Heute ist Sonnabend, der 3. Mai

Einer von den Escort-Kunden, dem ich von meiner Trilogie erzählt habe, fragte: „Komm ich auch in dein Buch?“ – Ich guck ihn an: „Ja“, und denk: Nichts ist so schlecht, dass es nicht noch als schlechtes Beispiel dienen kann.“ Escort fällt mir hin und wieder noch mal ein.

Gestern kam eine nette E-mail vom Verlag. Sie möchten heute nur nachfragen, ob ich das Schreiben erhalten und noch Fragen habe. Und nochmal: „Wir möchten Ihr Werk sehr gern in unser Verlagsprogramm aufnehmen.“ Ich antworte, ich kümmere mich schon um die Finanzierung. Und: Bei aller Freude, dass mein Manuskript angenommen wurde, merke ich vor allem eins: Visionen bleiben farblose Bilder, wenn ich es nicht einfach Mache. Bei allem, was ich vorher in meinem Leben versucht habe, hab ich immer nur gemerkt, das ist es nicht, was ich will. Schreiben wollte ich schon immer. Es ist – fast – das Einzige, was ich richtig gut kann und was mir Spaß macht. Ich trau mich dabei, Tabus zu brechen, ob strafbewährte Sex-Tatbestände – pädophil, Sex mit Patienten – oder die Doppelmoral von Kirche und Gesellschaft anzuprangern – Ehebruch. Da passiert es schon mal, dass ich Psalm 23 neu schreibe. Das ist keine Gotteslästerung. Das ist meine wahre Religion. „You are my religion …“ singe ich aus vollem Herzen. Mein Engel auf dem Terrassendach begleitet mich auf der Harfe dazu.

Als ich letztens bei Martina war, obwohl ich mich gerne mit Maik getroffen hätte, gibt sie mir eine Postkarte, auf der ein dickes NEIN steht. „Da, für dich.“ – „Nein, nicht für mich. Die will ich nicht.“ – „Warum nicht ?“ – „Ich will ein Ja!“ – „Und Ja und Nein, Yin und Yang ?“ – „Auch nicht. Jetzt ist Ja dran. Nein war lange genug.“ Wer Nein-Postkarten sammelt, braucht sich nicht zu wundern, wenn er vom Leben nur NEIN bekommt, Martina …

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