Heute ist Sonntag, der 3. November

Gestern Abend hab ich mit meiner Tochter telefoniert, um ihre Geburtstagseinladung zum Kaffee nächsten Sonnabend zu konkretisieren. Ich übernachte von Freitag zu Sonnabend bei Martina und hol dann die junge Familie – Michael, Jonte und Tamina – ab und fahr mit ihnen zu Andrea und Paul. Michael hat sein Auto verkauft, hat er mir neulich erzählt, als ich schon darüber nachgedacht hab, ihm meinen Prämien-Black&Decker-Autostaubsauger zu schenken. Das ist dir doch bestimmt schwergefallen, hab ich vermutet. Ja, aber er hat es an seinen Freund Niklas vertackert, der hat jetzt 3. Somit bleibt es in der Familie. Die 11 Kilometer zur Arbeit fährt er mit dem Fahrrad und Tamina hat ein Schüler-Freiticket für Bus und Bahn.

Aus Kostengründen – und das bei seiner Affinität zu Autos von klein an. Nach Schwerin können wir auch mit dem Zug fahren, hat er gesagt und dann – kurze Pause – nach Waren auch. Ich fand das erst bisschen traurig, aber was ist wichtiger im Leben? Einen alten Benz zu haben oder eine junge, glückliche Familie? Klarer Fall!

Tamina spendet jetzt jeden Monat 15 € an WWF, hat sie mir erzählt. Über ihre Ein-Einkommens-Situation mit Michael als Alleinverdiener mach ich mir wahrscheinlich mehr und unnötige Gedanken als sie. Als Unterstützung nach Kinderwagen und Erstausstattungs-Sponsoring richte ich ein Sparschwein ein für Jonte und füttere es jeden Tag mit 1 €, und an den Tagen, wenn ich ihn sehe, mit 2 … 02.08. – 3.11.19 = 93 + 4

Heute ist Sonnabend, der 2. November

Damit ist ein Tag von 30 meines Lieblingsmonats um. Und er zeigt sich heut auch schon von seiner schönsten Seite: Wieder wärmer, dafür mit Piesel-Regen …

Am 5. Frisör, 8. und 9. Rostock mit Geburtstagsfeier meiner Tochter am 9., am 13. unsere Betriebsbesprechung von Guti-Gutshaus mit anschließendem Essen, am 14. Multi-Visions-Show „Hurtig-Route auf dem Postschiff“ mit Carmen Sternchen, am 18. Zahnarzt Abdruck für Provisorium, am 19. Fensterputzer, am 25. Auto-Innenraum-Reinigung, am 28. Dani Termin für Füße und gemeinsame Mittagspause, am 29. Silvi für ein Freitag-Samstag-Wochenende. Das sind bis jetzt die festen Termine. Guti-Gutshaus ist nicht dabei, jedenfalls bis jetzt nicht in Form von Arbeit. Das ist auch gut so, denn der verstockte Schnupfen hält sich noch hartnäckig, trotz aller Anti-Maßnahmen.

Der Dezember sieht dann wieder freundlicher aus, bis auf Implantat-Behandlung am 16. – das hab ich so weit aufgeschoben, wie es ging und hoff, das vermasselt mir nicht das Weihnachtsfest. Bei Christine sind bis jetzt noch keine neuen Nachbarn eingezogen. Seit sie weg ist mit ihrer Family, also schon den ganzen Oktober, ist es still hier oben. Vorher war es lebhafter …

Lars hat sich mit dem Glockenläuten 18:00 Uhr in die Westsiedlung verabschiedet und damit zu Leyla und Haley, Wiebke war gestern mit ihrem Freund zusammen und ist heute nach Hause nach Berlin gefahren und damit bin ich noch die Einzige hier oben auf Etage 3.

Es sind noch Portaltage mit hochschwingenden Energien, die ich heute besonders fühle, als Regen in den Augen. Jetzt können die sich alle freuen mit Niedrig-Energie-Frequenzen, die mir das nicht gewünscht, nicht gegönnt und mir geneidet haben. Doch dadurch werden die nicht glücklicher und ich nicht unglücklicher. Zu Sigi halt ich jetzt  Abstand, sie meint es nicht ehrlich.

