Donnerstag, 30. Oktober

Gewisse Dinge lernt man auf keine Weise leichter als durch Gegensatz. Francesco Petrarca

Jedenfalls in der Dualität – Gesundheit weiß man bei Krankheit zu schätzen, Frieden durch Krieg und bestimmt noch einiges andere mehr, das war nur das erste, was mir einfiel …

Heute hat sich die Salzgrotten-Gruppe, inzwischen zu sechst, unten bei Jannys Eis getroffen, wobei Christa und ich derzeit der ruhende Teil sind. Ohne Auto kommen wir da nicht hin, nach Klink. Das heißt, ich könnte mit dem Bus fahren, das ist aber für Christa zu anstrengend und ihrem Alter und Gesundheitszustand nicht angemessen. Also treffen wir uns ab und zu hier in Waren, wenn die anderen die Grotte hinter sich haben, und kehren irgendwo ein – dat Asia Wok, Ratskeller, Jannys Eis, nächstes Mal im U-nautic …

Dienstag, 28. Oktober

Neue Herausforderungen erfordern neue Wege. Gottfried Niebaum

Wenn man den mal googelt – Gottfried Niebaum – findet man was Erstaunliches 🙂

Als ich den Nachlass meines Autos, wie zwei Warnwesten und die Gurte vom Kindersitz, in den Keller gebracht habe, lag da die 2. Kopfstütze von der Rückbank im Regal, die für Jontes Kindersitz weichen musste. Das ist wohl noch keinem aufgefallen, weder Olli noch Mario, die meinen schönen blauen Yaris abgeholt haben. Ich hab Mario angerufen, ihn aber nicht erreicht. Mal sehen, ob er zurückruft. Also, falls die noch gebraucht wird … Vielleicht ist das Auto auch schon über alle Berge oder alle Meere. Dann hab ich noch ein Erinnerungsstück daran.

Sonnabend, 25. Oktober

Damit’s dir Spaß noch macht, musst du dich schon bequemen, das Leben immerhin ein bisschen ernst zu nehmen. Otto Erich Hartleben

Sehr ernst steht es um Jürgen, den Vater von Andrea. Nach einer OP mit Komplikationen musste er gestern nochmal operiert werden, obwohl die erste schon ein Risiko für ihn war. Das hat mir Ulla heute geschrieben, und ich überlege, ob ich es Andrea, die keinen Kontakt zu ihm hat, mitteile. Ich sage mir, jetzt würde es nichts bringen, da er auf der Intensivstation ist. Andererseits, wenn es zu spät sein könnte, mache ich mir vielleicht Vorwürfe – egal, ob sie sich an ihn wenden würde oder nicht. So hätte sie aber die Wahl.

Freitag, 24. Oktober

Trag muntern Herzens deine Last und übe fleißig dich im Lachen. Wenn du an dir nicht Freude hast, die Welt wird dir nicht Freude machen. Paul Heyse

Vorgestern hab ich mein moderates Kardio-Programm aufgenommen, bevor der Winterschlaf die Oberhand gewinnt – täglich 5 Kilometer Radfahren, die Specker Straße lang bis ans südliche Ende von Waren, dann an den Häusern in der zweiten Reihe vorbei und wieder zurück auf den Weg in die Altstadt. Das dauert, je nach Tempo und Windstärke, ca. 30 Minuten und ist eine schöne Runde. Bei Regen, Sturm und Eis ist die Alternative eine Marktrunde zu Fuß oder in Extremfällen nur die Couch mit mentalem Training.

Mittwoch, 22. Oktober

Alles, was man macht, muss man gut machen, selbst eine Narrheit. Honoré de Balzac

Heute kommt Christine, meine ehemalige Nachbarin. Die Kinder sind mit Vater Björn in den Herbstferien im Elbsandsteingebirge, wie jedes Jahr. Eigentlich sollte heute Ruhetag sein, nach der Fahrt gestern mit Birgit, das sind ja auch immer viele Gespräche und Kontakte. Montag war ich bei Aniko und Mario in ihrer neuen Wohnung, Sonntag die Bustour, hier ein Treffen, da ein Treffen, dann noch bei Christa unten – einzeln genommen ist alles schön, nur die Masse macht das Gift. Mit Martina wollte ich heute auch noch telefonieren, bevor sie am Sonnabend mit Manuel und Nick und weiteren Beteiligten eine Woche Urlaub im Ferienhaus in Dänemark macht. Das bring ich nicht auf die Reihe, hab ich ihr gesagt, da es mit Christine auch kein Smalltalk ist, sondern tiefgründig ist. Ich hab irgendwie keine Aufnahme-Kapazität mehr.

Dienstag, 21. Oktober

Das besonnene Verhalten ist nicht etwas von der Glückseligkeit an sich Verschiedenes, sondern es ist selbst die Glückseligkeit. Chrysippos

Heute war ich mit Birgit wieder auf Rulum-Verbreitungs-Tour im Land unterwegs – diesmal im Wildpark MV und in zwei Buchhandlungen in Güstrow, genaugenommen eine mit einer Zweigstelle in der Fachhochschule. Das Buch im Waldschrat-Kostüm vorzustellen, wurde ihr als originelle Idee bestätigt. Das ist schon mal ein Hingucker! Als ich wieder zuhause war, hatte ich das Gefühl, einen Arbeitstag hinter mir zu haben und ich freue mich, sie bei ihrem Herzensprojekt unterstützen zu können.