Donnerstag, 10. Juni

10 Blitzer € im Briefkasten von Pfingsten – das konnte den schönen Tag gestern nicht schmälern.

Das 7-Tage-Inzidenz-Wetter zeigt meist so Mitte 20 Grad an, nur einmal getopt von 27, gefühlt 29. Aber da hab ich frei. Damit komm ich bei Guti-Gutshaus gut über den Juni.

Heute ist Neumond in den Zwillingen und sichtbare partielle Sonnenfinsternis. Es gibt auf YouTube etliche Videos dazu. Ich hab mir ein Kartenreading von Artemis Tarot ausgesucht: Die Chance auf gewaltige Veränderungen – Neumond – Sonnenfinsternis Orakel. Das trifft den Nagel voll auf den Kopf. So wird jeder, der was darüber wissen möchte, für sich das Richtige finden …

Mittwoch, 9. Juni

Ein Enkelkind zu haben, ist wie sich neu zu verlieben, stammt aus dem bemerkenswerten Buch Der Tanz der Großen Mutter von Clarissa Pinkola Estés. Sie hat auch Die Wolfsfrau geschrieben, das kennen bestimmt einige. Mir fiel der Untertitel auf: Von der Jugend des Alters und der Reife der Jugend. Das hat mich an meine Annonce damals erinnert: Hast Du Lust auf Entdeckungen, nachdem das Alter der Jugend in die Jugend des Alters gewechselt ist? Dann freu ich mich auf Dich! Ich hab sie zeitlos geschrieben. Ich hätte 30 oder 60 sein können. Ich war genau dazwischen. Ich wusste auch nicht, welche Altersgruppe sich darauf melden würde. Er ist ein paar Tage jünger als ich, nicht mal 7 Jahre, knapp 6 1/2 …

Das ist lange her, ich hab mich nur dadurch dran erinnert, was ich mal auf den Weg gebracht habe.

Das waren jetzt 3 Tage mit Besuch und unterwegs sein – erst in der City, was unsere schöne historische Altstadt rund um den Markt ist, und heute zum ersten Mal in diesem Jahr Premiere: Mit Gabi und dem Fahrrad in den Nationalpark. Mein Rad hat also heute zum ersten Mal wieder das Sonnenlicht gesehen, ich musste es erst aus dem Keller hochhieven. Wir sind nach Müritzhof gefahren – ein Landschaftspflegehof mit Gastronomie, Einrichtung des Lebenshilfswerks, und mit dem Auto nicht erreichbar. Auf dem Rückweg Schwimmen in der Feisnek – auch Premiere. Ich war ganz selten schon im Juni im Wasser. Danach im Flomala – Hotel Weit Meer – noch ein Kaffee auf der Seeterrasse direkt an der Müritz. Das wär bald nichts geworden, sie hatte noch 2 €, ich 3, nachdem wir in Müritzhof schön gegessen und auch noch was aus dem Hofladen mitgenommen hatten. Wir haben unsere Restbestände zusammengeschmissen und für 2 Käffchen hat’s gereicht.

Yes! 3 tolle Tage waren das jetzt – morgen und übermorgen wieder Gutshaus …

Dienstag, 8. Juni

Waren ist reanimiert – WIEDER ZUM LEBEN ERWECKT. Noch nicht mit so kräftigen Atemzügen wie sonst, aber das ist schon ein ganz anderes Gefühl als sonst. Als ich gestern mit meiner roten Canna-Blüte in der Einkaufstasche an Pier 3 am Hafen langgegangen bin, hat mich ein freundlicher Kellner aus südlichen Gefilden angesprochen: Guten Morgen, die Sonne scheint … und wir hatten ein kurzes, aber schönes Gespräch.

