Der Medicus. Ich war nach Ewigkeiten wieder im Kino. Ich will meiner Seele jetzt jeden Tag was Besonderes tun. Mir schwant danach, ich meine es maximal halbherzig mit einem neuen Mann. Der Film war faszinierend, großartig, beeindruckend, monumental. Das schreibe ich dir. Du bestätigst es mir sofort. Du hast ihn auch gesehen. Die „Seitenkrankheit“ bedeutete 1021 n. Chr. das Todesurteil. Heute macht das der Pförtner. Rob Cole und seine Geliebte Rebecca, das hätten auch Du und ich sein können. Du bist auch ein Medicus, ein begnadeter, und ich – wie sie – eine Bücher-Fee und Geschichten-Seele. Vielleicht waren wir das ja auch, vor tausend Jahren.
Autor: dualseelenherzmary
Heute ist Mittwoch, der 12. März
Zum Geburtstag wünsche ich mir einen Mann. Nicht meinen Mann, einen Mann. Mal sehen, ob er dann Mein wird. Ich tu sogar was dafür in meinem jetzigen Ruheraum zwischen zwei Männern und folge gespannt einem Online-Workshop meines verehrten Veit Lindau: Die sieben Verpflichtungen der Liebe. Schon nach lesson one wird mir einiges klar: Nähe.
Heute ist Dienstag, der 11. März
„Du bist da, wo deine Gedanken sind. Sieh zu, dass deine Gedanken dort sind, wo du sein möchtest.“ Hat ein Rabbi gesagt. Die wissen so was. Meine Gedanken sind noch oft mehr bei dir als bei mir, aus dem oben genannten Grund. Hier spielt die Musik !
Heute ist Montag, der 10. März
Ich will mit Begeisterung leben, woran ich glaube und was mich zum Strahlen bringt. Das mache ich jetzt, das habe ich bei dir gemacht, bis zuletzt. Kein Tag davon war sinnlos verschenkt. Das zählt für mich, nicht wie etwas ausgeht. Heute ist der Tag, für den die Sternenfrau deine Rückkehr, dein Erscheinen, deine Wiedergeburt angesagt hat. Und es ist der strahlendste Tag heute, als wenn ihm seine schicksalhafte Bedeutung bewusst ist. Es ist auf einmal sehr still. Die Welt hält den Atem an.
Heute ist Sonntag, der 9. März
Heute sehen die Wolken über meiner Dachterrasse aus wie ein Gehirn. Und mein Gehirn denkt: Meine dreizehn Monde Trauer sind bald vorbei. Ich bin nicht mehr dabei, Maik. Zu viele Einschränkungen. Meine Ansprüche sind nicht zu hoch. Meine Ansprüche sind meine Ansprüche. Meine Werte sind in Ordnung. Auch meine Herzwerte, wenn Du verstehst, was ich meine. Ich lass dich mit den Watte-Gehirnen ziehen …
Heute ist Sonnabend, der 8. März
Ich hab einen Faible für Männer, die aussehen wie blinde Musiker. Singular, nicht Plural: Maik
Heute ist Freitag, der 7. März
Ich bin schon mal gestorben. Ich hab bei „Kugel“ meinen Namen eingegeben und eine schwarze Rose erscheint vor meinen Augen – auf einer Traueranzeige mit meinem Namen. Ich hab nicht schlecht geguckt, zumal mein Name eine Rarität ist. Es war natürlich nicht meine, aber im ersten Moment … Ich will doch der Welt noch was schenken.
Heute ist Donnerstag, der 6. März
Meine Lebensaufgabe finden, dazu habe ich jetzt uneingeschränkt Zeit nach dir. Welche ist es bloß? Die Geliebte eines Mannes zu sein, ist keine Lebensaufgabe, belehrt mich meine Meisterin auf dem Weg zur weisen Frau. Nein? Schade, ich dachte. Und wenn Lebens-Aufgabe, dann müsste ich sie bald herausfinden. Es ist das, was ich schon immer wollte, was ich am besten kann und was mich mit tiefer Freude durchdringt. Diese Kriterien erfüllt auch mein Bestimmungs-Favorit, Maik. Aber es hat was damit zu tun, was ich der Welt und den Menschen schenken kann, meine göttliche Gabe. Beim Schreiben geht mir das Herz auf. Und das ist ein Indiz für Lebensaufgabe. Im Stillen beschließe ich, es gibt eine primäre und eine sekundäre. Das kann nicht verkehrt sein. Vielleicht läuft sie mir mal über den Weg, meine heimliche sekundäre Lebensaufgabe. Es könnte nur sein, dass ich sie übersehe. Ich glaub nämlich immer noch, sie sieht aus wie Du. Weiß auch nicht, warum. Die Einwirkzeit war wohl zu lang.
Heute ist Mittwoch, der 5. März
Manchmal entführe ich den Anfangsbuchstaben deines Nachnamens und wandele damit meine Bauchatmung um, von Ein und Aus in Rein und Raus. Das geht gut. Das ist fast wie Sex. Das mach ich illegal. Aber das ist mir egal. Es schadet dir ja nicht.
Heute ist Dienstag, der 4. März
Mein Handy war kaputt. Grad erzählt mir noch eine Freundin, dass eine Freundin ihrer Freundin bei dir zur Behandlung war und schwärmt: Oh, er sieht so gut aus, und er kann das so toll … Da ist es runter gefallen.