Sonntag, 28. Oktober

Gestern war Guti-Gutshaus anstrengend, nicht arbeitsmäßig, sondern die Chefin fing eine politisch kontroverse Diskussion mit mir an, als es auf Feierabend zuging. Anita, du bist noch nicht geimpft, oder? Nein. Und das weiß sie auch. Und du hast auch nicht vor, dich impfen zu lassen? Nein. Auch das ist ihr bekannt. Dann kam das übliche Erpressungs-Szenario. Verantwortung, Solidarität, Intensivbetten …

Ich war nicht in der Lage und auch nicht willens, darüber zu diskutieren. Ich hatte eine schlechte Nachricht von meiner krebskranken Freundin Dana bekommen. Es sieht nicht gut aus. Ich wollte nur die Schicht rum und meine Ruhe haben. Ich hab ihr dann ein Video von „Thomas Sarnes – ehemaliger Chefarzt der Chirurgie der Oberhavelkliniken“ geschickt mit der Bemerkung: Das ist meine Argumentation, Bettina. Unter dem Titel in Anführungszeichen findet man es auf Youtube! Es kursiert ja viel sinniges und unsinniges dazu – aber das hier – Hut ab! Da kann ich wieder daran glauben, dass die Vernunft hier – ich mein in deutschen Landen – nicht mit oder an Corona gestorben ist. Ich hab es gleich mit Manuel geteilt, der es auch gleich weitergeleitet hat. Mit Manuel, Martina, Ulla, Heidi, Kerstin, Bettina und und und – und hier

Neutral bleiben geht nicht!

Ich hab’s satt, mich zu rechtfertigen und zu diskutieren. Mein abschließendes Argument hab ich erst als ich zuhause war gefunden. Das ist leider nicht von mir, sondern aus einer AfD-Rede im Bundestag – von der ich mich sonst strikt distanzier – auf die ich zufällig gestoßen bin:

Die persönliche Gesundheit ist kein solidarisches Allgemeingut!

Die WHO-Statistik – also Weltgesundheitsorganisation – weist in der Zeit der Anwendung von 11 Monaten 2,5 Millionen! unerwünschte Nebenwirkungen auf. Das ist ein Vielfaches aller anderen Impf-Nebenwirkungen in mehreren Jahrzehnten zusammen …

Abends hat mir Kay-Uwe geschrieben: Alles okay im Cafe? Da hab ich das nur angedeutet: Das hat mir heut wirklich gereicht in dem Verein da. Es ging um eine Grundsatzfrage, und da ich deine Einstellung dazu nicht kenne, klären wir das lieber persönlich. „So mok wie dat und nu ward schloppen.“ Das macht Spaß mit ihm.

Freitag, 26. November

Kay-Uwe – ein Pfeiler links, ein Pfeiler rechts, in der Mitte die verbindende Brücke. Er hat sich als Erster und Niveauvollster gemeldet. Wir schreiben uns. Geistig-reger Austausch mit Humor – so würde ich es zusammenfassen. Da ist nicht das Herz der Regent, man kann auch aus praktischen Gründen eine Entscheidung fällen. Am Montag wollen wir uns treffen.

Heute Nachmittag und morgen auch nachmittags und abends wieder Guti-Gutshaus, so lange es eben noch geht. Test unter den Augen von Chef oder Chefin. Das ist nicht grenzwertig, das ist schon drüber weg …

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Donnerstag, 25. November

Ich bin zurück. Von Jonte-Betreuung, diesmal krank, der kleine Murkel, hab ich mich mit Anja bei Guti-Gutshaus getroffen und von dort sind wir zum Bar-Workshop im Gutshaus Solzow, hinter Röbel, gefahren. Das hat Spaß gemacht, war eine kleine Runde, die zusammengepasst hat – und es waren mal neue Eindrücke, wie es in anderen Gutshäusern so zugeht. Das ging von 15 – 18 Uhr und kurz nach 7 war ich zuhause …

