Dienstag, 13. Juni

Wir alle brauchen Freunde, sogar ein Baum. Bob Ross

Schon 43 Tage! Und nicht vergessen: Finger weg! Von der Zigarette natürlich.

Den letzten Absatz gestern hab ich gelöscht – der trennt, ich verbinde. Heute kommt Birgit zum Mittag und dann fahren wir wieder an den Hofsee … Schwimmen, Wasser, Sommer, Natur ist das beste Anti-Suchtprogramm. Gestern hab ich mich von den Wellen der Müritz hin- und herschaukeln lassen. Die Wassertemperatur ist 18,3 Grad laut Wasser- und Schifffahrtsamt in der Gerhard-Hauptmann-Allee auf dem Weg zum Volksbad – täglich mit Kreide angeschrieben. Ziemlich frisch im Vergleich zum Hofsee …

Montag, 12. Juni

Geh hinaus, in die Felder, die Natur und die Sonne, geh hinaus und versuche, das Glück in dir selbst zurückzufinden; denke an all das Schöne, was in dir selbst und um dich herum wächst, und sei glücklich! Anne Frank

Schon 42 Tage! Egal, wo und was man früher geraucht hat. Heute können Sie Raum und Zeit besser nutzen.

Gestern waren wir mit Birgit den ganzen Nachmittag am Hofsee bei Kargow und haben da noch Abendbrot gegessen. Das war Anbaden – ich war zweimal Schwimmen, einmal richtig lange. Es ist ein kleiner See mitten in Feldern und Wiesen, gestern mit einem blauen Himmel mit Engelsschwingen und Sonnenschein. Da fahren wir jetzt jeden Tag hin, wenn Birgit Zeit hat, morgen wieder. Heute fahr ich zum Volksbad an die Müritz … ich will jeden Tag schwimmen – als Anti-Smoke-Bewegungsprogramm.

Auf dem Rückweg haben wir noch Holunderblüten gepflückt, da macht Birgit Gelee draus. Die mecklenburgische Landschaft ist so mit Schönheit gesegnet, ab und zu mal ein Kirchturm mit einem kleinen Dorf, die Wald- und Feldwege scheinen nirgendwohin und doch ans Ziel zu führen …

Sonntag, 11. Juni

Fantasie hat ein Recht, im Schatten des Baumes zu schwelgen, aus dem sie einen Wald macht. Karl Kraus

Schon 41 Tage! Kaugummis sind ein beliebter Ersatz fürs Rauchen. Allerdings bitte nicht auf dem Bürgersteig austreten.

Gestern hab ich für Birgit und mich Spargel gekocht, heute gibt’s die Suppe und dann fahren wir zum See. Christa hab ich auch ein Tässchen runtergebracht, die sich wacker mit Rollator und Zimmerrollstuhl vorwärts bewegt nach dem doppelten Beckenbruch. Zum Glück ist sie in ihren 4 Wänden und ihrem schönen Zuhause. Tochter und Schwiegersohn sind dieses Wochenende in Berlin auf der Waldbühne zum Silbermond-Konzert. Da hab ich die Betreuung übernommen. Gestern hat sie mir eine Nachricht raufgesprochen, dass sie Appetit auf Vanilleeis mit Erdbeeren hätte oder einen Döner. Na, das passte gut – Erdbeeren hatte ich noch von unserem Nachtisch und Birgit hatte Raffaello-Eis mitgebracht und ruckzuck war der Wunsch gezaubert! Da hat sie sich sehr gefreut, denn damit hat sie nicht gerechnet. Den Eisbecher hab ich ihr mit den Worten übergeben Kleine Wünsche erfüllt der liebe Gott sofort …

Sonnabend, 10. Juni

Alleinsein ist schön, wenn man allein sein will, nicht, wenn man es muss. Annette Kolb

Schon 40 Tage! Durch das Nichtrauchen hat sich Ihr Stoffwechsel verbessert. Unterstützen Sie das durch viel Trinken. Natürlich alkoholfrei!!!!!

40 Tage Glimmstängel-Fasten und so geht’s weiter die nächsten 60 Tage, in denen mich mein Kalender von der BZgA Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung mit Spaß begleitet.

