Heute ist Mittwoch, der 19. Februar

Es ist erst der zweite Monat von 2020, doch ich denk jetzt schon: Den letzten Tag des Jahres werd ich nicht mit Arbeit verbringen, nicht in Guti-Gutshaus. Ich weiß nicht, wie ich darauf komme – der Gedanke war heute einfach da. Ich würd es Eingebung nennen.

Das ist eine Woche in völligem Müßiggang, bis Freitag, 14 Uhr …

Der Teufel flüstert: Diesen Sturm wirst du nicht überstehen! Der Krieger antwortet: Ich bin der Sturm! Den Spruch hab ich heute entdeckt. Wie oft ging mir das schon so! Ich hätte es nur in andere Worte gefasst.

The Breakers Diving & Surfing Lodge Soma Bay, Hurghada – ich seh mir bei Google die Bilder an und stell mir meine Tochter da vor. Da würd ich’s jetzt auch gut aushalten. Überall, wo es wärmer ist.

Heute ist Dienstag, der 18. Februar

Gestern hab ich mal die Bewertungen für Guti-Gutshaus bei booking.com gelesen, nachdem mein Schwesterchen abends wieder weg war. Darunter auch die vom letzten Sommer, in der die Küchenkraft – Anja, Hotel- und Restaurantfachfrau – als vorlaut und unfreundlich kritisiert wurde. Das hatte sie mir erzählt. Antwort der Geschäftsführung: Das tut uns leid. Sonst wird unser Personal immer als freundlich und zuvorkommend eingeschätzt, und ist eine Ausnahme durch Personalmangel und Überlastung in der Hochsaison. Sonst sind es überwiegend gute Bewertungen.

Geschlafen bis um 11, mit Bozena telefoniert bis um 12, jetzt kleiner Marktgang mit Essen von U-Nautic und dann mit Buch auf Couch! Kanonengrauer Himmel – das ist nicht von mir, das hab ich gelesen.

Vor U-Nautic hat meine Tochter noch angerufen, um mir zu sagen, dass sie mit Schwiegereltern eine Woche nach Ägypten in Surf-Urlaub fliegen und – wo Haus- und Versicherungsordner stehen, falls sie abstürzen. Sag nicht sowas! – Kann doch passieren, wir fliegen mit ’ner Billig-Airline und man kann immer mal abgeschossen werden von Idioten. – Das wird nicht passieren, ich hab meine Eltern früh verloren, da werd ich nicht noch meine Kinder verlieren. – Du hast ja Willi noch und Familie. Das ist der Spitzname ihres Bruders. – Michael ist Michael und Andrea ist Andrea, hab ich gesagt, Du bist meine Tochter und meine Erstgeborene! Würde das wirklich eintreten, würde ich bereuen, ihr nicht noch gesagt zu haben, wie sehr ich sie liebe.

Um 3 kommt meine Schwester zum Kaffee, die mittlere. Da freu ich mich und bin gespannt, wie ihr Avaleja-Projekt vorangeht. Sie hatte den Besitzer vom Schloß Klein-Plasten kontaktiert, wegen der Vermietung von Räumen. Ich weiß das Ergebnis noch nicht.

1.2. – 18.2.2020: 77 Besucher, 222 Aufrufe

Heute ist Montag, der 17. Februar

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen. Wilhelm Busch

Ich hab das Glockenläuten aufgenommen und an unsere Schwestern-WhatsApp-Gruppe geschickt, und an Sabinchen. Ein Morgengruß vom Kirchturm …

Nachdem Uranus am Tag der Liebenden für Überraschungen gut war, sorgt jetzt die Mondkraft durch positive Konstellationen für ein kosmisches Feuerwerk! Quelle ist wieder Mondarchive Alpenschau.

Das sieht bei mir so aus: Obwohl Sonntag war, hab ich gestern vor’m Losfahren gewohnheitsmäßig in den Briefkasten geguckt. 100 Euro gewonnen bei Glöckle macht glücklich! Vorher kam Aniko noch, um sich für unsere Hochzeitskarte zu bedanken. Jeder hat ein schönes Lavastein-Armband aus Fuerteventura bekommen, außer Wolfgang. Die Perlen sehen aus wie Pimentkörner …

Angekommen im Guti-Gutshaus, hat mir Nicole Frühstücksfee eine für unsere Verhältnisse mittlere Trinkgeldausschüttung überreicht. Am Tag davor haben Fritzi und ich das in gegenseitigem Einvernehmen durch Direktentnahme entschieden: 10 du, 10 ich! Und nicht in den Pott für die Allgemeinheit. Übrigens hab ich erfahren, dass seine Mutter mit mir zusammen Geburtstag hat – und er einen Tag später am 8.7.! Schöne Zufälle …

Dann hat noch Bozena angerufen. Ich hatte über zwei Jahre nichts von ihr gehört, weil wir uns aus den Augen verloren haben. Uns verbinden 5 Jahre Bühnenarbeit bei der Müritz-Saga. Wir hatten beide die beliebtesten Rollen beim Publikum.