Mittags kamen überraschend Silvia und Detlef mit ihrem Enkel Diego aus Rostock, den sie für eine Woche bei sich haben, mit dem Zug. Er spielt immer Bus- und Bahn-Dispatcher. Früh hat Silvia geschrieben: Wir fahren mit dem Doppelstockzug Richtung Elsterwerder und steigen in Waren aus und sind um 12 bei dir. Bist du zuhause? Wenn ich weiß, dass ihr kommt, bin ich da. Das ist eine tolle Tour! Da war ich mir noch nicht sicher, ob das Fantasie ist oder ob sie wirklich kommen. Aber ich hab mir das schon gedacht, da Diego gerne begeistert Zug fährt. Um halb 3 sind sie mit dem RE 5 zurückgefahren. Erst waren wir mit ihm am Schiffspropeller-Brunnen am Hafen, aus dem er gar nicht wieder raus wollte, dann auf dem Spielplatz mit unserem Wappentier Seeadler, alles an der Müritz – dann im Kietz-Speicher ein Basecap für ihn kaufen und schließlich Lurchi-Sandalen, die Kindermarke von Salamander, bei Anika. Silvi hat sich für meine gute Beratung bedankt.

Als ich nach Hause kam, war die Terrassentür offen und Schuhe standen im Flur. Was ich erst für Männersandalen gehalten habe, waren Birgits ausgelatsche Treter. Sie war schon hier und hatte Mittag gekocht. Ihre Sprachnachricht hatte ich nicht gehört, Handy hing am Ladekabel. Hendrik kam später auch noch dazu. Er hatte mich schon mit meinem Besuch in der Langen Straße gesehen, ich ihn aber nicht.

Ja, und heute – auch ein besonders schönes Highlight. Mittags Treffen mit Carmen Sternchen …

Extra-Tipp heute mit Grüßen vom Mond:

Intensive Feuchtigkeitsmaske – z. B. mit Traubenkernöl. Beruhigt gestresste Haut und zieht zugleich die Anstrengung aus dem Körper.

Mein Lieblingskleid gab’s eben auf dem Markt noch in einer anderen schönen Farbe. Hab ich gleich gekauft und angezogen! Von Danas Tochter Vivi hol ich mir bei Apollo nachher frische und glückliche Eier ab. Sie arbeitet da. Dankeschön: Mumm Rosé

Montag, 7. Juni

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Was der Sonnenschein für die Blumen ist, das sind lachende Gesichter für die Menschen. Joseph Addison

Ich hab gestern einen noch schöneren gelesen: Enkelkinder zu haben, ist wie sich neu zu verlieben.

Ich hab grad an Jonte gedacht, da hat mir Tamina ein schönes Foto von ihm geschickt – mit Sonnenbrille und Krokodil-Hut, herrlich!

Sonntag, 6. Juni

10 vor 10 – sonntags bimmelt es mir von beiden Seiten, links und rechts, in die Ohren – Georgen- und Marienkirche. Das ist schöner Sonntagsfrieden, vor allem, weil ich frei habe. 2 Warm ups in Guti-Gutshaus, gestern mit Grillen, reichen bis Donnerstag – und dann noch Freitag. Bist du morgen auch hier?, hat Steffen, unser Hausmeister gefragt. An meiner Stelle hat Fritzi geantwortet: Anitchen hat eine 2-Tage-Woche! Das reicht doch auch, hat der gesagt. Aber voll und ganz. Als ich zurückkam, war ich mit Lars, der auch gerade Feierabend hatte, sponan noch bei Aniko und Kerstin vom Nebenhaus zum Hof-Absacker mit Rosé.

Beim Morgenkaffee hab ich erstmal die aufgelaufenen WhatsApps beantwortet, Martina, Carmen, Christa, Ulla … Mit Gabi hab ich mich für Mittwoch für eine Radtour nach Müritzhof verabredet. Das ist dann die erste in diesem Jahr! Heute kommt Christa zum Käffchen auf Terrässchen und mit Carmen Sternchen – forever young – ist auch schon lange ein Treffen geplant. Forever young ist ein Video, das sie mir zum Sonntagmorgen geschickt hat, herrlich!

