Mittwoch, 23. April

Liegt nicht in jedem großen Augenblick, gleichviel ob er hell oder dunkel, richtig oder falsch, ein Glück? Christian Morgenstern

Heute Vormittag war ich mit Aniko bei Sigi und Wolfgang zum Frühstück, wo noch bis Freitag ihr Sohn Manuel und Polina mit Leona zu Besuch sind. Dann war Lars hier und hat mir von einem Start up erzählt, was er interessant findet, und nachmittags kommen Angelika und Bodo vom Hausboot in Röbel zum Kaffee. Dann reicht es heute auch. Morgen wird entspannt mit der Bustour zur Werder Kirschbaumblüte …

Dienstag, 22. April

Und keinen Tag soll man verpassen. Johann Wolfgang von Goethe

Aus vielleicht wurde gestern bestimmt kommt Aniko … Sie war von 12 zum Mittagsglockenläuten bis halb 7 hier und wir hatten einen schönen Nachmittag zusammen auf der Terrasse und haben uns mal unser Herz gegenseitig ausgeschüttet. Sie über ihren Mann, der immer nur zuhause hockt, während sie was unternehmen will. Das macht sie auch alleine, aber das will er auch nicht. Und ich über die seltenen Gelegenheiten, in der ich Zeit mit Jonte verbringen kann. Das war vorher öfter, irgendwas ist da schiefgelaufen. Das tat uns beiden gut, und sie genießt auch immer die Zeit hier oben, noch dazu bei dem herrlichen Sonnenschein gestern.

Montag, 21. April

Es muss von Herzen kommen, was auf Herzen wirken soll. Johann Wolfgang von Goethe

Das wird heute ein eigelb-sonniger und schlumpf-blauer Montag zuhause – auf der Dachterrasse. Bei Lars ist die Tür auf, ich glaub, er hat heute Spätschicht, und vielleicht kommt Aniko noch auf’n Kaffee …

365 Tage Flow-Kalender: Zu Weihnachten getanzt im Schnee, zu Ostern Frost im Zeh. Wilhelm Busch

Sonnabend, 19. April

Alles, was die Seele durcheinanderschüttelt, ist Glück. Arthur Schnitzler

Unten ist heute Ostermarkt mit dem größten begehbaren (der Ausdruck ist von mir) Osternest in MV – ist aber dieses Jahr deutlich kleiner. Ich wollte erst ein Draufsicht-Foto aus dem Wohnzimmerfenster in den Status stellen, ist mir aber vergangen, da Jonte nicht hier und dabei ist. Das schüttelt meine Seele auch ordentlich durcheinander, und auch mein Herz, und ich denk dabei aber an die glücklichen Zeiten, die wir zusammen hatten und sicher! wieder haben. Traurig ist das trotzdem heute …

Was mich ablenkt, ist – Andrea hat mir schon den Küchen-Make-over-Plan als Zeichnung geschickt. Ich glaub, das wird richtig toll, ist schon auf dem Papier wundervoll. Da hab ich jetzt eine Vorstellung und kann mich schon drauf freuen. Das ist optisch eine ganz andere Wirkung als vorher das verbaute Ding. Auch gut kalkuliert, hab ich geschrieben, mit gut mein ich budget-schonend. Besonders freu ich mich auch, dass die Hälfte der alten Küche bleibt und zur anderen Hälfte mit den neuen Teilen kombiniert wird. Das wollte ich so. Und schön, dass du es so schnell auf’s Papier gebracht hast, Andrea, obwohl die Doktorarbeit Chefsache ist, hab ich ihr auch geschrieben.

Zu Birgit zur Oster- und Geburtstagsfeier fahr ich morgen. Sie hat Damwildfleisch vom Jäger besorgt und ich mach wieder den Rotkohl dazu. Braten ist nicht so meine Sache. Da Birgit welchen aus dem Glas bevorzugt, ist es immer eine Herausforderung, den lukullisch aufzupeppen. Das ist mir diesmal ganz exorbitant gut gelungen mit einer experimentellen Gewürzmischung aus 2 Teilen Gefro-Bratkartoffelgewürz und einem Teil Kardamom. Dazu noch das übliche wie Äpfel, Zwiebeln, Butter – und ein Schuss naturtrüber Apfelsaft. Ha!

