflutet, ein Muskelentspannungsbad genommen und die doppelte Ration Tilidin genommen. Das waren bis alles oder eins davon gewirkt hat, aber immer noch 2 Stunden mit stechenden Schmerzen, danke, es reicht.

Donnerstag, 25. April

Wenn ihr frei sein wollt, erkennt euer wahres Selbst. Es hat keine Form, keine Erscheinung, keine Wurzel, keine Grundlage, keinen Ort, aber es ist munter und voller Leben. Linji Yixuan

Freitag, 13 Uhr, das wär unsere Ankunftszeit in Dresden mit Martina morgen, da hab ich jetzt MRT-Termin. Die Fahrkarte hab ich gestern storniert gegen Gutschein, abzüglich 10 Euro Bearbeitungsgebühr. Bis einen Tag vorher ist das möglich. Um 10 treff ich mich heute mit Nicole im Altstadt-Café unten, sie gehört auch zu denen, die in Guti-Gutshaus gekündigt haben.

Mittwoch, 24. April

Das Wasser haftet nicht an den Bergen, die Rache nicht an einem großen Herzen. Aus dem Zen-Buddhismus

Da bin ich heute schnell rangekommen, beim Chiropraktiker. Das Wartezimmer war fast leer, im Gegensatz zu sonst, wie ich es noch von früher kenne. 2020 war ich zuletzt da, hat sie mir an der Rezeption gesagt. Ich dachte, das ist länger her. Dann im Sprechzimmer: Das kann sein, dass du ganz schnell eine neue Hüfte brauchst – er redet mich mit Du an – wenn die Schmerzen schlimm genug sind, bettelt man förmlich darum. Was ist denn in ihn gefahren, hab ich gedacht, hat er seine Religion geändert? So eine Meinung hat er damals, glaub ich, noch nicht vertreten. Jedenfalls Ruck-Zuck-Schnuck, das letzte Drittel ist sein Name – Einrenken und dann leichtfüßig die Praxis verlassen, war nicht. Er hat mir eine Überweisung zum MRT gegeben, wo ich jetzt schon für Freitag, 13 Uhr, einen Termin in der Radiologie im Krankenhaus habe. Privatpatient geht fixer. Außerdem Verdoppelung der Schmerzmittel-Dosis, es ist kaum auszuhalten.

Er selbst kam mit zwei bandagierten Unterarmen ins Sprechzimmer. Er kommt von einer Stunde Physiotherapie, hat er mir auf meinen fragenden Blick gesagt. Der Doktor geht zum Doktor, hab ich gesagt … Ja, das kann auch mal vorkommen. Was ich beruflich mache, hat er noch gefragt. Ich bin im Ruhestand, hab ich gesagt. Jetzt weiß ich immer noch nicht ihren Beruf, hat er sich an die „Schwester“ gewandt. Als ich dann konkreter geworden bin, hatten wir noch ein schönes kleines Gespräch. Er macht auch Psychotherapie und interessiert sich sehr für die Geschichten seiner Patienten.

Dienstag, 23. April

Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut. Laotse

Achtsamkeitskalender Reminder: Du bist schon so weit gekommen!

Genau, und bin ich bis hierher gekommen, komm ich auch weiter … Nach einem Cappuccino in der Sonne auf der Dachterrasse /fast/ ohne Schmerzen, wirkt Linderung schon wie ein Wunder! Dann hat meine ehemalige Kollegin und Jetzt-Freundin Nicole angerufen. Sie kommt übermorgen nach Waren, sich ihr Handy einrichten lassen im Mobilfunkladen und dann treffen wir uns unten im Café beim Bäcker. Fritzi Koch hat zum 31. Mai bei Guti-Gutshaus gekündigt und sie werden diese Saison und alle weiteren ohne ihn auskommen müssen. Mir hatte er das gestern schon geschrieben, Nicole hat er angerufen und es ihr erzählt. Er ist jetzt der sechste in der Reihe derer, die da gekündigt haben. Auf unser Treffen freu ich mich!

