Heute ist Donnerstag, der 8. Februar

Ende Oktober war ich mit meinem Sohn beim Baumkronenpfad Ivenacker Eichen. Es war eine Überraschung für ihn. Eine Zeitreise – vor 20 Jahren war das mal ein Familienausflug. Es war ein herrlicher Tag mit ihm und die Fotos davon hat er mir zu Weihnachten geschenkt.

Für mich war es auch eine Überraschung. Im Tiergarten ist dort abseits des Weges ein Geheimnis verborgen: Das Lieschen-Denkmal. Die außergewöhnliche Liebesgeschichte zwischen dem Grafen von Ivenack und Anna Elisabeth Gilow, der Tochter eines Statthalters in der Nähe von Stavenhagen.

Der Stein ist in französischen und lateinischen Worten beschriftet:

„— — — — — gestorben im 22. Jahre, am 17. Novbr. 1775. — Ein Mädchen von gewöhnlicher Herkunft, aber ausgezeichnet durch eine liebliche Figur, ein vortreffliches Herz und eine Fröhlichkeit, welche sich nie verläugneten. Ein Mann, der sie beinahe sieben Jahre hindurch, die gegenseitig mit so vieler Wonne und Freude verstrichen, liebte, hat dieses einfache Monument, ihrer Asche zum Andenken, errichtet, um dadurch zugleich eine schwache Spur seiner Zärtlichkeit, seines Schmerzes um diejenige, welche die Ursache dazu war, zu hinterlassen. — Wanderer, ehre dies Denkmal der Schwäche eines Deines Gleichen, verzeihe ihm seinen Schmerz, und möge der Himmel Dir lieber soviel Glück verweigern, als er es ihm gewährt hatte, wenn es von so viel Bitterkeit begleitet sein muss! —“

7 Jahre … An diesem heiligen Platz hab ich Liebe und Leid der Beiden gefühlt als wär ich es selbst. „Seid gesegnet!“

 

 

 

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