Sonntag, 10. Mai

Aus dem Irrtum geht Wahrheit, aus der Leidenschaft geht Segen, aus dem Unrecht, das mich umgibt, geht das Beste, das ich wünschen darf, hervor. Johann Heinrich Pestalozzi

Muttertags-Kaffeetrinken mit Birgit in Abwesenheit der Kinder im neuen kleinen Café „Mittendrin“ auf dem Markt unten. Dann kam noch mein „Patenkind“ Aniko dazu, die mir einen Tulpenstrauß mitgebracht hat, und wir hatten einen schönen Nachmittag zusammen, den wir noch bei mir auf der Terrasse verlängert haben, nur ohne Birgit, für die die Treppen zu mir zu hoch sind.

Morgen die 2. Mai-Bustagestour nach Neuruppin „Auf den Spuren von Theodor Fontane“ und zur Boltenmühle – das ist ein idyllisches Hotel und Restaurant im Grünen. Das kurze Video auf der Website mutet an wie ein DEFA-Märchenfilm. …

Freitag, 8. Mai

Schwierigkeiten bringen Talente ans Licht, die bei günstigen Bedingungen schlummern würden. Horaz

Das war eine herrliche Fahrt heute durch die mecklenburgische Landschaft mit ihrem frischen Buchen-Maigrün und den leuchtenden Rapsfeldern. Raps blüht gelb, falls das einer nicht weiß, der aus anderen Gegenden stammt. Die Sektkellerei in Wismar – das Flaschen-Gährungs-Verfahren ist unheimlich aufwendig, nach dem, was uns da erzählt wurde – und der Spargelhof Sabö waren auch eine Reise wert. Zum Abendglockenläuten um 6 zurück am Kirchturm – das entspricht meiner mecklenburgischen Mentalität 🙂

Donnerstag, 7. Mai

Man muss Ideen die Chance geben, sich zu verwirklichen. Thomas Alva Edison

Die Kirchturmuhr ist stehengeblieben, seit über einer Woche schon. Von den 4 Zifferblättern in 4 Richtungen sehe ich 2 – eins zeigt halb 1 an, das andere halb 3. Das ist als ob das Leben stehengeblieben ist, nur die Stunden schlägt sie zur richtigen Zeit, die aber nicht angezeigt wird. Dazu immer noch mein Kopf und meine Nase dicht – als wenn alles festgefahren ist und sich nichts mehr rührt, so ein Gefühl ist das. Wäre die Bustour nach Wismar heute gewesen, wäre ich nicht mitgefahren, so wie es mir geht. Ich hoffe, morgen sieht es besser aus …

Mittwoch, 6. Mai

Das Leben ist des Lebens Lust! Hinein, hinein mit blinden Händen, du hast noch nie das Ziel gewusst. Richard Dehmel

2. April, Gründonnerstag mit Andrea, 6. April, Ostermontag mit Martina, 12. April Busfahrt nach Tangermünde und zum Kloster Jerichow, 25. April beim Schenketag mit Birgit, Christine und Martina, 28.April Besuch von Silvia und Detlef, 2. Mai mit Michael und Jonte im Kletterwald, 3. Mai zu den Hof-Flohmärkten „Bredenfelder Bodenschätze“ mit Aniko, als nächstes Freitag, 11. Mai, Busfahrt zur Sektkellerei Wismar und zum Hof SaBö …

Ich hab mal die schönen Tage aufgelistet seit Anfang April … die anderen waren mehr oder weniger mit Krankheit und Rückfällen belastet, lange Erkältung, Bewegungseinschränkung durch Schmerzen, das geht jetzt die 7. Woche so. Wenn ich Kraftreserven hatte, sind sie aufgebraucht.

Montag, 4. Mai

Lebenskunst ist, Problemen nicht auszuweichen, sondern daran zu wachsen. Anaximander

Das war ein Wochenende mit viel Sonne und frischer Luft. Nach dem Kletterwald mit Michael und Jonte gestern mit Aniko bei „Bredenfelder Bodenschätze“ – ein Flohmarkt von 12 Höfen im Dorf, von denen wir erst bei einem kurz und dann beim zweiten, dem von Anikos Kollegin, den ganzen Nachmittag waren. Zum Grundstück gehören ein großer Garten mit blühenden Obstbäumen jetzt und sogar ein Teich mit Steg. Es war alles liebevoll aufgebaut und eingerichtet, und auch für Süßes und Deftiges und alle möglichen Getränke war gesorgt. Da haben wir das Maiengrün im Garten genossen, haben unsere Beine im Teich baumeln lassen, uns über das Storchenpaar auf seinem Nest gefreut und vom Wind die Obstbaumblüten auf uns schneien lassen. So herrlich war das. Zwischen den Höfen fuhren Kutschen hin und her und das Hufgetrappel hat uns an frühere Zeiten erinnert, aber wir wollten da gar nicht weg.

Sonnabend, 2. Mai

Um guter Laune zu werden, muss man sich vergnügt aufrichten, vergnügt um sich schauen und sich so verhalten, als wäre die gute Laune bereits da. William James

Die gute Laune ging kurzzeitig in den Keller im Kletterwald mit Michael und Jonte – und war ziemlich dramatisch für Jonte. Aber die Hälfte der einfachen Parcours hat er geschafft, nur als er im Kletternetz hing, verließ ihn sein Mut und alles Zureden hat nicht geholfen. Das Bodenpersonal hat dann eine Leiter geholt und ihn gerettet, obwohl ja keine Gefahr besteht, weil man gesichert ist. Nur wenn Panik aufkommt … „Ich hasse diesen Kletterwald“, „das ist das blödeste Geburtstagsgeschenk, das ich jemals bekommen habe“ – von mir 🙂 – aber unten dann versöhnlicher: Es gab schon bessere Geburtstagsgeschenke … Die Männer haben sich amüsiert. Als Entschädigung gab es dann noch ein Eis für ihn von mir. Ich hab gesagt, du kannst es dir ja noch ein Jahr überlegen, ob wir nächstes Jahr wieder hingehen. Ein Glück hab ich ein Jahr Zeit dafür …

Ich hab ihm noch gesagt, dass das Mut und Kraft fördert, war er aber nicht so zugänglich für in dem Moment.