Heidi in Bandelstorf hatte eine blau-weiße Tankstelle mit Parkhaus, mit der Jonte stundenlang im Garten gespielt hat. Als ich heute mal nach der Bedeutung des Pfingsttreffens mit Maik, das jetzt 2 Wochen her ist, Oben angefragt habe, kam mir das Bild in den Sinn. Obendrauf stand das Schild Aral – Alles Super – Ist eine Antwort.

Freitag, 9. Juni

Wohl bin ich ein Wald und eine Nacht dunkler Bäume: doch wer sich vor meinem Dunkel nicht scheut, der findet auch Rosenhänge unter meinen Zypressen. Friedrich Nietzsche

Das bin ich …

Schon 39 Tage! Inzwischen dürfte vom gesparten Zigarettengeld ein hübsches Sümmchen zusammengekommen sein. Sie haben doch gespart. Oder? Ja, das fließt direkt in meinen Schamanenkurs! Und dazu ist mir gestern was Schönes eingefallen. Zu einem von unseren Treffen lade ich zu mir nach Waren an die Müritz ein …

Donnerstag, 8. Juni

Die Natur ist ein sehr gutes Beruhigungsmittel. Anton Tschechow

Schon 38 Tage! Ein guter Tag, um mal wieder frische Luft in die Lungen zu pumpen.

Gestern hatte ich mit Birgit – oder sie mit mir – einen Besichtigungstermin. Der Bahnhof in Schwastorf, ein denkmalgeschütztes Haus, steht zum Verkauf. Das haben wir uns angesehen. Darin wohnt seit 4 Jahren eine Familie, Mutter, Vater, eine Tochter, ein Sohn. Sie ziehen zurück in die Heimat der Mutter im Raum Bonn. Als wir die Zimmer besichtigt haben, hat mir der Sohn in seinem Kinderzimmer, in dem ein Piano steht, gesagt: Ich hab heute ein neues Lied gelernt – und hat es mir auch gleich vorgespielt: Someone you loved – Danke, Oskar! Es gibt immer wieder schöne kleine Wunder …

Mittwoch, 7. Juni

Nur eine Stunde von Menschen fern, nur eine einzige Stunde! Statt der tönenden Worte des Waldes Schweigen, statt des wirbelnden Tanzes der Elfen Reigen, statt der leuchtenden Kerzen den Abendstern, nur eine Stunde von Menschen fern! Auguste Kurs

Schon 37 Tage! 37 Tage Vorsprung und keine Chance für die teuflische Sucht.

Den ganzen Tag war kein Internet. Ich dachte schon, Lars hat den Stecker gezogen. Ich bezieh mein W-Lan vom Nachbarn. Legal natürlich.

Dienstag, 6. Juni

Alles Selbstdenken kommt mir wie Sünde vor, wenn ich in der Natur bin; könnt man ihr nicht lieber zuhören? Bettina von Arnim

Schon 36 Tage! Der richtige Zeitpunkt, sich kopfschüttelnd in Erinnerung zu rufen, woran man doch früher die Zigaretten angezündet hat. Also, ich hab gar keinen Toaster und wär auch nicht auf die Idee gekommen.

Mir ist übel wie in ’ner Schwangerschaft. Wer weiß, was da geboren werden will …

Montag, 5. Juni

In jedem Baum wohnt ein Geist, und sein Wohlergehen zu beeinträchtigen belastet die Stätte mit Unglück. Weisheit aus Asien

Schon 35 Tage! So langsam hat man für fast jeden Sport genügend Luft.

Das Wochenende wirkt noch nach! So viel Glück in unserem Geschenkkarton, hab ich in die Schamanen-Gruppe geschrieben. Das war die magische Reise im Wald zu den Kreisen im Boitiner Steintanz mit Trommeln und Zeremonie vorgestern, gestern eine tiefgehend faszinierende Trance-Reise zum Erdhüter der Aborigines, Pflanzen-Essenzen und ihre direkte Anwendung bei einer von uns, und dann – die Rückführungs-Trance bei zweien, von der die eine ich war. Ich wollte erst nicht, dann doch. Es war das Richtige und Fällige zur richtigen Zeit.