Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:
Festhalten kannst du den Frühling nicht, aber ihn plündern. Friedrich Hebbel
Dazu muss er erstmal da sein. Sturm, Schauer, 4 Grad …
Neulich kam mir das Wort Apanage in den Sinn, ohne zu wissen, warum oder woher. Es war immer wieder in meinem Kopf Apanage … Es kommt aus dem Französischen und bedeutet eine regelmäßige finanzielle Zuwendung größeren Stils. Wer benutzt das Wort noch und in welchem Zusammenhang?, hab ich mich gewundert.
Gestern haben wir wieder 3 Folgen der 3. Staffel von Outlander geguckt – und da ist es mir begegnet, 3 Tage später: Claire ist, nachdem sie herausgefunden hat, dass Jamie die Schlacht von Culloden Moor überlebt hat, nach 20 Jahren in der Gegenwart durch die Steine von Craigh na Dun zu ihm 200 Jahre in der Zeit zurückgereist. The Battle of Culloden fand am 16. April 1746 zwischen britischen Regierungstruppen und aufständischen Jakobiten statt. Sie war das Ende der mächtigen Highlander-Clans in der schottischen Geschichte. Viele Tote waren zu beklagen, doch Jamie hat überlebt …
Outlander versinnbildlicht die Seelenliebe zwischen Jamie und Claire über Zeit und Raum hinweg. Während ihrer Abwesenheit, und nicht damit rechnend, dass seine erste Frau je wieder zurückkehrt, hat er wieder geheiratet, allerdings nur formal auf dem Papier. Diese Schein-Ehefrau stellt nun, da Claire wieder da ist, Ansprüche und fordert für sich und ihre beiden Töchter – die nicht von Jamie sind – eine Apanage.
Welchen Bezug hat das zu mir?, hab ich überlegt. Selbst wenn Maik jetzt geschieden ist und noch Unterhalt zu zahlen hat – die moderne Form einer Apanage – tut er das nicht, um mit mir zusammen zu sein. Bei solchen Seltsamkeiten denk ich, ich komm vom anderen Stern …