Sonntag, 19. November

Der Geist ist alles; was du denkst, das wirst du. Siddhartha Gautama Buddha

Das war eine schöne letzte Runde gestern. Das Thema war der innere Mann, die innere Frau, Seelenpartnerschaft. Licht und Schatten reichen sich die Hand. Da wir auch immer Karten ziehen, geb ich mal meine Botschaft von dem Starseed-Oracle wider, weil sie so schön stimmig ist.

Die Leere – Halt! Umarme den Winter. Großer kosmischer Schoß

Alles und nichts existiert in der Leere. Dort beginnt und endet alles Leben. Sie ist der Winter und der Mutterleib. Die fruchtbare Dunkelheit, in der alle Dinge entstehen und alle Samen keimen. Tröstlich und erschütternd. Befreiend und beängstigend. Das Ganze kann sich sowohl überwältigend winzig als auch riesig anfühlen. Die Leere ist der Ort, an dem der Glaube lebt. Die Botschaft der Leere besteht darin, sich dem Unbekannten hinzugeben. Erlaube der fruchtbaren Dunkelheit des Nichts, die neuen Samen zu nähren, die in dir wachsen – unabhängig davon, ob du weißt, was daraus eines Tages werden wird.

Du bist aufgerufen, dich dem Mysterium dessen hinzugeben, was als Nächstes geschehen will. Dich auszuruhen und den Winter die Arbeit für dich tun zu lassen. Deine Kontrolle abzugeben und darauf zu vertrauen, dass sich die Dinge optimal entwickeln – auch wenn du nicht sehen kannst, was unter der Oberfläche passiert. Die wichtigsten Schicksalsfäden werden miteinander verwoben, wenn wir lernen, uns hinzugeben und darauf zu vertrauen, dass unser Leben für uns perfekt gestaltet wird. Direkt unter der Oberfläche. Auf bekannte und unerklärliche Weise. Jetzt ist es an der Zeit, unseren Glauben zu kultivieren und tiefe, tiefe Ruhe einkehren zu lassen.

Die Leere taucht oft am Ende eines Abschnitts oder einer Lebensphase auf. Wenn wir aufgerufen sind, alles loszulassen, was wir kennen und mit dem wir uns identifizieren. Es kann sich beängstigend anfühlen, wenn du dich im Zustand der Leere befindest – so, als ob du unbedingt etwas tun solltest. Wenn diese Karte jedoch erscheint, ist dies ein sicheres Zeichen dafür, dass es am produktivsten ist, die Kontrolle abzugeben und dich dem sich stets im Wandel befindlichen Mysterium des Lebens hinzugeben.

Den Zustand erleb ich gerade und auch, wenn es sich seltsam leer anfühlt, hab ich doch das Gefühl – es gibt nichts zu tun. Nur den Winter zu umarmen … Stefanie hat mir zum Abschluss gesagt: Ich hoffe, wir sehen uns bald wieder. Wenn ich dich ansehe, denk ich, die Sonne geht auf – es ist, als ob eine Sonne durch die Gegend läuft. So ein schönes Kompliment!

Und noch ein kleines Wunder dazu: Als wir auf dem Weg zum Bäcker waren, lag vor mir auf dem Gehweg ein kleines Pappschild. Ich hab es aufgehoben – ein weißes M auf schwarzem Untergrund – und mitgenommen.

Mittwoch, 15. November

Der Mond spiegelt sich nur in ruhigem Wasser. Seo Yoon-Nam

Langsam vermiss ich meine Mama … hat Jonte gestern gesagt. Da wurde es auch Zeit, dass wir wieder nach Hause fahren. Als wir da waren, kam uns im Treppenhaus ein älterer Mann entgegen. Jonte ist kurz stehengeblieben und hat zu ihm gesagt: Sie ist falsch abgebogen. Dann ist er weiter nach oben gestapft. Der wusste gar nicht was los war und hat gefragt: Sie ist was? Ich: Sie ist falsch abgebogen! Wir haben uns einmal verfahren, als wir hergekommen sind.

Dienstag, 14. November

Wahrhaftige Worte sind nicht angenehm. Angenehme Worte sind nicht wahrhaftig. Laotse

Gestern hatten wir einen wundervollen Tag bei Tante Bibi, Birgit, mit prächtigem Sonnenschein nach dem Regen-Sonntag: mit Abenteuer-Tal – wir haben die Schlucht umbenannt – und spektakulärem Knochenfund, ein Wildschwein-Kieferknochen mit vollständig allen Zähnen drin, und drinnen haben wir sehr fantasievoll mit der Burg gespielt – Merlin hatte Geburtstag.

Heute Mittag fahren wir nach Schwerin zurück. Tamina ist krankgeschrieben und zuhause …

Montag, 13. November

Die Hoffnung des ganzen Jahres – der Frühling. Die Hoffnung des Tages – der Morgen. Aus Japan

Heute fahren wir zu Tante Bibi und gehen in die Abenteuerschlucht, hab ich zu Jonte gesagt. Oder wenn ich groß bin … war seine Antwort. Der Abstieg in die Schlucht ist ihm nicht geheuer, weil er sich eine Bergschlucht vorgestellt hat, die gefährlich ist. Da hab ich ihn erstmal beruhigt, dass es keine tiefe Schlucht ist, in der man abstürzen kann. Ich hoff, das Wetter ist einigermaßen, wir hatten gestern schon mit der Sonntagsgestaltung zu tun.

Sonntag, 12. November

Der einzige Weg, einen Freund zu haben, ist der, selbst einer zu sein. Aus Thailand

Für ein Enkelkind trifft das nicht zu. Jonte hat einen neuen Satz gelernt: Jetzt bin ich aber müde! Er ist gestern sofort schon um 7 eingeschlafen und heute um 8 aufgewacht. Wir waren auch über 2 Stunden auf den Spielplätzen, äh Einsatzstellen von Paw Patrol unterwegs … Du bist Skye und ich bin Ryder. Beim Wechsel zum nächsten Einsatzort: Du bist immer noch Skye! – Okay!

Skye hört sich schon mal besser an als Ghost Spider, was ich sonst immer war.

Sonnabend, 11. November

Keine Straße ist zu lang mit einem Freund an der Seite. Konfuzius

Christine, meine ehemalige Nachbarin, hat mir die Einladung zur Weihnachts-Arche am 6. Dezember geschickt und gefragt, ob ich wieder mit dabei sein möchte. Bjarne geht auf die Arche-Schule und ich bin bei fast allen Jahreskreis-Festen mit da – Frühling, Sommer, Herbst und Winter.

Heute Mittag kommt Michael mit Jonte. Das wird auch ein schönes Wochenende …

Freitag, 10. November

Die Weisheit des Lebens besteht im Ausschalten der unwesentlichen Dinge. Aus China

Wenn ich hier eine Audio-Nachricht weiterleiten könnte, wär es das Happy Birthday to you, aus vollem Herzen geschmettert von Jonte für Andrea. Ich hab es an Angelika, Tante Gisela, Christa, Carmen, Dana, Fritzi, Martina und Sabine geschickt – es macht einfach gute Laune und ist in Krisenzeiten und jederzeit abrufbar. Beim eigenen Geburtstag kann man einfach seinen Namen einsetzen.

Charly Brown: Eines Tages werden wir alle sterben, Snoopy!

Snoopy: Ja, das stimmt, aber an allen anderen Tagen nicht.

Bis dahin: Happy birthday – every day!