Montag, 16. Februar

Gewohnheit, sagt man, führe zu Überdruss; das ist möglich, aber sie gibt Vertrauen. Alfred de Musset

Aniko hat gestern noch ein schönes Video aufgenommen, von einem Schwan, der mir immer näher kam, als ich auf der Bank saß. Da er von hinten auf mich zukam, hab ich es gar nicht gemerkt. Bleib mal schön so sitzen, hat Aniko erst gesagt, und dann: Steh doch lieber auf und geh langsam nach rechts weg … Wir haben schön gelacht, ganz geheuer war mir das dann doch nicht.

Sonntag, 15. Februar

Ich bin Gott darin ähnlich, dass er immer geschehen lässt, was er nicht will. Johann Wolfgang von Goethe

Sonne, Eis und Schnee – ein Trubel heute an und auf der Müritz. Viele waren auf dem Eis mit Kindern, Kinderwagen, Hunden, Schlitten, aber nicht mit Hundeschlitten. Die anderen sind an der Promenade langspaziert. Ich hab Aniko da getroffen und zu ihr gesagt: Das wär jetzt was, eine Fahrt mit dem Husky-Schlitten über die sonnige weiße Weite. Ich weiß auch nicht, wie ich darauf kam …

Sonnabend, 14. Februar

Alles Große in der Welt geschieht nur, wenn einer den Verstand hinter sich lässt. Karoline von Günderrode

Heute wollten Nicole, Bruni und Netti nach der Salzgrotte in Klink nach Waren zum Kaffeetrinken kommen und haben gefragt, ob ich auch Zeit und Lust habe, ja. Im Kietzspeicher im Tete a Tee – alles voll, bei Bäcker Junge – alles voll, Mecklenburger Backstuben an der Verkehrsecke – alles voll. Als wir dann im Altstadt Café, das sind auch die Mecklenburger Backstuben, am Markt eingekehrt sind, wurden gerade 4 Plätze am Fenster frei. Glück gehabt …

Mittwoch, 11. Februar

Nichts ist schwer, sind wir nur leicht. Richard Dehmel

Nichts ist lebendiger als die Erinnerung. Federico Garcia Lorca im 365 Flow-Kärtchenkalender

Das wars für heute. Ach nee, bei Tam hatte ich früh um 9 eine herrliche Thai-Kräuterstempel-Massage … ist eine Ölmassage mit Kräuterstempelbehandlung zur Verbesserung des Stoffwechsels mit entschlackender Wirkung und Lymphanregung.

Dienstag, 10. Februar

Vertrauen auf das Herz, auf den Sieg des Wahren und Besten, dem wir uns hingeben. Und wie könnten wir untergehen? Susette Gontard

Susette Gontard – lohnt sich zu googlen …

Bei meiner Spazierrunde hatte ich heute das Gefühl von Vorfrühling, das in der Luft lag. Auch wenn die kleinen Altstadt-Gassen, wie in der Richterstraße, unberührt von Salz, Streusand oder Schneeschieber sind. In der Richterstraße soll der Scharfrichter gewohnt haben und an einem Haus ist tatsächlich ein Bild von einem Henker mit Beil und der Aufschrift „Das Leben ist schön“ zu sehen. Da hab ich mal im Sommer auf der Bank gesessen, als eine Gruppe mit Stadtführer vorbeikam: Historisch hat er nicht hier, sondern weit außerhalb der Stadtmauern gewohnt … Das wird seinen Grund gehabt haben.

Sonntag, 8. Februar

Stets findet Überraschung statt. Da, wo man’s nicht erwartet hat. Wilhelm Busch

Der Spruch war doch schon mal, das kann noch nicht so lange her sein, glaub ich mich erinnern zu können. Heute hab ich mal mit Andrea telefoniert. Ich wollte mal hören, wie es ihr geht, und ob sie mit Paul bis jetzt gut durch den Winter gekommen ist. Da hab ich erfahren, sie ist schon seit einer Woche krankgeschrieben. Voriges Jahr im Februar war sie in der Klinik mit akuten furchtbaren Bandscheiben-Schmerzen. Das zog sich dann noch eine ganze Weile hin mit Behandlungen, bis es wieder erträglich war. Diesmal ist es das nicht, auch nicht so schlimm, meint sie, aber arbeiten kann sie so nicht. Da mach ich mir natürlich auch Gedanken. Ich kann mich noch gut an die eigenen Schmerzphasen erinnern. Das war auch so, wie bei ihr in diesem Alter.