In der Nachricht an Ulla hab ich die vorigen Tage zusammengefasst: Birgit war hier und hat Ingo und Hendrik in ihr Büro, was mein Wohnzimmer ist, mitgebracht. Sie hat das Essen geliefert, ich hab für uns gekocht, unter anderem eine Stunde den Spinat aus ihrem Garten handverlesen. Das mach ich gerne, nur wenn ich arbeite, wird es mir bisschen viel.

In geteimten Abständen – wie heute 6.6. oder 5.5. oder 7.7. – denke ich, was ich ihm jetzt sagen würde: Glaubst Du, meine weibliche Weisheit und Sinnlichkeit wurde mir gegeben, um sie Dir nachzuschleudern? Deinetwegen bin ich hierher* gekommen.

* hierher – auf Erden

Sonnabend, 5. Juni

Für’n ersten Tach gestern reicht das – Guti-Gutshaus von 5 bis 10. Das ist schon einmal Manja Nageltante. Ich rechne das immer in Wohlfühleinheiten um.

Jetzt kommt mein Öl Nr. 4 – Regeneration – zum Einsatz, um seine volle Wirkung zu entfalten. Heute fahr ich schon halb 3 los und dann geht’s von 15 Uhr bis open End. Zum Arbeiten ist es schon wieder zu warm mit 26 Grad …

Freitag, 4. Juni

So, wie ich mich sonst über gutes Wetter freue, freu ich mich heute über schlechtes zum Guti-Gutshaus-Auftakt. Mit um so weniger Gästen ist zu rechnen. Ich bin mit Fritzi Koch in der Spätschicht ab 17 Uhr – nach siebeneinhalb Monaten frei – zuletzt am 17. Oktober.

Mit dem, wie es war, komm ich nicht mehr klar. Ich brauch eine radikale Veränderung. Die ist gerade im Gange. Auf der Haben-Seite sind zwei schöne Wohnungen und damit Aufenthaltsorte für mich da, zu unterschiedlichen Zwecken. Die eine für mich und Jonte mit Heidi und Horst – hier für mich und Birgit und ihre zahlreichen Kontakte.

Als ich Pfingsten in meiner Zweitwohnung war, hab ich gehört: Das hier bleibt dir erhalten. Ich hatte Zweifel, ob das finanziell weiter möglich ist. Da war ich beruhigt.

Gestern mit Hendrik und Birgit war mein Wohnzimmer ein Großraumbüro. Er am Esstisch, Birgit an ihrem Schreibtisch und ich an meinem Laptop-Platz. Wir haben zusammen auf der Terrasse Mittag gegessen, das Birgit mitgebracht hat und ich zubereitet habe. Das war auch schön. Mit ihm versteh ich mich gut. Heute kommt Ingo mit Birgit her, er will ihr Speicher auf dem Handy freiräumen. Ihn kenn ich auch von unseren Treffen in Klein D.

Ich hab nochmal nachgedacht. Statt das als Eindringen in meine Privatsphäre zu sehen, seh ich es als Bereicherung – als Tag der offenen Tür.

Donnerstag, 3. Juni

Leute!, warum sind die Energien, wenn Waschen, Putzen, Gießen im Mondkalender steht, auf einem Level, das gerade für Frühstücken und Tagträumen reicht? Das ist meine Anfrage nach Oben, aber eher eine Feststellung als Frage. Weil Mondpause ist, da fehlt immer der Antrieb …

Mittags kommt Birgit mit Hendrik, der hier bei ihr seine Mails checken will. Ob das okay ist, hat sie gefragt, wenn sie ihn mitbringt? Sie hat hier aber schon Leute mitgebracht, als ich nicht hier war, von denen ich nichts wusste. Das stecken mir natürlich die Nachbarn. So war unsere Mitwohngemeinschaft nicht gedacht. Das ist mein Heiligtum hier, da kann sie nicht jeden anschleppen, den ich gar nicht kenne.

