Sonnabend, 6. Juni

Acht – die Glocken läuten. Rossman rollt die Angebote raus und der Grüne Markt wird aufgebaut. Der mit dem größten Blumenstand, wo ich manchmal kaufe, steht mit Kaffeebecher in der Hand bei dem mit der Gulaschkanone, in der aber Erbsensuppe ist. Ich guck mir alles an wie ein großes Wimmel-Bilderbuch. Während ich schreibe, scheint mir warm die Sonne durch das Ostfenster auf den Rücken. Das ist eine schöne kleine Welt, die dazu da ist, dass es mir hier gut geht.

Zu der gehör ich auch, bin aber nicht mittendrin und nicht beteiligt. Ich seh es mir von oben an. Beim Blick aus dem Fenster im 3. OG trifft das auch wörtlich zu, aber auch wenn ich unten bin, fühl ich mich nicht als Teil davon. Ich bin in meinem inneren Garten. Das ist der Ort, den jeder in sich hat und an dem man ganz bei sich ist und nichts im Außen einem was anhaben kann. Schöne Eindrücke lass ich rein, unschöne bleiben draußen. Mit Guti-Gutshaus ist es auch so, bei Stress kapsel ich mich ab. Das ist eine schützende Hülle um mich rum, wie eine Seifenblase, die aber bei Berührung nicht zerplatzt. Bei sich ankommen, kann man auch dazu sagen. Den Garten anlegen macht Arbeit, dann braucht er kaum noch Pflege.

Auch Fritzi hat gärtnerisches Vokabular. Honigblüte nennt er mich jetzt, davor Rosenblüte …

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