Einen neuen Nachbarn in der Wohnung von Christine nebenan hab ich auch.

Und der Vollständigkeit halber: Nach den 100 Eus kam mir ein Auto mit RM entgegen,  umgekehrten Initialen. Bei einem Blick in den Rückspiegel hab ich auf der Heckscheibe den Schriftzug Married gesehen …

Mir verschwammen die Augen vor Glück über so viele kleine Aufmerksamkeiten: Ob es nun ein Losgewinn mit der Endnummer 77 ist, ein Armband von Mutter Erde, ein saftiger Mohnkuchen mit Kornblumenblütenblättern bestreut, mein Jonte-Herz, die goldene Seele, oder ein Bild zum Valentins-Tag ist. Das hat er mir nicht wirklich geschickt – aber man kann es so sehen, wenn man will.

 

 

 

Heute ist Sonntag, der 16. Februar

Als ich gestern losfahren wollte, hat Michael mir noch Fotos geschickt: Neues vom Jontimann. Die hab ich mir erst noch angeguckt, die haben mir meine 8 einhalb Stunden versüßt. Und heute früh gleich wieder. Wie kann er bloß gucken?, hab ich geschrieben. Er ist ein richtiger Charakter-Darsteller. Ich guck mir die andauernd an … Das hat zwar Spaß gemacht mit Fritzi und den Gästen und selbst mit dem Chef, aber meine Beine … Als ich um 23 Uhr nach 9 einhalb Stunden, mit Fahrtzeit, und den drei Etagen Treppe in meine Wohnung kam, hab ich gesagt: Bitte lasst mich mein Geld leichter verdienen und nach Oben geschickt. Mein Nebeneinkommen, hab ich mich verbessert. Dafür muss ich für mein Haupteinkommen nichts mehr tun.

Vorher war ich noch schnell bei Edeka, zwei Flaschen Wein kaufen. Und, frei oder arbeiten?, hat die Kassiererin gefragt. „Mein Wochenend-Einkauf – mit Essen werd ich auf Arbeit versorgt“, hab ich gesagt. „Zwei Doppelschichten und eine normale.“ Doppelschichten – das geht gar nicht, in unserem Alter! – „Die sind alle in Sommerurlaub.“ Trotzdem, das geht gar nicht!

Erstes Frühstück heute: Kaffee, Schmerztablette, Zigarette

Heute noch die Café-Schicht von 14 – 18, dann ist Wochenende! Das ist die normale Schicht. Dann noch zwei solche Wochenenden von insgesamt 4 und dann ist unsere Anja wieder da.

Bei meinem Weiterleben-Programm merk ich, dass ich wieder öfter lächel – morgens beim Aufwachen, beim Einschlafen und auch zwischendurch.

Lass es dir gut gehen, Maik, hab ich zu ihm gesagt, zu seinem Foto. Und war versucht, über sein Gesicht zu streichen. Mein Sternenmann …

Heute ist Sonnabend, der 15. Februar

Heute Morgen war zum ersten Mal Vogelzwitschern zu hören. Nur kurz, aber immerhin …

Gestern war der Chef da und hat mich begrüßt mit: Wenn du Zeit und Lust hast, kannst du ja einen Kuchen backen, mit Mohn. Lust hatte ich nicht im geringsten, aber Zeit. Da hab ich mir aus dem Backordner Mohn-Mandelkuchen rausgesucht. Das war das einfachste. Dafür hatten wir alle Zutaten da und es war kein Aufwand, die zusammenzurühren. Irgendwie stand ich gestern neben mir.

Gar nicht schlimm, wenn man am Valentinstag nicht verliebt ist, hat Manja in ihrem Status stehen. Am Totensonntag ist man ja auch nicht tot.

Heut nochmal so’ne Doppelschicht. Ich frier und bin müde und würd lieber Schlaf nachholen aus den Nächten um Vollmond rum. Sigi und Wolfgang haben mich zum Essen eingeladen, das sag ich ab. Ich hab keinen Appetit und bleib im Bett, bis ich losfahre …

Heute ist Freitag, der 14. Februar

Mit der Hochzeit gibt es auf dem Standesamt natürlich auch eine Feierrede oder Ansprache, mir fällt grad nicht das passende Wort ein. Jeder, der ein halbes Leben hinter sich hat und verheiratet war oder ist, denkt sich sein Teil dabei … Ich war zweimal verheiratet.