Heute ist Mittwoch, der 2. Juni

Mittwoch Jonte oder zurückkommen – die drei sind wieder krank, Tamina, Michael und Jonte. Martina auch, sie hatte gestern den Notarzt da. Also war ich heute nur mit Heidi im Garten und sie hat mir Rhabarber mitgegeben und mir was von ihrem schönen Steingartengewächs abgestochen für meine Terrasse. Außerdem hab ich mein Auto mal gründlich gesaugt, mit meinem BD Staubsauger, den ich schon länger als ein Jahr und noch nie benutzt habe. Nachher kommt Schwesterchen Tine nach dem Zahnarzt her, deshalb bin ich schon heute nachmittag zurückgekommen.

Freitag und Sonnabend geht es gleich mit Guti-Gutshaus los – früher als geplant – da ist es gut, wenn ich morgen noch einen Tag zur mentalen Vorbereitung habe.

Am schönsten war es Montag. Da hatte ich um 12 Frisörtermin. Als ich ankam, war noch eine Kundin in Arbeit und die Chefin, bei der ich diesmal war, hat gesagt, sie braucht noch ein bisschen. Das macht gar nichts, hab ich gesagt, mich draußen vor die Tür gesetzt und einen Kaffee bekommen. Für das Warten hat sie mir einen französischen Zopf geflochten, das sieht wirklich toll aus und hatte ich noch nicht. Dann hab ich mir von ihren 7 Salute Haut & Haar Wohl Ölen eins ausgesucht – Nr. 4 Regeneration – damit belohn ich mich schon im Vorfeld für die zwei Guti-Gutshaus-Schichten am Wochenende, ohne einen Finger gerührt zu haben. Das mach ich gerne. Dann hab ich mir von Bäcker Nowak am Steintor ein Eiersalat-Brötchen geholt und bin anschließend zum Siemes Schuhcenter gefahren, weil ich dachte, wenn arbeiten, dann auch in ordentlichen Schuhen. Ist immer ganz leer da, weil etwas außerhalb von Rostock, riesengroßer Parkplatz und große Auswahl. Ich hab ein paar schöne schwarze Antischock-Sandalen gefunden – Antischock im doppelten Sinne – einmal im Fußbett und einmal Antischock Arbeit. Das war ein Tag ganz für mich allein, nur, wonach mir der Sinn stand.

Abends hab ich dann im Garten mit Heidi Blumen umgetopft – sie hat umgetopft, ich hab ihr Gesellschaft geleistet, beide mit Weinglas in der Hand. Das war auch ein richtig schöner Abend zu zweit, die anderen Mieter waren nicht da, na, und Horst hat sowieso immer TV an.

Montag, 31. Mai

Glück ist ein Schmetterling, der sich immer unserem Griff entzieht, wenn man ihn jagt, der sich aber auf uns niederlässt, wenn wir ganz still dasitzen. Nathaniel Hawthorne

Gestern, späten Nachmittag, war Aniko noch hier, mit Muffins und Wein. Sie hat sich aus der Kleidertüte, die ich heute in die Tonne geworfen hätte, fast alles rausgesucht. Steht ihr wunderbar und passt wie angegossen. War wohl Eingebung, dass sie gefragt hat, ob sie herkommen kann. Hätte ich nicht gedacht, dass da was für sie dabei ist.

Für körpernahe Dienstleistungen braucht man noch einen Test, Idiotentest, denn ich bin völlig gesund. Mittags fahr ich wieder nach Rostock – heute Manja Nageltante, morgen Frisör und Mittwoch mal sehen … Jonte oder wieder zurückkommen …

Die Lage geht mir so auf’s Gemüt und den Magen, dass ich mich nicht erinnern kann, wann es schon mal so extrem war. Ich hab noch nie so viel geschlafen – und gefroren, wie in diesem Jahr, wie in diesem Mai.