Der letzte Tag dieses schönen Monats! Ich komm grad vom Doc, oder besser gesagt, von zweien. Vater und Tochter in einer Praxis. Bei ihr bin ich wegen Blutdruck (!) und von ihm lasse ich mich chiropraktisch behandeln. Heute hat er mich von oben bis unten durchgerummst – seit Wochen hab ich ständig eingeschlafene, gefühllose Hände, ab und zu auch Füße und manchmal sogar die Orschbacken …
Als er mich gesehen hat, fragt er: „Was macht das Schreiben?“ – „Ich bin dabei …“ – „Ich wollte mich mal mit Ihnen treffen und fragen, wie man ein Buch schreibt?“, fährt er fort. – „Können wir machen. Ganz einfach – man setzt sich hin und schreibt es. Das Veröffentlichen und Verkaufen, das ist der kasus knaxus …“ Dann hat er seine Kunst an mir ausgeübt und ich habe ihn gefragt, ob die Möglichkeit eines Praktikums bei ihm besteht – das fehlt mir nämlich noch als Psychologische Beraterin, da kam ich nach dem Studium nicht zu. An 2 Tagen in der Woche hat er auch psychotherapeutische Sprechstunde. Mit Einverständnis des Patienten ist das möglich, sagt er, er hatte schon mal eine angehende Heilprakterin für Psychotherapie als Praktikantin. Aber er hat keine Gruppe mehr, wie ich dachte, nur Einzeltherapie. „Wann soll ich das denn noch machen, neben dem ganzen hier?“, fragt er mich, als wenn ich die Frage beantworten könnte. Da reden wir nochmal drüber …“ , verabschiedet er sich.