10:40 Uhr Der Hochzeitshimmel wirkt wie 14. November, obwohl es da manchmal freundlicher ist. Vorhin Badewanne und eben die Hagebutten-Sahne-Sauce, zum Glück gelungen, über die Bratenscheiben gekippt. Rezepte mit dem Siegel „Das erste Mal“ tragen immer ein gewisses Risiko in sich. Und nun, frauentypisch: Voller Kleiderschrank und nichts anzuziehen. Ich hab mir ein rotes Kleid ausgesucht, wegen Valentinstag und Rot ist die Liebe und Hochzeit – alles zusammen! Und Spitzentaschentuch nicht vergessen – meist kullern dann doch die Tränen wegen archetypischer Sehnsucht.

Hast Du keinen, mit dem Du Valentinstag feierst?, hat mich Fritzi-Koch heute gefragt. Nein, ich feier hier, mit Dir, hab ich gesagt. – Ja, genau! Hast du gar keinen, hat er genau gefragt.

Uranus sorgt für Überraschungen am Tag der Liebenden!, hab ich heute Morgen in Mondkraft Alpenschau gelesen, ohne das für voll zu nehmen. Ja – Maik hat ein neues Profilfoto in WhatsApp, hab ich zufällig nach Feierabend gesehen. Da ist er noch drin, weil weder Löschen, noch Kontakt hinzufügen auf dem Handy richtig funktioniert. Es sieht aus, als ob er ein Mann geworden ist. Ein Mann, den ich nicht kenne …

Heute ist Donnerstag, der 13. Februar

Heut bin ich wieder bei Dana, Füße machen lassen. Da ich sie immer noch nicht davon überzeugen konnte, dass ich es ihr bezahle, nehm ich immer was zu essen mit und wir machen zu fünft oder zu sechst, je nachdem ob Mudder auch da ist, eine Stunde Mittagspause zusammen. Eigentlich wollte ich mal wieder warm kochen, aber was ich mir aus Dr. Oetker Partyrezepte rausgesucht hatte, muss auch über Nacht in Sahne eingelegt werden. Das ist mir diesmal zu aufwändig, denn es steht schon der in Rotwein-Zwiebel-Knoblauch-Sud liegende Hochzeitsbraten auf der Terrasse. Den schieb ich heute Nachmittag ins Rohr, damit er morgen fertig ist. Die größte Veränderung durch die Eheschließung besteht für Aniko in einem klangvollen Nachnamen. Bis jetzt heißt sie Rumpel …

Hallo Anita! Ich habe heute dein Buch bei Amazon gekauft. Es kommt Freitag. Ich freue mich schon und möchte gern, dass du es signierst. L. G. Angelika Gestern, 21:37 Uhr

Ach, du meine Güte – da mach ich mich vor meiner Cousine nackig. Es sollte auf dem Boden der Truhe ruhen, in die ich es gelegt habe.

Morgen ist nun die Hochzeit. Die beiden sind einen Tag eher als geplant von Fuerteventura zurück gekommen, weil sie dachten, sie schaffen es sonst nicht pünktlich, wegen Sturm und Flugverkehr lahmgelegt. Standesamt, dann Essen im kleinen Kreis, während das Brautpaar in Familie weiterfeiert. Dann Guti-Gutshaus …

Heute ist Mittwoch, der 12. Februar

Wenn ich von wildfremden Männern träume, geht ja noch. Aber wenn der Hausmeister nachts neben meinem Bett erscheint mit ’nem Kondom-Päckchen in der Hand und fragt, ob ich ihm das mal aufmachen kann, ist das fast schon ein Alptraum. Er reißt gern zotige Witze, deshalb wohl. Das ist unterstes Keller-Gewölbe. Den TÜV-Termin heute sag ich ab, ich mach keinen Schritt vor die Tür bei der Sintflut …

In Guti-Gutshaus sind alle ausgeflogen in sonnigere und wärmere Gefilde. Nur Fritzi-Koch und ich machen meteorologisches Survival-Training und halten hier die Stellung. Ich hatte heute das Gefühl, ich muss mich mal belohnen, zum Valentinstag und auch so – nicht immer nur Rechnungen bezahlen und viel arbeiten und wenig feiern. So haben mich meine Schritte auf dem Rückweg von Toyota – ich war doch da, Petrus hatte mal den Hahn abgestellt und wer weiß, wie es nächste Woche aussieht – zu Hunkemöller geführt. Der Laden ist relativ neu bei uns. Da hab ich mir einen weinroten Unterrock mit Spitze gekauft, schön in Seidenpapier eingeschlagen. Das ist ein luxuriöseres Kaufgefühl als bei Ernstings in der Plastik-Tüte.