Heute ist Freitag, der 1. November

So schön, wie der Tag gestern angefangen hat, hat er auch aufgehört. Ich hab abends eine Meditation gefunden, eine Traumreise, und bin danach mit schönen Gedanken eingeschlafen.

Am Vormittag hab ich mit Erkältung meine letzten Blumen vor dem Frost reingeholt und umgetopft, mir mittags eine Halloween-Kürbissuppe mit Curry und Cayennepfeffer gekocht und nachmittags mein Buch zu Ende gelesen. Das war ein Happyend, was nur zwischen den Zeilen zu lesen war: Ein Abschied – aber ein vorübergehender.

Gebiete sanfte Herrin mir … Alles ist Magie – das Buch auch. Es enthält ein schönes Gleichnis für: Was du frei gibst, kehrt zu dir zurück! Hier wird ein Falke aus der Gefangenschaft frei gelassen. Und so, wie er am Abend zurückkehrt, wird auch der Mann aus England zurückkehren …

Die gute alte Rotlicht-Lampe – ich hab sie noch. Ich hab sie mir neben’s Bett gestellt und auf meine Nase ausgerichtet. Die wurde früher auch für Küken und Ferkel genommen, damit sie es schön warm haben. Für Babys ist die auch gut. Jonte hatte die Nacht zuvor schlimm gehustet, als ich am Sonntag da war. Hatte aber nur einen Body an, genau wie im Sommer, was da noch angehen mag. Aber jetzt … Das ist Underwear!, hätte ich am liebsten gesagt, hab mich aber nicht eingemischt. Christine hat ihre Sprösslinge auch immer zu dünn angezogen für meine Verhältnisse – die waren beide dauerkrank.

Heute ist Donnerstag, der 31. Oktober

Samhain-Fest fällt aus! Ich bekomm immer noch den Newsletter vom Elfenhof, ohne dass ich da aktiv bin, das ist noch aus Zeiten der Hexenschule. Hallo ihr Lieben, leider muss ich unser Fest absagen, es hat mich gesundheitlich voll erwischt. Wo man hinhört – alle krank.

Zwei schöne Sachen sind mir heute morgen in die Augen gefallen: Ein rotes Herz als Lindenblatt im WhatsApp-Status von Antje und ein weißer Schmetterling bei Ulla, mit dem Spruch: Das wunderbarste Märchen ist das Leben selbst! Und das, wo ich gestern grad des Zweifels Tiefst-Punkt hatte. Dass ich mich darüber gefreut habe, zeigt – ich nehm es noch wahr. So begann der Tag mit einem Lächeln … mit zweimal.

Heute ist Mittwoch, der 30. Oktober

Draußen ist die Gefriertruhe angeschaltet – das erste mal Frost. Erkältungsbad, Erkältungsbalsam, Erkältungskapseln und heiße Limette und Taschentücher – damit hab ich mich bei Rossmann ausreichend eingedeckt und bleib den dritten Tag im Bett. Wenn ich an meine Schwester im Wohnwagen denk, krieg ich das Frösteln …

Manuel war am Wochenende in Hamburg und sagt, der ganze Kurs war erkältet. Er wollte am Wochenende wieder kommen, wird wohl nichts.

Heute ist Montag, der 28. Oktober

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Dauerhaftem schlechtem Wetter musst du mit Geduld begegnen. Mach es wie die Schoppenstädter: Wenn es regnet, lass es regnen. Wilhelm Busch

Die Woche fängt mit einer ersten, dicken Herbst-Erkältung an – Husten, Schnupfen, Heiserkeit, dabei ist so schönes Wetter. Um 10 Frühstück beim Bäcker mit Anke und Cindy. Ich bin noch am Überlegen, absagen oder hingehen?

Von Martina hab ich mir ein Buch mitgebracht, historischer Roman im Mittelalter, von dem sie nicht sehr angetan war. Ich bin gespannt. Der Titel klingt schon mal gut: Gebiete sanfte Herrin mir …

Heute ist Sonntag, der 27. Oktober

Abends waren wir noch zur langen Einkaufsnacht, aber nicht zum Shoppen, sondern zu Glühwein, Flammkuchen und – ach, ein Buch hab ich mir doch gekauft auf dem Bücher-Flohmarkt: Ayla und das Tal der großen Mutter – ein dicker Wälzer für lange Wintertage, historisch, oder besser gesagt prähistorisch. Danach an der Alten Tankstelle noch ein Schoppen Wein, wo wir sogar noch draußen sitzen konnten. Ein schöner Tag war das!

