Heute ist Mittwoch, der 7. Februar

Gestern hab ich ihm was über Bücher, Schreiben und Lesen geschickt. „Schreib ihm doch noch was über das Liebesleben der Pflastersteine auf dem Markt“, sagte mir da eine ironische Stimme, „wenn dir die Themen ausgehen.“ – Ja, gut – ich versuchs mal:

Ein männlicher Stein vor dem Rathaus – oder Standesamt oder Museum – ist alles in einem Gebäude – hat einen weiblichen neben sich liegen, doch das interessiert ihn nicht sonderlich. Das hat sich nur damals so ergeben, als die Steine verteilt wurden. Sein Gegenstück liegt vor dem Haus des Gastes und der Apotheke – ist auch in einem Haus vereint. Er spürt ihre Verbindung und ihre Nähe – wie auch sie ihn spürt – und wär gern bei ihr. Doch er weiß nicht, wie er da hingelangen kann, obwohl es nur ein paar Schritte sind. Er ist so fest verankert, dass er es gar nicht erst versucht, und gibt sich damit zufrieden, dass sie da ist. Und Sie? Sie denkt: Ja, er sollte neben mir liegen. Wenigstens ist er in meiner Nähe … Vielleicht löst er sich mal, soviel Hochzeitspaare wie auf ihn treten, und er findet einen Weg zu mir …

Das Buch, von dem ich geschrieben hab, heißt im Originaltitel The forgotten room. Zitat: „Meine Mutter hat immer gemeint, dass ein Leben in bloßer Zufriedenheit ein fairer Preis für einen einzigen Moment reinsten Glücks sei.“ – Ist das so?

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