Sonntag, 13. September

Sonntag auf der Sonnenterrasse! Ich hab geschlafen wie ein Stein, bis mich um 12 das Glockenläuten geweckt hat. Ich bin doch zurückgefahren und fahr morgen wieder nach Rostock, erst zum Frühstück zu Martina, dann Manja Nageltante und dann zu Pauls Geburtstag.

Was hat Jonti für einen Spaß gehabt mit meinem Ball! Wir haben ihn immer hochprallen lassen und er hat sich schlapp gelacht, mit ganzem Körpereinsatz. Da hab ich das richtige ausgesucht. Von allem anderen Spielzeug hat er schon im Überfluss. Kleine Freude – große Wirkung!

Eben hat mich Manja angerufen – oh, hab ich gedacht, Terminänderung? Nein, sie hat gestern einen Heiratsantrag bekommen, nach 7 Jahren, mit Kniefall, öffentlich und vor Publikum auf der Bühne bei der Nacht der Pferde, in der Olaf aufgetreten ist. So richtig romantisch, da hat sie nun überhaupt nicht mit gerechnet!

Entweder Liebesbekenntnisse mit Hochzeit oder Crash und endgültige Trennung – dazwischen scheint es nichts zu geben in dieser Zeit. Entweder oder, ganz oder gar nicht, gehen oder bleiben. Das sind Lebensereignisse!

Darüber hab ich mich neulich mit Martina unterhalten, wie gut es in unserem Freundes- und Bekanntenkreis läuft: Wohnung, Hausbau, Hochzeiten, Enkelkinder … Im himmlischen Glücksamt geht es bestimmt nach Buchstaben, hab ich gesagt, und die Sachbearbeiter sind erst bei F, G, H, I, J, K – so fangen die Namen der Glückspilze in unserm Umfeld an. Unsere Familiennamen beginnen mit Sch und St – da müssen wir noch warten, bis wir dran sind, aber wenn, kommst Du noch vor mir dran, als ich mit St. Aber davor kommen noch alle Lehmanns, Müllers und Meiers in allen Schreibweisen – ai, ei, ay, ey … Na toll, hat sie gesagt.

Die geschenkte Zeit mit ihm war das Wildeste – an Liebe, Sex, Begehren – was ich erlebt habe. Die Zeit der Trennung ist die längste Nacht meines Lebens. Das ist eine 5- Note auf dem Seelenweg oder gerade mal 3 Punkte. Das anzunehmen ist mehr Entwicklung, als mir weismachen zu wollen, ich kann es genauso gut alleine. Ich hör nicht mehr auf das, was gesagt wird, wie so ein „Dualseelen-Prozess“ ablaufen soll. Ich hör nur noch auf das, was in mir vorgeht. Wenn Er nicht der Mann ist, mit dem ich hier leben kann, dann geh ich nach Hause, langsam, in Ruhe und alleine.

Ich kann hier viel ausdrücken im Blog und darüber bin ich froh, doch für die Tiefe der Empfindungen fehlen mir die Worte.

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