Mittwoch, 24. Dezember

Heute kam die letzte Karte von meinem nostalgischen Weihnachstarot zum Einsatz, DIE LIEBENDEN – Liebe, Vertrauen, tiefe Gefühle. Dazu passt der letzte Spruch von Anikos Adventskalender:

Denn dem Glück geliebt zu werden, gleicht kein ander Glück auf Erden. Johann Gottfried von Herder

Gestern hatte ich noch Überraschungsbesuch von Manuel und Nick. Das war ein Glück, denn ich war grad vom Einkaufen zurück. Nach ihrem OBI-Feierabend war Aniko noch hier nach 19 Uhr und wir haben unsere kleine Bescherung zelebriert. Um halb 11 hol ich gleich Martina vom Zug ab und dann kommt Birgit noch mittags – so sind wir Heiligabend zu dritt …

Montag, 22. Dezember

Süß ist es, egal welchenAlters, sich der Fantasie zu überlassen. Marcel Proust

Gestern war ich bei Birgit zu unserem vorgezogenen Weihnachtsessen. Abfahrt in Waren um 7:45 Uhr, Rückfahrt von Bocksee um 16:30 Uhr, die einzige Verbindung mit Müritz-Transfer am Wochenende. Da war ich auch froh, wieder am Kirchturm zu sein. Am 24. kommen Martina und Birgit zu mir, da machen wir es uns auch schön … Doch so richtige Weihnachtsstimmung will noch nicht aufkommen, das geht wohl nicht nur mir so.

Freitag, 19. Dezember

Lachen ist nicht der schlechteste Anfang einer Freundschaft und bei Weitem das beste Ende. Oscar Wilde

Als ich vorhin mit Birgit telefoniert hab, um die Weihnachtsfeiertage abzusprechen, kam ein Anruf von Neubrandenburg. Da bin ich gleich rangegangen, weil gestern die Chefin der Hausverwaltung hier war bezüglich meiner Mängelliste – unter anderem aus gegebenem Anlass der Mieterhöhung. Es hat sich gleich was getan. Es war Rohr-Paul aus Neubrandenburg, den die Hausverwaltung beautragt hatte. Der Hochwasserstand im Gäste WC ist schon ein längeres Übel und zweimal innerhalb von 2 Jahren war der Klempner mit Spirale schon da, hat aber nichts gefunden. Nun rücken sie mit einer Kamera an und ich bin froh, dass das noch im alten Jahr zumindest in Angriff genommen wird. Wenn das Wasser wieder frei abfließen kann, reguliert sich sicher auch noch einiges anderes …

Donnerstag, 18. Dezember

Sterne hoch die Kreise schlingen, aus des Schnees Einsamkeit steigt’s wie wunderbares Singen – O du gnadenreiche Zeit. Joseph von Eichendorff

Heute war ich mit Christa zusammen mit Nicole und Bruni wieder in der Salzgrotte in Klink. Das hatten wir dem Umstand zu verdanken, dass Rene, Christas Schwiegersohn, krankgeschrieben und zu Hause ist. Er hat uns hingefahren, dann sind wir zu viert mit Nicoles Auto anschließend zum Fischkaufhaus zum Mittag gefahren und von dort hat er uns wieder abgeholt. Das war wieder schön nach längerer Zeit – seit ich kein Auto mehr habe – und eine unverhoffte Überraschung.

Mittwoch, 17. Dezember

Wohin du auch gehst, geh mit deinem ganzen Herzen. Konfuzius

Ja, und gestern war es soweit, da hab ich meinem Herzen nachgegeben. Ich trag das schon eine Weile mit mir rum und hab gedacht, was ich tun kann, will ich wenigstens tun. Ich hab Andrea geschrieben, dass ihr Vater seit vorigen Freitag wieder im Krankenhaus ist, und wenn nicht einer sein Herz öffnet, dann war’s das, denke ich. Ulla hatte mir das geschrieben und dem hab ich entnommen, dass es sehr ernst ist – das Herz. Genau. Dann hab ich auch Jürgen geschrieben: ich hab deine Nummer noch von Ulla, als ihr im Sommer hier gewesen seid und ihr Akku alle war. Ich hoffe sehr, dass du das alles überstehst und weiterlebst … Es ist schade, wenn keiner den ersten Schritt zur Versöhnung machen kann oder will. Auch wenn du von Andrea nichts hörst, kannst du wissen, dass sie sich Gedanken macht und das leite ich hier so weiter. Von Herzen alles Gute.

Ulla hab ich das auch zur Kenntnis geschickt. Von den Dreien hat sich noch keiner gemeldet, muss auch nicht. Ich hab mein Gewissen erleichtert, das konnte ich nicht länger tatenlos mit ansehen.

Montag, 15. Dezember

Gehet nach dem Stern der Liebe, meine Kinder! Wilhelm Raabe

Jonte sieht auf den Fotos vom Weihnachtsmarkt nachdenklich, traurig und müde aus. Er war auch nicht so lebhaft wie sonst, hat nicht gelacht oder Späße gemacht, wie sonst. Ich glaube, er ist auch traurig, dass wir uns so selten sehen. Ich hab da noch lange drüber nachgedacht, es war aber auch der falsche Tag, um das anzusprechen. Ich vertraue auf das Neue Jahr …