Montag, 7. März

Blicke in dein Inneres! Da drinnen ist eine Quelle des Guten, die niemals aufhört zu sprudeln, solange du nicht aufhörst, danach zu graben. Marc Aurel

Gestern war Geburtstagskaffeerunde bei Sigi und Wolfgang unten. Sigi hatte am Sonnabend. Das war endlich wieder eine richtig schöne Feier mit Spielenachmittag und hat uns viel Spaß gemacht. Mit Aniko, Stine, das ist Wolfgangs Tochter, und Manuel, Palina und Leona aus Berlin waren auch da. Sie waren bei ihren Eltern in Moskau und sind gerade noch mit dem letzten Flug zurückgekommen, der raus ging. Palina, die Russin ist, hat mich nur gefragt: Hast du mal Karten gelegt zum Krieg? Nein, zu Krieg leg ich keine Karten.

Ich wär schon auf dem Weg nach Rostock, kann mir aber Zeit lassen. Michael holt Jonte nach Feierabend erst von Schwerin ab und bringt ihn dann abends zu mir. Morgen fahr ich mit ihm erstmal Frühlingsschuhe kaufen im Siemes Schuhcenter. Das ist immer entspannt mit Parkplatz vor der Tür, gute Auswahl, gute Preise, Fuß-Messgerät und Kika-Kanal – und macht uns jedes Mal Spaß! Morgen hat auch Heidi Geburtstag, 65! Das wird auch schön, wie Freitag Frühstück bei Martina. Dazwischen noch zum TÜV/AU bei Stanley in der Werkstatt, Heidis Sohn, im Ort, also auch bequem. Dann noch zu IKEA, Sigi hat sich zwei Tagesdecken ausgesucht. Und – die ganze Woche ist sonniges Wetter angesagt …

Sonntag, 6. März

Du bist nicht ein Tropfen im Ozean, du bist der gesamte Ozean in einem Tropfen. Rumi

Mit Rumi fängt der Morgen mit einem Lächeln an. Von ihm ist auch: Geh und finde dich selbst – so kannst du auch mich finden. Oder: Meine Religion ist Liebe. Jedes Herz ist mein Tempel. Oder: Binde zwei Vögel zusammen, sie werden nicht fliegen können, obwohl sie nun vier Flügel haben …

Donnerstag, 3. März

Alle Lebewesen außer dem Menschen wissen, dass die Hauptaufgabe des Lebens darin besteht, sich am Leben zu freuen. Samuel Butler

Lars hat mir erzählt, er hat Leyla in der Stadt getroffen, seine Vorvorletzte – mit Haley Jane, Mutter und Hund. Und, wie geht’s denen? – Alles gut. – Erstens frag ich mich, wie alles gut sein kann, und zweitens glaub ich, wenn einer so antwortet, ist es das gerade nicht. Das hört man schon am Tonfall – runter, rauf, runter.

Gerne wird die Frage auch erweitert beantwortet mit – Du – alles gut. Das sieht man denen aber nicht an. Wenn es so wäre, müsste doch ein Lachen oder wenigstens ein Lächeln auf dem Gesicht des Gegenübers erscheinen, ein kleines Zeichen von Freude. Nein, bestenfalls bleibt es unbeweglich oder meist sieht es aus wie Regenwetter bei der Antwort.

Wenn mich einer fragt, ist schon eine Regung dabei, hell und freundlich, auch wenn nicht gerade die Sonne scheint. Schon allein die Tatsache, dass sich einer danach erkundigt, wenn’s auch nur pro forma ist …

Mittwoch, 2. März

In Freiheit, mit Blumen, Büchern und dem Mond – wer könnte da nicht glücklich sein? Oscar Wilde

Das war lebensspendend, gestern die Massage. Gleich ein guter Draht zu ihr und eine besondere Auszeit, wie ein Urlaubstag. Die Behandlungen sind energetisch und ganzheitlich für Körper, Geist und Seele und so wohltuend – 90 Minuten Berührung und Hautkontakt. Die ätherischen Öle von Thymian, Oregano und Basilikum und noch 8 weiteren wirken Wunder. Ich dufte heute noch wie ein Kräutergarten. Den nächsten Termin hab ich gleich für den 4.4. vereinbart – energetische Fußmassage. Da kann ich mich jetzt schon drauf freuen. Hinterher hab ich mir im von Beate empfohlenen Fisch-Bistro ein Flußkrebs-Baguette mit Algen geholt und mich damit auf eine Bank in der Sonne gesetzt. Besser geht’s nicht!

Daraufhin hat mir Ulla ein Herz für Ukraine geschickt mit: Dieser Wahnsinn muss gestoppt werden! Da könnte man gleich noch eine ganze Latte anführen und ich hab ihr die laut IRC International Rescue Committee, wo ich monatlich spende, 10 Schlimmsten humanitären Krisen geschickt. Wen interessiert das hier? Ist ja auch weit weg. Nur wenn’s vor der Tür ist … Massage mach ich nicht, um den Wahnsinn zu ignorieren, sondern um ihn überhaupt und irgendwie auszuhalten.