Sonnabend, 4. März

Die besten und schönsten Dinge auf dieser Welt kann man weder sehen noch berühren, sondern nur im Herzen spüren. Helen Keller

Sonne, Wärme, Liebe, Blumen … die nächsten 4 Tage ist Schneegestöber angesagt.

Post vom Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Blitzer? Nein, mein neuer EU-Führerschein. Gültig bis 2038. Die Fahrten nach Rostock und Planung der Termine – wie viel einfacher war das noch, als ich meine Wohnung noch bei Heidi hatte. Das merk ich jetzt.

Freitag, 3. März

Das ist das Größte, was dem Menschen gegeben ist, dass es in seiner Macht steht, grenzenlos zu lieben. Theodor Storm

Nachdem monatelang stockfinstere Nacht war, ist es jetzt ins Gegenteil umgeschlagen. Wie um alles nachzuholen, wird der Marienkirchturm jetzt die ganze Nacht angestrahlt, wo sonst kurz nach Mitternacht die Lichter ausgingen. Dadurch hab ich die ganze Nacht ein Licht wie an einem Novembertag im Schlafzimmer.

Eine aus der Schamanengruppe hat gestern ein Foto geschickt und geschrieben: Das Wunsch-Armband ist fertig. Sollen wir es 40 Tage Tag und Nacht tragen? Ich hab weder das Armband fertig, noch die Wünsche. Noch nicht mal angefangen … Es ist, wie es ist und es kommt, wie es kommt. Was soll ich mir da wünschen?

Das ist doch der Grundsatz vom im Hier und Jetzt sein. Natürlich wünsch ich mir Frieden auf der Welt, dass alle Menschen satt werden, dass Rote Listen mit vom Aussterben bedrohten Tieren und Pflanzen sich in grüne verwandeln, dass die Spaltung in der Gesellschaft und in den Familien, auch in meiner, mit Liebe überwunden wird und wieder in die Gemeinschaft führt …

Die Erde ist ein fetter Sonntagsbraten, hübsch eingetunkt in süße Sonnensauce. Ist von Alfred Lichtenstein. Wenn das mal alle aufgetischt bekommen würden, die hier zu Gast sind.

Donnerstag, 2. März

Die Liebe hat ihren Instinkt, sie weiß den Weg zum Herzen zu finden. Lieben heißt, unser Glück in das Glück eines anderen zu legen. Honore de Balzac

Jupiter und Venus reichen sich die Hand am Abendhimmel. Das hab ich gestern schon bewundert – strahlend schön. Die Liebe nähert sich dem König. Durch diese Konstellation wird die Liebe der Merkaba – männliche und weibliche Energien wieder in die Einheit gebracht.

Seit gestern werden auch die Kirchtürme abends wieder angestrahlt, Georgenkirche und Marienkirche. Schön.

Montag, 27. Februar

Deine erste Pflicht ist, dich selbst glücklich zu machen. Bist du glücklich, so machst du auch andere glücklich. Ludwig Feuerbach

Gestern war ich zum Sonntags-Puschen-Café. Dazu hatten Heidrun und Falk in Klein D. jetzt das dritte Mal eingeladen, die anderen beiden Male war ich immer in Rostock. Birgit wollte mitkommen, hat aber abgesagt, krank. Das ist sehr schön und gemütlich bei ihnen auf dem Dorf und ich dachte, das wird eine kleine Kaffeerunde. Es waren aber bald 20 Leute da, mir fast schon zu viele. Im ersten Raum – Thema Krieg. Im zweiten Raum – Thema Krebs. In der Küche, wo ich dann gelandet bin – Thema Ehestreitigkeiten. Ich hab die Blaumeisen im Garten beobachtet und mich über das friedliche Bild gefreut.

Mein Apfelkuchen wurde hoch gelobt und ich wurde nach dem Rezept gefragt. Das kann ich nicht verraten, das ist ein Geheimnis der Fa. Coppenrath & Wiese. Den hatte ich auf dem Rückweg von Rostock mitgebracht, da ich durch das Seminar nicht zum Backen gekommen bin – und war auch gut.

Sonntag, 26. Februar

Dieses ist das erste Vorgefühl des Ewigen: Zeit haben zur Liebe. Rainer Maria Rilke

Wir haben gestern Bänder mitbekommen, die zu einem Armband geflochten werden sollen. Wir sollen 30 Wünsche aufschreiben und sie da mit reinflechten. Und dabei auch aufschreiben, was die Stimme sagt, die dafür spricht und die, die dagegen spricht. Es geht um das Es, Ich und Über-Ich, die drei Instanzen der Persönlichkeit. 30! – mir fallen nicht mal 3 ein.

Ich zeig nicht immer die größte Bereitschaft, vor allem, wenn’s in die Tiefe geht. Da kommt aber keiner drum rum. Unsere leitende Schamanin hat gestern Abend noch geschrieben: Ihr seid tapfer – Wir sind auf dem Weg, und ich finde auch, dass das tapfer ist.

Sonnabend, 25. Februar

Ein Tropfen Liebe ist mehr als ein Ozean an Wille und Verstand. Blaise Pascal

Jedes Schamanen-Seminar ist auch gleichzeitig Therapie für uns und heute hatte es die Körperarbeit in sich. Für zwei von uns ganz besonders, wir haben eine halbe Stunde überzogen. Nach 12 Stunden bin ich zurück am Kirchturm. Ich hatte zwischendurch paar Ermüdungserscheinungen und wollte mich bisschen rausziehen, das klappt da aber nicht. Dafür bin ich ab und zu mal vor die Tür gegangen, statt nicht hundertprozentig bei der Sache zu sein.

Freitag, 24. Februar

Alles ist gut, wir sehen uns, wenn ich wiederkomme. Kuss – Ich setze keinen Punkt hinter den Kuss, denn er hat kein Ende, er dauert an bis in alle Ewigkeit. Aus LIEBE

Die Freude mit Dana hat nicht lange gewährt. Sie hat einen akuten Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule mit Lähmung beider Hände. Das noch dazu zu dem, was ihr so schon das Leben schwer macht. Morgen fahr ich erstmal nach Rostock zum Schamanenkurs. Früh hin, abends zurück. Das war noch entspannter, als ich meine Wohnung noch bei Heidi hatte, da bin ich schon einen Tag vorher hingefahren, von da aus zum Seminar, danach noch da übernachtet und am Sonntag zurück.

Donnerstag, 23. Februar

Warum kann es nicht zu Ende sein? Sie verlassen sich. Ihre Herzen bluten. Grausam. Sie durchleben nebelgraue Monate, trübselige Tage, unter Menschen ohne Belang, weil sie nicht der, nicht die andere sind. Mit der Zeit werden sie heilen. Sie werden jemanden treffen. Sie werden erneut beben. Ein Leben voller Liebesgeschichten. Aus LIEBE – das schönste Gefühl der Welt

Bis die Kausalkette unterbrochen wird und nur noch eine übrigbleibt. Dann schaltet sich das Navi ein: Sie haben Ihr Ziel erreicht – und du weißt, du bist angekommen.