Ein Anruf in der Praxis zur chirotherapeutischen Behandlung hat ergeben, was ich schon geahnt habe – Kommen Sie in die Akut-Sprechstunde und dann sehen wir weiter … Da geh ich also morgen früh hin und hoffe auf gut Glück. Sie hatten am Freitag noch einen Wasserschaden in der Praxis, hab ich am Telefon erfahren und müssen erstmal sehen, wie sie Patienten annehmen können. Die Frage: Waren Sie schon mal bei uns?, konnte ich mit Ja beantworten, auch wenn das schon Jahre her ist. Damit sind die Aussichten schon mal günstiger als bei Neupatienten, denk ich mir.

Montag, 22. April

Folge nicht den Ideen anderer, sondern lerne, auf deine innere Stimme zu hören. Kigen Dogen

Und die sagt, geh zum Chiropraktiker … also hab ich mir heute bei der Ärztin eine Überweisung dafür geben lassen, da ich jetzt seit über 4 Wochen nicht laufen kann und in denen es nicht besser, sondern schlechter geworden ist. Vielleicht hab ich auch nur das Gefühl, weil die Schmerzen schon so lange dauern. Sie meinte, da kann ich auch ohne Überweisung hingehen, ich meine, mit Überweisung komm ich vielleicht schneller dran.

Dann – Schreck in der Morgenstunde. Da ich grad unterwegs war, kann ich auch gleich zu Edeka gehen, hab ich gedacht. Beim Bezahlen an den Scanner-Kassen, die es da jetzt nur noch gibt, merk ich, dass meine EC-Karte nicht da ist, nicht in dem Fach und im ganzen Portemonnaie nicht. Zum Glück hatte ich noch bares dabei, sonst hätte der ganze Einkauf zurückgehen müssen. Zuhause hab ich gleich recherchiert, ich war Freitag und Sonnabend bei Edeka, Rossman und in der Apotheke und hab gleich alle drei angerufen. Beim dritten Anruf – bei Rossmann – hatte ich Glück: Ihre EC-Karte ist hier und Sie können sie mit dem Personalausweis abholen.

Sonnabend, 20. April

Voraussetzung für das Glück ist das Annehmen anderer, die Schlichtheit des Herzens und die Fähigkeit des Geistes zu staunen. Aus Tibet

Ein Gang im Schneckentempo zu Rossmann und zur Apotheke, ansonsten bleib ich zuhause am Wochenende. Birgit kommt mich heute besuchen. Gestern nach der Massage bei der manuellen Therapie hatte ich abends zum erstenmal keine Schmerzen, die nicht nur bei Belastung auftreten – auftreten im wahrsten Sinne des Wortes – auch im Sitzen und Liegen. Das war eine Erleichterung, die nur kurz gewährt hat, dafür war es in der Nacht um so schlimmer. Im Achtsamkeitskalender steht heute die 60 Sekunden Reflexion: Wenn alles genauso kommt, wie du es dir wünschst, was würde dann im nächsten Jahr passieren? Ich bin gesund und kann gut laufen und mich bewegen. Wobei – das soll schon möglichst bald passieren, am besten gleich.

Tagesmotto der Mondkraft heute: Ein realer Erfolg in der Gegenwart ist besser als ein möglicher in der Zukunft! Sag ich doch.

Donnerstag, 18. April

Wer seinen Feind umarmt, macht ihn bewegungsunfähig. Aus Japan

Nach 3 Wochen hab ich jetzt ein stärkeres Schmerzmittel bekommen, weil erst Ibuprofen und dann Diclofenac mit zusätzlich Novaminsulfon nicht wirken. Jetzt Tilidin – es ist eine Kombination aus einem stark wirksamen Schmerzmittel aus der Gruppe der Opioide und einem Opioid-Antagonisten (Google). Normalerweise bin ich kein Freund von solchen Sachen, aber nach 3 Wochen so zermürbt, dass ich dem zustimme.

Mittwoch, 17. April

Alle Dunkelheit der Welt kann das Licht einer einzigen Kerze nicht auslöschen. Aus China

Aber sie kann zu Birgits Geburtstag heute leuchten … als Lebenslicht. Sie war gestern hier und ich hab ihr das Geschenk mitgegeben. Die Feier holen wir nach, wenn ich wieder laufen und Autofahren kann. Zur Zeit beweg ich mich nur zwischen Edeka, Tams Thai-Massage und Thera Lind Körperuniversum hin und her – Große Burgstraße, Kleine Burgstraße und Neuer Markt.