Heute ist Montag, der 20. November

GZSZ – in guten Zeiten hab ich mir vorgestellt, wie es ist, mit ihm zu leben – in schlechten Zeiten hab ich mich gefragt, wie es wohl sein würde, ohne ihn zu leben. Da bin ich jetzt mittendrin. Jeder Tag ist ein Ritual mit dem gleichen eintönigen, aber beruhigenden Ablauf – einlullend. Ich schreib ihm jetzt nicht. Es geht nicht – und es geht erstaunlich gut nicht. Es ist kein Impuls da, so wie sonst immer einer da war, ist jetzt keiner da. Und so, wie ich mich nicht gezwungen hab, ihm nicht zu schreiben, zwing ich mich jetzt nicht, ihm doch zu schreiben. Was auch?

Und wie fühl ich mich damit? Unbekümmert ist wohl der beste Ausdruck dafür. Ich hab die ganze Woche frei, keine Verpflichtungen und Termine. Erst nächsten Montag ein Vorstellungsgespräch – Gutshaus-Ersatz. Ich bin mit Sortieren und Aussortieren beschäftigt. Ordnung machen. Mit gut essen, gut trinken, gut schlafen – die Grundbedürfnisse erfüllen. Fast bei jedem Wetter Morgen-Kaffee auf Terrasse, auch jetzt noch – außer, wenn es stürmt und schneit. Weiterhin mit Schreiben – Hier – und Lesen, zur Zeit Tolstoi: Krieg und Frieden – die Urfassung, 1225 Seiten. Dafür brauch ich eine Weile. Im Anhang werden weitere Werke der russischen Weltliteratur, auch von Dostojewski, vorgestellt, in einer neuen Übersetzung von Swetlana Geier, unter anderem Verbrechen und Strafe. Wie bitte? Etwa Schuld und Sühne? Genau – ist denn das die Möglichkeit!

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