Bei Edeka konnte man heute das Oster-Glücksrad drehen. Mein Enkel kommt nicht zu Ostern, hab ich gesagt, da wär doch ein Gewinn ein kleines Trostpflaster. Dicht daneben ist auch vorbei – aber einen Trostpreis bekommen alle: Hasen-Schoki-Lolli und ’n Jacobs-Schlüsselanhänger. Wär ja auch kein Ersatz gewesen.

Donnerstag, 17. April

Die Stunde ist kostbar. Warte nicht auf eine spätere Gelegenheit. Katharina von Siena

Das ist der passende Spruch des Tages heute. Ich hab die drei Stunden genutzt, die Andrea heute hier war. Nicht nur für das Ausmessen und die Besprechung des Küchen-Upgrades, das Paul und Andrea der nicht sehr optimalen Gestaltung verpassen wollen, sondern auch und vor allem für ein sehr emotionales Gespräch zwischen uns, in dem ich ihr gesagt habe, wie wichtig sie mir ist und wie stolz ich auf sie bin und wie lieb ich sie habe. Und noch einiges aus der Vergangenheit, was ich wahrscheinlich noch vor mir hergeschoben hätte, hätte der Spruch heute nicht klare Anweisung gegeben.

Mittwoch, 16. April

Sache der Seele aber ist es, die innere Heiterkeit so lange und immer in dem Grade zu erhalten, als es möglich ist. Wilhelm Freiherr von Humboldt

Ostern sind 4 freie Tage. Das macht bei 2 Kindern 8 Tage. Mal sehen, wer kommt. Jonte, Tamina und Michael hab ich für Sonnabend eingeladen, da ist hier auf dem Markt das größte Osternest in MV aus Stroh mit Osterüberraschungen zum Suchen für die Kinder. Das wär noch was für Jonte. Michael – schauen wir mal. Andrea hat gesagt, dass sie lieber weiter an ihrer Doktorarbeit schreiben will, es läuft grad gut und sie denkt, das könnte auch noch wieder anders kommen. Außerdem kommen Steffi und Max aus Berlin 2 Tage, Tines große Tochter mit Mann. Ja, und Pauls Eltern haben sich auch angemeldet. Das seh ich zwar auf eine Art ein, finde es aber traurig, wenn alles andere wichtiger ist. Da kam mir der Zufall zuhilfe. Andrea war Sonntag im Fitnessstudio und da war auch ein Kollege von ihr. Er hat gefragt, wie sie Ostern verbringen. Und dann hat sie mir erzählt, dass er gesagt hat: Deine Schwiegereltern kommen, deine Cousine mit Mann, und da wäre es doch doof, wenn deine Mutter hinten runterkippt. Und wieviele Gelegenheiten werdet ihr noch haben, euch zu sehen? Mutti, und er ist 8 Jahre jünger als ich und sagt mir das! Jetzt nimmt sie morgen einen Tag Urlaub und kommt her und wir machen uns einen schönen Mutter-Tochter-Tag. Dank an den Engel-Kollegen!

Montag,14. April

Freundschaft, das ist wie Heimat. Kurt Tucholsky

Heute war ich mit Birgit als Rulum Waldschrat in unserer Heimat unterwegs – erst in der Bibliothek in Malchin, wo wir sehr offen und freundlich empfangen wurden und das Natur-Erlebnisbuch gleich gut aufgenommen wurde, mit vielen guten Ideen für Lesungen und folgende Walderkundungen. Danach waren wir noch im Forstamt Stavenhagen, das ist der Hüter unserer 1000jährigen Ivenacker Eichen, und hatten da auch mit der neuen Forstamtsleiterin ein anregendes Gespräch zur Umsetzung der Idee des Buches – den Herzschlag der Menschen mit dem der Natur wieder in Einklang zu bringen. Es wird …