Das Weihnachtsgeschenk meines Kalenders ist ein schönes Bild: Eine Straße aus brennenden Teelichtern, die wie eine Pyramide zusammenlaufen, auf ein leuchtendes Kristall-Licht hin und dahinter noch zwei Reihen mit Lichtern horizontal. Vorn in der Mitte liegt das Yin-Yang-Symbol. Das Bild hat eine besondere Bewandtnis für mich: Das Yin-Yang-Zeichen trägt Er als Tattoo auf seinem Oberarm. Und die vielen Kerzen erinnern mich an unser erstes Treffen, das erste an dem wir … da hatte Er auf dem ganzen Fußboden um uns herum brennende Teelichter verteilt … Zum Fest der Liebe so ein strahlendes Bild voll Licht und Wärme! Diesmal ist das Bild die Botschaft, der Spruch ist zweitrangig: „Ein wahrhaft guter Mensch ist sich seiner Güte nicht bewusst und daher gut.“
Gestern beim Einschlafen gingen mir Gedanken durch den Kopf, die ich eigentlich nicht denken will: Ich habe keinen Lebensgefährten und damit auch keinen Bettgefährten – und das schon sehr lange nicht … Und dann heute so eine Weihnachts-Botschaft! Wenn ich sowas schreibe, also aus dem Bild eine Botschaft für mich ableite oder aus anderen Zeichen was konstruiere, sagt die eine oder andere Freundin: Ich kann nachvollziehen, was du fühlst und schreibst – aber ich könnte nie so sein! Das sind die Bodenständigen, die sich auf ihren Verstand verlassen: Wie kann sie daran noch glauben? – Ja, wie kann ich? Wenn du Märchenaugen hast, ist die Welt voll Wunder …