Sonntag, 21. November

So anstrengend wie gestern, so gemäßigt war es heute. 8 Gäste über’n Nachmittag verteilt, die sich alle sehr gefreut haben über unser Café open-Angebot. Eine Frau kam vom Friedhof und hat mir ihr Herz ausgeschüttet. Sowas geht bei uns. Sie kannte auch mein Tantchen, haben wir im Gespräch festgestellt. Sie haben mich richtig wieder bisschen aufgebaut, hat sie zum Abschied gesagt. Wenn’s weiter nichts ist …

Ich hab mich schon auf eine sesshafte Woche am Kirchturm gefreut, da hat Michael heute Abend angerufen und gefragt, ob ich ihnen die Woche nochmal helfen kann und Jonte nehmen kann. Tamina hat Fahrschule. Da gibt es morgen noch den neuen Montags-Gelassenheitsspruch und ich fahr wieder nach Rostock.

Dienstag, 16. November

Kein Foto – obwohl das die Chancen erhöht, ich will nicht optisch auf- oder abgewertet werden. Ich bin auch nicht krampfhaft auf der Suche, ich guck nur, was kommt. Wir sind alle kein unbeschriebenes Blatt mehr, doch es können mal wieder paar neue Zeilen dazukommen.

Bis Sonnabend bin ich wieder in Rostock und freu mich, dass ich meine Zweitwohnung noch habe. Von da wieder zu Guti-Gutshaus und dann zum Kirchturm! Vielleicht entwickelt sich in der Woche schon was …

Montag, 15. November

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Man trinkt Tee, um den Lärm der Welt zu vergessen. Tein Yiheng

Ich hab eine Fähigkeit oder Einstellung, die mir sehr zugute kommt. Als Aniko gestern schrieb: Es wird immer komischer – hab ich geantwortet: Ach, aus allem das Beste machen … Ich hatte vorher gerade gedacht, ich hab lange nichts mehr von ihr gehört und da meldet sie sich.

Ob ich mir Gedanken um den Erhalt meiner Zweitwohnung mache, wegen Wegfall von Birgits Mietanteil und Guti-Gutshaus-Einbuße, oder nicht, ändert nichts. Rankommen lassen oder Abwarten und Tee trinken. Der Tee kann auch ein Kaffee sein. Noch hab ich sie und von morgen bis Sonnabend bin ich diese Woche wieder in Rostock.

Gestern hab ich in einem Youtube-Video Mentale Stärke – Sei unerschütterlich – In unsicheren Zeiten einen klaren Geist bewahren das gelesen:

Den Dingen, mit denen du durch das Schicksal verkettet bist, denen passe dich an, und die Menschen, mit denen dich das Schicksal zusammengestellt hat, die habe lieb, aber von Herzen.

Annehmen, was ist, und gelassen bleiben …

Männliche Verstärkung würde mir guttun. Ich hab es auf den Weg gebracht und mich auf der Online-Plattform der hiesigen Zeitung registriert mit Müritzfrau. Ich hatte gleich ein schönes Bild mit Nachricht im Posteingang, das war der Admin zur Begrüßung. Und: Sport2022 hat Ihnen ein Lächeln zugeworfen und will Ihnen damit sagen, dass Ihr Profil sehr interessant klingt und Ihre Interessen sich sehr ähneln. Mein Passwort ist Glück2022.

Ich hab nur Lesen, Radfahren, Schwimmen als Hobbys angegeben, geschieden, die Eckdaten Größe, Statur, Haar- und Augenfarbe, Was ist mir wichtig: Zeit gemeinsam verbringen und schöne Momente genießen – Freundschaft oder Partnerschaft, je nachdem, wie die gegenseitigen Sympathien sind. Ich hab längere Zeit alleine gelebt, um gut mit mir auszukommen. Das halte ich für die Voraussetzung für Gemeinsamkeit. Freunde und Familie sind mir wichtig. Eine besondere Freude ist mir mein Enkelkind. Ohne Profilfoto.

Längere Zeit heißt 11 Jahre, aber so detailliert muss die Angabe nicht sein, Zeit ist ja relativ.