Beim KVA für TÜV, AU und Durchsicht bin ich bis jetzt schon bei über 500 ohne Arbeitslohn. Da kommt’s auf ein Wohlfühl-Dessous auch nicht mehr an. Und wo ich schon dabei bin, Essengehen in U-Nautic – in, nicht am Stand davor – folgt demnächst auch noch. Ich hab Sauerbraten mit Rosenkohl auf der draußen ausliegenden Speisekarte entdeckt. Das bekommt man sonst kaum wo. Essen ist die Erotik des Alters, kommt mir da in den Kopf – doch das gleicht der Unterrock wieder aus. Ich wär gleich heute eingekehrt, ist mir nur zu ungemütlich …

Heute ist Dienstag, der 11. Februar

Der MOND im Tarot

Darum geht es: Eifersucht, Sehnsucht, Ängste, Beklemmung, Versuchung

Das ist jetzt wichtig: Lassen Sie sich nicht verunsichern!

Zu Ihrer Beziehung sagt Ihnen der Mond: Wahrscheinlich wissen Sie momentan nicht so recht, wie es zwischen Ihnen weitergehen soll. Die Sorge zu scheitern, ist verständlich. Um so mehr geht es jetzt darum, unbeirrt nach vorne zu blicken und sich nicht in dunklen Fantasien und emotionalen Sümpfen zu verirren.

Wenn Sie eine Beziehung suchen, rät der Mond: Auch wenn Sie sich vor einem mutigen Schritt scheuen, weil Sie Versagensängste plagen, sollten Sie diesen Weg jetzt dennoch gehen. Er führt Sie in die richtige Richtung.

Das gibt der Mond zu bedenken: Es gibt Momente im Leben, da verirren wir uns im Zauberwald unserer schlimmsten Befürchtungen und Fantasien und drohen zum Opfer all der verwunschenen Gestalten und flüsternden Stimmen unseres Unbewussten zu werden. Gerade dann ist es wichtig, unbeirrt dem Weg zu folgen.

Aus: Brigitte Theler LIEBESTAROT – Ein Wegweiser für Partnerschaft und Freundschaft

Tarot spricht durch Bilder …

Amors Botschaften: Wenn Liebe die Antwort ist, wozu dann noch Fragen stellen?

Ich hab geträumt, ich war mit jemand zusammen. Ich hab immer gedacht: Was macht der hier? Das ist nicht der Richtige.

Um 10 hat mich Ulla mit WhatsApp geweckt. Ich lieg noch in den Federn und steh frühestens mittags auf. Das Wetter ist zum Gotterbarmen …

Der Vollmond führt in die tiefsten Gewölbe, das kenn ich. Doch wenn orkanartige Stürme, Portal- und Schwendtage und kosmische Konstellationen dazu kommen, geht es noch drei unterirdische Etagen tiefer, wo die Seele noch keinen Fuß hingesetzt hat und es ohne Urvertrauen auch nicht würde, wegen der Befürchtung, nicht mehr ans Tageslicht zurückzufinden. Dann wünsch ich mir normal zu sein und weniger zu fühlen als der Durchschnitt.

 

Heute ist Montag, der 10. Februar

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Die Gelassenheit des Geistes ist eine der schönen Juwelen der Weisheit. James Allen

Wer ist das? James Allen, 1864 – 1912, war einer der ersten Autoren von Büchern zu Persönlichkeitsentwicklung und Motivation sowie einer der bekanntesten Autoren innerhalb der Neugeist-Bewegung.

Da muss man erstmal hinkommen. Ich hab fast 14 Jahre dazu gebraucht – auf der Etappe, die Gelassenheit am meisten gefordert hat. Von der Begegnung mit Maik bis heute …

Heute früh guck ich – was ist denn da an meinem Schlafzimmerfenster? Hat mir der Sturm da einen Zettel angeklebt? Es ist ein Stück Gold-Folie, 4 x 2 Zentimeter. Das ist ein schönes Zeichen find ich … ein Geschenk vom Vollmond! Für goldene Zeiten …

Ich wollte ausschlafen, doch Lars hat mich gefragt, ob ich mal 5 Minuten Zeit für ihn habe und ihn mit seinen Maler-Utensilien in Leylas neue Wohnung fahren kann, um da zu tapezieren. Die Bude wurde mit nackten Wänden übergeben. Das ist dann meine gute Tat für heute und meine einzige. Nur gut gehen lassen und entspannen, und abends kommt mein Schwesterchen …

Ich hab einen prachtvollen Vollmond in der Terrassen-Fensterscheibe, hab ich eben gesehen, als ich rausgehen wollte. Guck dir das an, hab ich gesagt. Das ist wirklich ein Mondjahr!

Heute hab ich erstmal Guti-Gutshaus angerufen, um zu sagen, dass ich Freitagnachmittag gar nicht kann. Da ist die Hochzeit von Aniko und Mario – das ist mir irgendwie untergegangen …