Montag, 25. Juli

Der Spaß ist unerschöpflich, nicht der Ernst. Jean Paul

Das ist die schönste Zeit jetzt – die Sommerzeit. Als ich gestern aus dem Wasser kam, hat mich eine Frau neben meinem Liegeplatz gefragt: Haste dir’n Salat mitgebracht? Die kannte ich gar nicht. Tee! – Ach so, Minze. – Ja. Ich pflück mir manchmal ein paar Stängel Wasserminze, die am Ufer wächst.

Abends, nachdem Christa weg war, hat Aniko gefragt, ob sie noch eine halbe Stunde kommen kann. Sie wollte zu Sigi und Wolfgang unten, die waren aber unterwegs. Daraus wurden dann 3 Stunden mit Rosé-Wein-Wasser auf der Dachterrasse, Lars kam auch noch dazu. Prächtigstes Wetter – happy summertime! So schön …

Und – auch sehr schön: Eben kam der Plan für Guti-Gutshaus für August. 2 x pro Woche – einmal nachmittags, das Café, einmal abends. So, wie ich es als Wunsch nach Oben abgeschickt hatte. Die dritte Augustwoche, auch wunschgemäß, ganz frei, weil ich da durchgängig in Rostock bin. Das läuft gut. Bisschen weniger Geld, dafür viel weniger Arbeit und den Sommer genießen.

Sonntag, 24. Juli

Vielleicht möchte das Leben heute nichts anderes, als dass du dich selbst für einen Moment mit den Augen der Liebe betrachtest und dich daran erinnerst, was du alles schon geschafft hast. Beatrice Tanner

Schöner Sonntag! Nachmittags hab ich Christa unter mir zum nachträglichen Geburtstagskaffee eingeladen, vormittags Telefonat mit Martina. Dann noch bei Birgit die Blumen gießen und raus ans Wasser …

Sonnabend, 23. Juli

Warten gibt Stärke; Warten bringt die jungen Trauben zur Reife und wandelt, was nur sprossender Keim war, zu kraftvoller Saat. Ovid

Wenn man was anders haben will, muss man was anders machen. Ich hab festgestellt, hab ich gestern zu Fritzi gesagt, im Grunde meiner Seele bin ich lieber Gast als Bedienung. Vor allem jetzt, in reiferen Tagen. Der Zwiespalt dabei ist der zwischen finanziellen Erwägungen – Zweitwohnung in Bandelstorf für Jonte und mich – und der Stimme meines Herzens zu folgen, die sagt: Sorge gut für dich! Gastronomie ist anstrengend – sogar für die weitaus jüngeren Kollegen – und Gastronomie im Sommer ist mega anstrengend. Das läuft auf Kündigung hinaus, und zwar von meiner Seite.

Freitag, 22. Juli

Die Herrschaft über den Augenblick ist die Herrschaft über das Leben. Marie von Ebner-Eschenbach

Heute war das einzige Ziel, die Spätschicht überstehen. Das ist jetzt erreicht – 23 Uhr zu Hause. Morgen ist das einzige Ziel – dasselbe. So geht das schon eine ganze Weile. Das trägt zur Festigung meines Entschlusses bei. Nach 5 Jahren reicht es.

Donnerstag, 21. Juli

Besser eine Hand voll Ruhe als beide Fäuste voll Mühe und Jagen. Aus dem Buch der Prediger (Bibel)

Die einzige und wichtigste Tätigkeit heute – den Weißwein für abends kühlen. Und ein Dauer-Dankesgebet, dass ich heute noch von Guti-Gutshaus verschont bleibe. Mittags ein Gang durch die Stadt mit Pizza zum Mitnehmen und Verzehr unter dem Lindenkreis am Alten Markt. Noch ein schöner langer Baumwoll-Wickelrock vom Esoterik-Laden Einklang, gegenüber vom Italiener, und nachmittags Siesta. So lässt es sich aushalten.

Mittwoch, 20. Juli

Alles ist aus dem Wasser entsprungen! Alles wird durch das Wasser erhalten! Ozean, gönn uns dein ewiges Walten! Johann Wolfgang von Goethe

Nachdem ich mich heute in meiner Souterrain-Wohnung bei Heidi so weit runtergekühlt hatte, dass ich in der Lage war, Auto zu fahren, war ich um 18:18 Uhr wieder am Kirchturm. Ich hoffe auf eine gute Nacht mit der Aussicht auf paar Grad weniger morgen …

Montag, 18. Juli

Sei, was du bist, immer ganz und immer derselbe! Adolf Freiherr von Knigge

Das Sommerfest war so schön, wie man sich ein Sommerfest vorstellt. Nicole und ich haben ein Paar aus Leipzig kennengelernt, das mit uns auf einer Wellenlänge schwamm. Gute Unterhaltung, sogar getanzt, und Wunsch-Feuer unter Mond und Sternen. Ich war erst um Eins zu Hause.

Nun wollte ich eigentlich schon in Rostock sein. Nachdem ich gestern vegane Blumenkohl-Wings mit Dip zubereitet hatte – die erste Rezeptkarte aus meiner veganen Kochbox von Rossmann – hat mir Michael am Telefon gesagt, dass Tamina krank ist, positiv getestet. Eigentlich wollte sie Jonte von ihren Eltern in Schwerin abholen, wo er schon seit vorigen Sonntag ist, und wir wollten Baden fahren. Das wird nun nix, und Jonte abholen wird auch nix, denn er soll noch dableiben, um sich nicht anzustecken. Der liebe Kleine, er war vorige Woche von Freitag bis Sonntag bei mir und hatte schon Heimweh nach Mama und Papa. Das war dann nur kurz, sie haben ihn abgeholt und er ist noch am gleichen Abend mit der anderen Oma nach Schwerin gefahren, wo er nun festsitzt.

Als ich das Michael angedeutet habe, hat er gesagt: Aber er hat ja Spaß da, sie waren schon zum dritten Mal im Feuerwehrmuseum!

Nun fahr ich heute los und morgen zu Martina und einem späten Frühstück im Garten. Es sollen ja heiße Tage werden – vielleicht fahr ich mit Heidi und Karl, der ja Ferien hat, in die Tessiner Südsee, einem Naturbadeparadies in der Nähe.

Sonnabend, 16. Juli

Leben ist das, was wir daraus machen. Henry Miller

Heute mach ich ein Sommerfest daraus – bei Beate auf dem Dorf. Es ist die Geburtstagsfeier ihres Mannes, aber sie will auch ein paar Hexen dabei haben, hat sie gesagt, und meine frühere Kollegin Nicole, ihre Schwester und mich eingeladen. Auch zwei gute Kundinnen von ihr, die sich auch bei ihr behandeln lassen – die werden euch gefallen! – und weitere aus ihrem Kreis, wie Heilpraktiker und sonstige mit spirituellem Hintergrund. Das Wetter ist noch regnerisch früh, aber das wird schon noch …