Heute machen wir Aufstellungs-Arbeit. Das ist eine Methode der systemischen Arbeit. Dabei geht es kurz gesagt um Familien-Herkunfts-Systeme und ihre Auswirkungen auf die jetzige Lebenssituation. Als Psycho-Beraterin ist mir das vertraut. Das weiß Manuel aber nicht. So lange kennen wir uns noch nicht, und es kam nie zur Sprache. Es lief sehr gut und am Ende ist er begeistert: „Ich wusste nicht, dass du so fit bist in systemischer Arbeit.“ Da erzähle ich ihm, dass ich mir mit dieser zweiten Ausbildung einen Traum verwirklicht habe.
Manuel will Alles wissen. Aus meiner weiterführenden Ausbildung weiß ich inzwischen, Alles darf man nicht wissen. Es gibt Grenzen. Nicht für Manuel. „Wie funktioniert Aufstellungsarbeit mit Stellvertretern?“, fragt er mich. – „Das weißt du doch, Urvater Hellinger sagt selbst, es ist ein Phänomen. Es hat was mit dem morphogenetischen Feld zu tun.“ – „Hmmm …“ – Ich merke, damit gibt er sich nicht zufrieden. „Manuel, Morpheus ist der Schlaf … und das solltest du auch schlafen lassen.“ – „Ich weiß was, wir stellen mal auf – wie funktioniert das morphogenetische Feld?!“ – „Du kriegst es fertig, und stellst noch den lieben Gott auf!“ Damit ist die Sache für mich erledigt.