Sonntag, 11. Oktober

Der Tag gestern war ein Missverständnis. Nachdem wir uns alle zu einem üppigen Mittagsmahl bei Sigi und Wolfgang eingefunden hatten, also außer mir noch Christa und Aniko – Lars war auch eingeladen, wollte aber lieber schlafen nach der Nachtschicht und so hab ich ihm was mit hochgenommen – haben wir noch einen schönen Film auf DVD geguckt. Kalte Füße – mit Heiner Lauterbach. Der war so herrlich witzig – obwohl ein ernstes Thema – und so gut gespielt, wir haben uns totgelacht.

Und nun kommt das Missverständnis. Als ich um 5 wieder oben war, hab ich eine WhatsApp von Tine Schwesterchen gesehen: Du hast doch hoffentlich nicht vergessen, dass heute Geburtstagsfeier ist. Oder musstest du gestern arbeiten und dich heute erst ausruhen? Ich hoffe, dass du zum Kaffee da bist. LG … Das Autokennzeichen von Lüneburg, das war auch ein Gag aus dem Film.

Ich hatte kein Handy mitgenommen, denn Guti-Gutshaus hatte ich frei und wär auch im E-Fall nicht hingefahren. Also was soll sein? Dazu 3 Anrufe von ihr. Als ich zurückgerufen habe, hat sie gesagt, sie war schon in Sorge, was los ist und hatte sogar schon bei Guti-Gutshaus angerufen, ob ich da bin. Das hab ich dann aufgeklärt. Ursprünglich war die Feier auch für Sonnabend geplant, aber sie hatte gesagt, dass Andrea und Paul nur Sonntag können und auf der Rückfahrt vom Urlaub hinkommen und damit hab ich verknüpft, dass wir dann auch feiern. Also fahr ich jetzt heute hin und wir holen das nach. Steffi und Anja, ihre Kinder, mit Mann und Klein Nori sind heute auch noch da.

Bei Guti-Gutshaus hab ich angerufen und gesagt, alles gut, denn Fritzi, der dran war, als sie angerufen hat, hat gesagt: Jetzt mach ich mir wirklich Gedanken um die Kleine.

Das sind herzerfrischende Tage …

Nur nicht für Wolfgang. Das sollte es eigentlich für heute gewesen sein, doch weil er gestern beim Essen aussah wie der Tod auf Latschen, was alle auf die Überanstrengung mit den Möbeln geschoben haben, kommt noch ein Zusatz. Neues Schlafzimmer ist oft neue Hoffnung. Sie haben seit Jahrzehnten keinen Sex mehr – damit bestraft sie ihn für umtriebiges Verhalten in der Vergangenheit – und jetzt hat er gesagt, sie wollen das Schlafzimmer einweihen, nachdem sie neulich aus den Latschen gekippt ist und mit Blaulicht ins Krankenhaus kam. Da hat er einen ordentlichen Schreck bekommen und gesagt: Ich dachte, ich muss in die Erde gehen! Und was sagt Sigi, bei der es nur eine Unpässlichkeit war? Na hoffentlich, du kannst dann auch … Das ist niederträchtig, hab ich zu Fritzi gesagt, dem ich das erzählt habe, und das beste Mittel, ihn vollständig seiner Manneskraft zu berauben, die er im Keller in Alkohol zu konservieren versucht. Genauso sieht er auch aus.

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