Donnerstag, 28. Januar

Gestern wurde die langjährige Leiterin des Standesamtes nach 42 Jahren vom Bürgermeister in den Ruhestand verabschiedet, steht in unserem Online-Portal „Wir sind Müritzer“. Während ihrer gesamten Amtszeit hat sie im Rathaus gearbeitet, in dem unser schönes Standesamt seinen Sitz hat, links unten auf dem Markt vor meinem Fenster. Es gab viele schöne Begebenheiten und auch immer wieder Überraschungen, sagt sie rückblickend. An einen Fall erinnert sie sich besonders:

Ein Paar aus Hamburg – er Arzt, sie Arzthelferin – bat um einen Termin an einem Sonnabend, 15. September. An diesem Tag hatte sie selbst Hochzeitstag und wollte ihn eigentlich mit ihrem Mann verbringen. Doch sie ließ sich überreden. Als sie dann an besagtem Sonnabend in den kleinen Vorraum des Standesamtes kam und den Mann so nebenher fragte: Und Sie wollen also heute heiraten?, antwortete dieser: “Heiraten? Nein, wie kommen Sie denn darauf?”. Wie sich herausstellte, hatte die Partnerin die Hochzeit als Überraschung geplant. Doch daraus wurde nichts. Auch nach einer Bedenkzeit, die die Standesbeamtin ihnen gewährte, war der Auserwählte nicht bereit, seiner Freundin das Ja-Wort zu geben.

Ich war zweimal zu einer Hochzeit in dem historischen Trauungssaal – bei Anikos Hochzeit und bei Danas. Doch was ich eigentlich schreiben will –

Das Gefälle liegt schon in Arzt und Arzthelferin – warum hat sie sich diese Schmach angetan, hab ich gedacht.

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