Heute war ich in Rostock, und als ich abends zurück war, kam die Erkältung durch von dem kalten Seminar gestern. Erst war ich bei Andrea und Paul in ihrem neuen Heim, dann mit Tamina, Michael und Jonte im Botanischen Garten, mit vielen Fotos. Martina hat mich abgeholt und ich war noch bei ihr, bevor ich zurückgefahren bin.

Das war sehr schön heute, mit meiner Familie, meinen Kindern, meinen Lieben … schöne Glücksmomente, mit Allen, die in meinem Herzen sind.

Heute ist Sonnabend, der 26. Oktober

Tamina ist 19 geworden – sie ist Jahrgang 2000. Da muss man nie überlegen, wie alt sie ist. Was für ein himmlisches Alter, hat Martina gesagt. Ich weiß nicht, ob sie himmlisch gesagt hat, aber ich glaube. Ja, damit hat sie einen Lebensfaktor von 5. Ich – oder wir – haben noch einen von 1,5. Je höher man auf der Lebensleiter kommt, um so mehr ändert sich die Sicht auf das Leben. Man sieht immer mehr von oben drauf. Wenn Gott es bei uns schafft, ihn zum Gespräch zu bitten, sind es meist herbe Verluste, die wir eingefahren haben. Kein Millionär, oder schlimmer noch Milliardär, wird fragen: Oh, mein Gott, warum ich, warum hast du mich dafür ausgesucht?

Wir werden geboren, wachsen auf, heiraten, bekommen Kinder, Enkelkinder und dann schließt sich der Kreis langsam wieder.  In der Regel. Wenn alles glatt läuft, machen wir gar keine Bekanntschaft mit Gott, wenn wir nicht in einen religiösen Hintergrund hineingeboren sind. Nur die Schicksalsschläge – Verlust von Gesundheit, von nahen Angehörigen, von Hab und Gut – erinnern uns daran, dass es noch eine höhere Instanz gibt oder geben muss, an die wir uns wenden können, wenn wir uns zu klein oder zu allein oder beides fühlen, um damit weiterleben zu können.

Google: Unter Resilienz wird die Fähigkeit von Menschen verstanden, Krisen im Lebenszyklus unter Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen zu meistern und als Anlass für Entwicklung zu nutzen. Resilienz ist die Kraft, mit der man es vom Boden wieder auf die Beine schafft. Resilienz – das ist heute das Seminar der Weiterbildung von Notfallbegleitung, für das Carmen und ich uns eingetragen haben. Gott kann zur Ressource werden …

Universitätsmedizin Greifswald – da war unsere jährliche Fortbildung. Auf der Räucherbank fanden sich die Süchtigen ein, wer nicht gehen konnte, kam im Rollstuhl. Eine auffallende Frau, die neben mir saß – Haare und Make up 1 A, lange Gel-Nägel, Pelzmantel, Strassjeans, gütige Augen, reiferes Lebensalter – hat zu mir gesagt: Wir können schon zufrieden sein, wenn es nicht durchgängig regnet … Sie kann nur den Herbst gemeint haben, denn es war blauer Himmel und Sonnenschein. So kamen wir ins Gespräch. Dann kam Carmen dazu und hat gefragt: Sind Sie Patientin hier? Ja, ich bin auf Lunge hier – aber Zigarettchen schmeckt trotzdem, hab ich gedacht. Ihre Form von Resilienz.

Der Workshop – Thema verfehlt. Ich hab mich mit Bewertungen zurückgehalten und gedacht: Bloß nach Hause. Kalter Seminarraum, harte Stühle, keine Pause in 3 Stunden, erst auf Anfrage, und völlig am Thema vorbei. Es war im Grunde eine Dienstbesprechung zu Notfall-Begleitung. Zwei Dozenten, von denen der eine, der neben mir saß – von der Zollfahndung – noch meine Sympathien hatte, weil ich in seinen Augen gesehen habe, was ich auch in meinen sehe, wenn ich in den Spiegel gucke …